Nur einen Tag nach dem offiziellen Weltspieltag stand der Austausch mit Schülerinnen und Schülern an gleich zwei Wachtberger Grundschulen auf dem Programm. Als Träger des Siegels Kinderfreundliche Kommune fühlt sich die Gemeinde Wachtberg den Rechten und Interessen von Kindern und Jugendlichen in besonderer Weise verpflichtet. Anfang des Jahres wurde dieses Bekenntnis zusätzlich in der Hauptsatzung der Gemeinde verankert. Damit ist die Berücksichtigung der Belange von Kindern und Jugendlichen dauerhaft als wichtiger Bestandteil des kommunalen Handelns festgeschrieben, und es gibt jede Menge zu tun.
Der Tag begann mit einem Besuch in der Grundschule Berkum. Dort war Bürgermeister Christian bestens vorbereitet, denn die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen hatten ihm bereits vorab einen ganzen Stapel Postkarten mit ihren Wünschen und Anregungen zukommen lassen.
Der Spitzenreiter unter den Anliegen: Wann öffnet das Schwimmbad endlich wieder? Der Bürgermeister erläuterte ausführlich die Gründe für die Verzögerungen bei der Sanierung, und kritische Nachfragen wurden beantwortet. Auch wenn noch kein Fertigstellungstermin genannt werden konnte, fühlten die Kinder sich ernst genommen und waren dankbar für die Erklärung.
Auf Platz zwei der Wunschliste landeten neue Reifenschaukeln für den Spielplatz an der Schule. Ein Anliegen, das der Bürgermeister gerne mitnahm.
Anschließend führte der Weg zur Grundschule Niederbachem. Dort hatte das Schülerparlament den Bürgermeister eingeladen. Auch hier stand das Schwimmbad ganz oben auf der Tagesordnung. Wieder hörten die Kinder aufmerksam zu und nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen.
Zum Glück brachte der Bürgermeister auch erfreuliche Nachrichten mit: Die Fertigstellung des neuen Multifunktionsfeldes auf dem Schulhof rückt in greifbare Nähe. Zudem sollen voraussichtlich in den Sommerferien die lang erwartete Nestschaukel und der vorgesehene Kriechtunnel installiert werden.
Neben Spiel- und Sportmöglichkeiten interessierten sich die Kinder auch für mögliche Verbesserungen der Verkehrssicherheit. Sie lernten den Schadensmelder auf der Internetseite der Gemeinde kennen und regten an, den Webauftritt künftig um einen eigenen Bereich für Kinder zu ergänzen. Auch die Idee eines inklusiven Spielplatzes wurde diskutiert – ein Vorschlag, den der Bürgermeister für die Zukunft durchaus wichtig findet.
„Wer wissen möchte, was Kinder in unserer Gemeinde bewegt, sollte sie einfach fragen“, resümiert Bürgermeister Swen Christian. „Die Gespräche haben gezeigt, dass Kinder sehr genau beobachten, klare Vorstellungen haben und konstruktive Vorschläge machen. Diese Perspektive ist für unsere Arbeit ausgesprochen wertvoll.“
Für den Bürgermeister und die Verwaltung steht nun fest: Der Aktionsplan mit den Maßnahmen zur Umsetzung der Kinderrechte ist eine Herausforderung. Die gute Nachricht: Auf die Unterstützung der Zielgruppe können sie sich verlassen.
