Die interaktive Gartenausstellung „Was sollen denn die Leute denken? - Über das Unvermögen, mit fremden Köpfen zu denken“ widmete sich der weit verbreiteten Annahme zu wissen, was andere denken.
Photographien, die teilweise in den Bäumen hängen, Texte, die erst auf den zweiten Blick zu sehen waren, und Bronzen, die sich unter Büschen versteckten, waren die unterschiedlichen Medien, die die Besucher auf ihrem Weg durch den Garten begleiteten. Clevers hintersinnige Installationen aus alltäglichen Objekten luden dazu ein, aktiv mitzuspielen und durch eigene Ideen und Handlungen das „gedankenschwere“ Thema spielerisch zu erfahren. „Berühren“ war an vielen Stellen ausdrücklich erwünscht „denn erst durch die aktive Auseinandersetzung der Besucher mit den Installationen entsteht die Kunst“, so Clevers Credo in all ihren Gartenausstellungen.
Die Ausstellung richtete sich an alle, die schon einmal ein Kleidungsstück nicht getragen, einen Satz nicht gesagt oder eine Idee nicht umgesetzt haben, weil „Die Leute“ etwas denken könnten.
.Aber wer sind nun eigentlich „Die Leute“? Wie heißen sie? Wo wohnen sie? Und vor allem: Wer hat ihnen die Macht verliehen, ständig etwas über uns zu denken und uns dadurch zu reglementieren?
Anschließend konnte man sich den Exponaten von Herrn Werner Siebigteroth widmen. Der Holzkünstler bereicherte in diesem Jahr schon zum sechsten Mal Clevers Bildergarten. Er präsentierte seine neuen Drechselarbeiten aus heimischen Edelhölzern. Im Laufe des letzten Jahres waren eine Fülle von Vasen, Schalen und diverse Kreisel entstanden. Gerne stand er Rede und Antwort zur Herkunft seiner Hölzer und zu den benutzten Techniken.
