Verhaltenstipps bei Hitze
Hitzewelle – Wie kann ich mich schützen?
Wenn die Temperaturen auf 30 Grad oder mehr steigen, kann die Hitze für den Körper belastend werden. Besonders ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich beeinträchtigte Personen sind gefährdet. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie sich jedoch gut schützen und heiße Tage besser bewältigen. Neben dem Aufenthalt an kühlen und schattigen Orten helfen auch kleine Anpassungen im Alltag dabei, gesund durch die Hitze zu kommen.
Auf dieser Seite finden Sie praktische Tipps für heiße Sommertage. Die wichtigsten Hinweise zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt haben wir hier für Sie zusammengefasst. Weiterführende Informationen finden Sie in den verlinkten Dokumenten.
Weiterführende Links und Veröffentlichungen
Gesundheit schützen
Schützen Sie sich vor Hitze. Trinken Sie ausreichend Wasser, halten Sie Ihre Wohnung möglichst kühl und passen Sie Ihren Tagesablauf an die hohen Temperaturen an. Wenn möglich, verlegen Sie Aktivitäten im Freien auf die Morgen- oder Abendstunden. Aktuelle Hitze- und Wetterwarnungen erhalten Sie über die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienst.
Weitere praktische Tipps finden Sie im Hitzeknigge:
Richtig lüften
An heißen Tagen sollten Fenster tagsüber möglichst geschlossen bleiben. Lüften Sie früh morgens oder am Abend, wenn die Außentemperaturen gesunken sind.
Besonders wirksam ist das Querlüften: Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster, damit die Luft durch die Wohnung strömen kann. Auch das Lüften über mehrere Etagen hilft: Warme Luft kann durch Fenster im Dachgeschoss entweichen, während kühlere Luft durch Fenster im Erdgeschoss nachströmt.
Das Gebäude vor Hitze schützen
Damit die Hitze gar nicht erst ins Gebäude gelangt, sollten Rollläden, Jalousien oder Vorhänge tagsüber geschlossen bleiben.
Zusätzlich können Sonnenschutz- oder Wärmeschutzfolien an Fenstern helfen, die Räume kühler zu halten. Auch gut gedämmte Gebäude heizen sich im Sommer weniger auf. Helle Fassaden reflektieren Sonnenlicht und können ebenfalls zum Hitzeschutz beitragen.
Eine Dach- oder Fassadenbegrünung kann die Aufheizung von Gebäuden zusätzlich verringern.
Naturnahe Gartengestaltung
Bäume spenden Schatten und sorgen durch die Verdunstung ihrer Blätter für natürliche Abkühlung.
Auch mit kleinen Maßnahmen können Gärten besser an Trockenheit und Hitze angepasst werden. Beispielsweise ist ein naturnaher Garten ist bei Hitze deutlich widerstandsfähiger als ein herkömmlicher Garten. Dank tief wurzelnder Wildpflanzen, dichter Bodenbedeckung und eines höheren Humusanteils speichert der Boden Feuchtigkeit wie ein Schwamm. Die Pflanzen müssen seltener gegossen werden und kühlen die Umgebungstemperatur durch Verdunstung aktiv ab.
Gegossen werden sollte möglichst gezielt und in den frühen Morgenstunden, damit das Wasser besser genutzt werden kann und weniger verdunstet.
Weitere Tipps für einen naturnahen Garten finden Sie auf dieser Informationsseite oder bei einem Besuch des Schaugartens hinter dem Rathaus in Wachtberg-Berkum.
Wasser für Tiere bereitstellen
Bei Hitze freuen sich viele Tiere über eine Wasserstelle. Schon eine flache Schale oder ein Blumenuntersetzer mit frischem Leitungswasser kann helfen.
Davon profitieren Vögel, Insekten, Eichhörnchen und andere Wildtiere. Auch auf Balkonen können kleine Tränken aufgestellt werden. Weitere Informationen bietet der NABU.
Wasser sparsam nutzen
Längere Trockenperioden können zu sinkenden Grundwasserständen führen. Das Befüllen von Pools oder die intensive Bewässerung von Gärten verstärken diesen Effekt.
Gehen Sie deshalb sparsam mit Wasser um. Ein trockener Rasen erholt sich nach Regen meist wieder von selbst.
Kein Feuer im Freien
Trockenheit erhöht die Gefahr von Bränden in Wäldern, auf Wiesen und in Gärten.
Verzichten Sie deshalb auf offenes Feuer im Freien. Dazu gehört auch das Abflämmen von Unkraut. Werfen Sie außerdem keine Zigarettenkippen in die Natur.