Mitteilung aus dem Rathaus

Wandern mit Geschichten aus dem Töpferort Adendorf 

Die Vereinsvorsitzende führte an die vier Standorte des Töpferpfades, und nach vielen Informationen zu den ehemals fast fünfzig Töpfereien endete die Wanderung nach über einer Stunde in der noch aktiven Töpferei Günther. Dort wurden die Teilnehmerinnen von Seniorchef Paul Günther empfangen, der über seine Vorfahren bis ins Jahr 1740 berichten konnte. Außerdem wurden alle Stufen und Formen des Tons, vom Ausgangsstoff bis zum fertig gebrannten Produkt, ausführlich auch an Modellen erläutert. Sämtliche Fragen wurden beantwortet, und es gab die Möglichkeit, selbst Hand an der Töpferscheibe anzulegen. In der Töpferei können langfristig Töpferkurse für bis zu 8 Personen gebucht werden. Auch im Hof und am ehemaligen Ofen, wo eine Ausstellung der Produkte aus den letzten Jahrhunderten gezeigt wird, gab es viele Informationen. Mit dem Blick in die Löcher des Ofens, in die das Salz während des Brandes für die berühmte blau bemalte Salzkeramik geworfen wurde, endete die Führung, und jede Teilnehmerin erhielt noch eine gebrannte Sonne zur Erinnerung.

Das gemeinsame Abendessen im Drehwerk, das Rudi Knorr, der Kassenwart des Vereins, in Eigeninitiative als Kino und Eventgastronomie im Jahre 2007 in einer ehemaligen Töpferei eröffnet hat, fand der interessante Wandernachmittag seinen Abschluss.

Die Pflege der Geschichte und der Traditionen unserer schönen Gemeinde, die Bestandteil unserer Vereinssatzung ist, werden weiterhin Schwerpunkt unserer Aktivitäten sein, und in diesem Sinne wird 2027 auch unser 25. Gründungsjubiläum begangen.

(Wachtberger Wander-Verein, D. Barthel, Vorsitzende)