Ein entsprechendes Grundstück war schnell gefunden: Eine Ablagefläche des Bauhofs in der Berkumer Neuen Mitte soll schon bald zum Insektenparadies werden. Nur geht das nicht von selbst, weswegen an einem Morgen Ende März eine erste und eine vierte Klasse der Berkumer Grundschule anrückten, um den verantwortungsvollen Job der Einsaat zu übernehmen.
Der Boden war bereits vorbereitet – drei Mal gefräst, zwei Wochen abgesetzt, die Bodenstruktur feinkrümelig. Ein bisschen lernen gehörte auch dazu: Welche Insekten kennt ihr? Warum sind Bienen, Schmetterlinge und Käfer wichtig? Was passiert, wenn es weniger Blumen gibt? Die kleinen Gärtnerlehrlinge waren bereits gut informiert, aber um das Problem so richtig deutlich zu machen, wurde noch ein Spiel gespielt: Finde deine Blume – was immer schwieriger wird, da immer weniger Natur vorhanden ist.
Anschließend ging es an die Arbeit – die Eimer mit heimischem Saatgut standen schon bereit: in Zweiergruppen schön gleichmäßig das Saatgut verteilen, einmal längs und einmal quer gemeinsam in einer Linie und dabei darauf achten, langsam, locker und breitwürfig auszustreuen.
Die Kinder erledigten ihre Aufgabe konzentriert und zuverlässig, doch jetzt heißt es erst mal Geduld haben, denn so eine Blühwiese braucht ein wenig Zeit. Natürlich kann man zwischendurch immer mal nachsehen, was passiert. Aber damit das Warten nicht zu lang wird, bekam jedes Kind zum Abschluss ein Samentütchen zum Nachmachen für zu Hause und ein Ausmalbild.
