Mitteilung aus dem Rathaus

Wachtberg beim Aktionstag Starkregen- und Hochwasserschutz in Bornheim

Im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium informierten Fachleute, Kommunen, Organisationen und Unternehmen über die Gefahren durch Starkregen und Hochwasser, richtiges Handeln im Ernstfall und Möglichkeiten, Schäden frühzeitig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Auch die Gemeinde Wachtberg war gemeinsam mit den weiteren Kommunen der Klimaregion Rhein-Voreifel sowie den Städten Bonn und Brühl vor Ort und stellte ihre Maßnahmen und Angebote zur Starkregenvorsorge und Klimaanpassung vor.

Am Stand der Gemeinde Wachtberg standen der Starkregenberater der Gemeinde, der Klimaschutzmanager und der Klimaanpassungsmanager für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Dabei zeigten sie die vielfältigen Beratungs- und Informationsmöglichkeiten der Gemeinde auf. Diese reichen beispielsweise von der Beratung zum Schutz von Gebäuden und Grundstücken vor Starkregen über Fragen zur Entsiegelung und Gestaltung von Flächen bis hin zu Möglichkeiten der Regenwasserrückhaltung und weiteren Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Ein weiteres Beratungsangebot der Gemeinde ist die Starkregengefahrenkarte, anhand derer Bürgerinnen und Bürger die mögliche Gefährdung ihres Grundstücks durch Starkregen einsehen und geeignete Vorsorgemaßnahmen ableiten können. Auch naturbasierte Lösungen standen im Fokus. So wurde unter anderem auf die Anlage von Blühwiesen mit heimischem Regiosaatgut hingewiesen. Kostenlose Samentütchen konnten direkt am Stand mitgenommen werden. Auch die bis zum 31. Oktober noch laufende Aktion „Abpflastern“ wurde vorgestellt. Dabei unterstützt und fördert die Gemeinde Wachtberg die Entsiegelung privater Flächen und möchte dazu anregen, befestigte Flächen zurückzubauen und wieder wasserdurchlässig zu gestalten.

„Starkregen und Hochwasser machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Umso wichtiger ist es, dass wir uns interkommunal austauschen, voneinander lernen und gemeinsam daran arbeiten, unsere Kommunen widerstandsfähiger zu machen“, sagt Jeannette Herrmann, Beigeordnete der Gemeinde Wachtberg. „Genauso wichtig ist aber die private Vorsorge. Jeder kann etwas tun, um das eigene Haus und Grundstück besser zu schützen. Der Aktionstag zeigt ganz praktisch, welche Möglichkeiten es dafür gibt.“

Einen anschaulichen Blick auf die Ursachen und Auswirkungen bot die Ausstellung „Klima im Wandel“. Sie zeigte Zusammenhänge zwischen dem menschengemachten Klimawandel, Wetterextremen und Starkregenereignissen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) informierte darüber hinaus über die Klimafolgen für die Region, Starkregengefahrenkarten und Möglichkeiten der Klimaanpassung.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Starkregenvorsorge auf verschiedenen Ebenen ansetzen muss. Neben Informationen zu den Folgen des Klimawandels standen konkrete Schutzmaßnahmen für Gebäude und Grundstücke ebenso im Mittelpunkt wie naturbasierte Lösungen. So ging es unter anderem um Dachbegrünung, Entsiegelung und natürliche Regenrückhaltung. Die Feuerwehr Bornheim gab zudem Einblicke in die Gefahrenabwehr und zeigte anhand der Flutkatastrophe von 2021 auch die Grenzen der Einsatzmöglichkeiten auf.

Der Aktionstag findet jährlich in einer der linksrheinischen Kommunen statt und wird von der Linksrheinischen Interkommunalen Zusammenarbeit (LIZ) getragen. Die Veranstaltung soll Bürgerinnen und Bürger für die Risiken von Starkregen und Hochwasser sensibilisieren und zugleich konkrete Hilfestellungen für die eigene Vorsorge geben.