Die Zahl der Ehrenämter, die sie innehat, stellt sich im Laufe des Gespräches als immer größer heraus. Und irgendwann müssen wir beide lachen beim „Ach, das mache ich ja auch noch!“
Wie schafft sie all das nur? Woher nimmt sie die Energie und Zeit? Sie hat gleich zwei Jobs, Familie und engagiert sich ehrenamtlich im Verein zur Förderung der historischen Kirmes in Ließem e.V. und in der katholischen Kirchengemeinde. Für die Kirchengemeinde kümmert sie sich um die Kapelle und das Heiligenhäuschen in Ließem, baut zu Weihnachten die Krippe in der Kapelle auf, organisiert die Sternsingeraktion in und für Ließem … Zum Glück kann sie dabei auch immer auf Hilfe zählen, z.B von ihrer Mutter.
Ursulas Tag hat auch nur 24 Stunden stellen wir erleichtert fest. „Ich bin da so reingerutscht“, ist ein Satz, der häufiger fällt. Sie kennt es nicht anders: Ihre Eltern haben sich schon in Vereinen und im Ort engagiert, ihr Bruder ebenso – also irgendwie eine Familiensache, das Engagement.
In Ließem ist sie fest verwurzelt. Sie wohnt gemeinsam mit ihrer Familie und ihrer Mutter in dem Haus ihrer Urgroßeltern. Die Familie ist eine feste Stütze. Ließem, das ist Heimat. Und dafür kann jeder etwas tun.
Deshalb engagiert sie sich auch seit 2004 im Ließemer Scheunenkirmesverein. Bei der ersten Kirmes, die sie als Vereinsmitglied mitmachte, stand sie hochschwanger an der Theke und verkaufte Getränke. „Ich bin einfach dabei, war ja auch als Kind selbst auf der Kirmes. Kirche und Kirmes, das gehört zusammen.“
„Meine Ehrenämter machen mir Spaß und so kann ich etwas tun für Menschen, für meinen Ort. Ich kann Menschen zusammenbringen und auch Traditionen bewahren. Das treibt mich an.“
Wenn sie sich etwas wünschen könnte für ihren Ort und für ihr Engagement, was wäre das? „Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Ließemer und Ließemerinnen an den Angeboten und Veranstaltungen im Ort beteiligen und somit die Gemeinschaft in Ließem fördern und die Organisatoren in Ihrem Tun unterstützen. Man kann so viel selbst tun und nicht immer nur fordern und warten, dass etwas passiert.“
Wünschen würde sie sich auch noch mehr helfende Hände und Unterstützung für die Scheunenkirmes am zweiten Septemberwochenende (11.09.-13.09.) in Ließem. Ein großes Fest für ein kleines Dorf, für einen Verein. Ursula Rosenbaum ist auf jeden Fall dabei. Seien Sie es auch.
