Das Eröffnungsfest fand am 20.09.2026 im und am Villiper Jugendhaus statt. Obwohl der Himmel grau war an diesem Tag, war alles da, was ein Eröffnungsfest braucht: Worte, die verbinden, Worte, die für ein Gemeinsam stehen – gesprochen von Bürgermeister Swen Christian, Pfarrer Michael Maxeiner und mit allen gemeinsam gesungen von Pfarrer Günter Schmitz-Valadier und seiner Gitarre. Gänsehautmomente – als die zehnjährige Elena „Freude schöner Götterfunken“ nicht nur sang, sondern dies auch in Gebärdensprache vortrug, begleitet von Thomas Neumann auf dem Akkordeon, als alle einstimmten bei „Stammbaum“ von den Bläck Fööss und „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. Ganz viel Lachen bei der anschließenden Spiel- und Spaßolympiade für Klein und Groß und beim Kinderschminken. Und Waffel-, Kuchen- und Kaffeeduft.
„Vive la chanson“ – man hatte das Gefühl, die Menschen im Saal kannten sie alle. Die Zuhörer waren textsicher und sangen mit – die französischen, aber auch italienischen Chansons, die die „Music Sisters“ am Abend des 20.09. im „Drehwerk“ präsentierten. Es war wie ein Kurzurlaub in Frankreich und in Italien – leicht, fröhlich und musikalisch. Die Spenden des grandiosen Abends kommen der Flüchtlings- und Integrationsarbeit der Gemeinde Wachtberg, hier dem Ökumenischen Arbeitskreis, zugute.
„Die Welt is(s)t in Wachtberg“ – dies ist nicht nur das Motto des schon fast zur Tradition gewordenen internationalen Kochens in der Lehrküche der Hans-Dietrich-Genscher-Schule, sondern es ist ein Gefühl, gepaart mit großer Freude am gemeinsamen Sein und Tun, mit Kochkunst und Düften nach Gewürzen und Essen aus aller Welt. Viele waren der Einladung zum gemeinsamen Kochen gefolgt. In diesem Jahr ging die Küchenreise nach Afghanistan, Burundi, Syrien, Deutschland, Pakistan und in die Ukraine. Beim anschließenden gemeinsamen Essen waren sehr oft „Ah“, „Oh“ und „Mmmh“ zu hören, und in den Gesichtern war ein Lächeln. Wer die Rezepte der vergangenen Interkulturellen Wochen nachkochen möchte, hat jetzt Gelegenheit dazu: Das Kochbuch „Die Welt is(s)t in Wachtberg“ ist druckfrisch erschienen und gegen eine Spende im Rathaus oder im Köllenhof (Büro Ehrenamtskoordination) zu bekommen.
Lebhaft diskutiert und sich ausgetauscht wurde am Freitag im Zuhörcafé im „Haus Helvetia“. Gibt es „Männer- und Frauenwelten“ in den Bereichen Familie, Arbeit, Freizeit und Religion? Wie ist das in den unterschiedlichen Ländern? Die Moderatorenteams an den verschiedenen Tischen spiegelten die Vielfalt des Themas wider. Männer und Frauen aus Afghanistan, der Ukraine, Syrien und dem Iran im Team mit Menschen aus Deutschland (auch mit unterschiedlicher Herkunftsgeschichte) luden zu Gesprächen ein. Ein Austausch von Lebenswelten, von Unterschieden und ganz vielen Gemeinsamkeiten, von gegenseitigem Lernen und Respekt.
Und am Sonntag war der Himmel blau, die Wimpel waren bunt, der Blick war weit und schön, die Hühner gackerten friedlich, es roch verführerisch nach Gegrilltem, und die Musik des großartigen „Kültürklüngelorkestars“ machte den Tag zu dem, was er sein sollte – einem Fest. Es wurde getanzt, gelacht, geredet, gut gegessen. Das war das Abschlussfest der Interkulturellen Woche in der Gemeinde Wachtberg. Ein Fest wie die ganze Woche es versprach und hielt: gemeinsam, vielfältig, fröhlich, miteinander, friedlich, bunt.
Dafür steht Wachtberg!
Die Interkulturelle Woche in Wachtberg wurde organisiert und ermöglicht durch:
- die Verwaltung der Gemeinde Wachtberg: Team des Sachgebietes Asyl, den Jugendfachkräften, Team Ehrenamtskoordination
- den Ökumenischen Arbeitskreis zur Begleitung Geflüchteter in Wachtberg
- das „Drehwerk“ in Adendorf
- den Verein der Freunde und Förderer der Jugendarbeit in Villip e.V.
- den Bürgerverein Werthhoven 1972 e.V.
Finanziell unterstützt wurde die Interkulturelle Woche in Wachtberg durch den Rhein-Sieg-Kreis und Fördergelder aus dem Ehe- und Familienfonds der katholischen Kirche.
