Die Brennhaare entwickeln sich ab einem bestimmten Larvenstadium und dienen den Raupen als natürlicher Schutz. Bei Kontakt können sie unter anderem Hautreizungen, Juckreiz oder Reizungen der Augen und Atemwege auslösen. In seltenen Fällen sind auch stärkere allergische Reaktionen möglich.
Mit einigen einfachen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich verringern. Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Raupen, Gespinsten und befallenen Eichen. Auch Haustiere sollten von betroffenen Bereichen ferngehalten werden. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Brennhaare auch in älteren Gespinsten noch längere Zeit wirksam bleiben können.
Sollten Sie den Verdacht haben, mit Brennhaaren in Kontakt gekommen zu sein, empfiehlt es sich, die betroffenen Hautstellen nicht zu reiben oder zu kratzen. Wechseln Sie möglichst zeitnah Ihre Kleidung und duschen Sie gründlich, um anhaftende Brennhaare zu entfernen. Bei stärkeren Beschwerden oder allergischen Reaktionen wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.
Wenn Sie Nester des Eichenprozessionsspinners im öffentlichen Raum oder an Orten entdecken, von denen eine Gefahr für andere ausgehen könnte, informieren Sie bitte die zuständige Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer sind für den Umgang mit einem Befall auf ihren Flächen verantwortlich. Aus Sicherheitsgründen sollten Nester jedoch nicht selbst entfernt werden. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch entsprechend qualifizierte Fachbetriebe erfolgen.
In Wäldern oder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen kann eine Bekämpfung nur eingeschränkt möglich sein. Deshalb können Rad- und Wanderwege bei Bedarf zeitweise gesperrt werden. Bitte beachten Sie entsprechende Hinweise und Absperrungen.
Mit Aufmerksamkeit und einem umsichtigen Verhalten lassen sich mögliche Gesundheitsrisiken gut vermeiden. So tragen alle dazu bei, sich selbst und andere wirksam zu schützen.
