Nach 25 Jahren als Förster gab Klamer seine sichere berufliche Position auf und machte sich im Februar 2021 auf eine mehr als acht Monate dauernde Wanderung durch Deutschland. Insgesamt legte er rund 6.000 Kilometer zurück. Sein Ziel: den Zustand der deutschen Wälder unmittelbar vor Ort zu erleben und mit Förstern, Wissenschaftlern und anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Auf seiner Reise durchquerte Klamer Wälder unterschiedlichster Art. Er erlebte Regionen, die von den Folgen von Dürre und Stürmen schwer getroffen waren, begegnete Wildkatzen und Wildschweinen und hörte Hirsche röhren und Wölfe heulen. Gleichzeitig beschäftigte er sich intensiv mit der Frage, wie eine Waldbewirtschaftung aussehen kann, die den Wald langfristig stärkt und ihn widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels macht.
Aus seinen Erlebnissen entstand ein Vortrag, der persönliche Reiseerfahrungen mit eindrucksvollen Naturaufnahmen und fachlichen Einblicken in den Zustand unserer Wälder verbindet. Dabei geht es nicht nur um die Probleme, vor denen die Wälder stehen, sondern auch um die Faszination für diesen Lebensraum und die Frage, wie ein zukunftsfähiger Umgang mit dem Wald gelingen kann.
Die Stiftung Erdheilungsplätze lädt zu dem Vortrag am Samstag, 7. November 2026, um 18:00 Uhr in die Windmühle in Wachtberg-Villip ein. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Plätze ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an partner@erdheilungsplaetze.de erforderlich.
Der Abend soll Gelegenheit geben, Deutschlands Wälder einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen – und darüber ins Gespräch zu kommen, wie viel Wildnis, Natur und Wald wir in Zukunft brauchen.
Foto: G. Klamer
