Gemeinde Wachtberg

Jahresrückblick 2021 - In Wachtberg geht´s voran

Mitteilung aus dem Rathaus (Logo) Wachtberg - Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Die Zeit zwischen den Jahren gibt die Gelegenheit, das Jahr Revue passieren zu lassen und einen Blick darauf zu werfen, was innerhalb des Jahres alles geleistet wurde und passiert ist. Mit Blick auf die Gemeindeverwaltung fällt dieses Bilanz sehr positiv aus:

Aus dem Bereich Infrastruktur und Bau
Der Neubau des Feuerwehrhauses in Pech wurde inkl. der naturnahen Begrünung im Umfeld fertiggestellt und zur Freude der Löschgruppe bezogen.

Die Sanierung der Grundschule Pech ist vollständig abgeschlossen und die Planungen zur Gestaltung des neuen Schulhofs sind beschlossen worden. Auch die  Planungen für den Pecher Spielplatz wurden verabschiedet. In Berkum wurden an der Grundschule drei OGS-Klassenräume in kürzester Zeit saniert. Die Bauarbeiten zu den Brandschutzmaßnahmen am Schulzentrum sind seit den Sommerferien erfolgt und die weitere (energetische) Sanierung beschlossen. Zur Sanierung und Erweiterung der Turnhalle Niederbachem werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2022 die Baumaschinen rollen. Für den maroden Anbau am Bestandsgebäude der Kita Ließem wurde kurzfristig ein Provisorium in Modulbauweise auf dem Schützenplatz geschaffen. Um das Risiko von Corona-Infektionen weiter zu senken, wird mit Hochdruck daran gearbeitet, schnellstmöglich festinstallierte Lüftungsanlagen in Schulen und Kitas einzubauen. In der Grundschule Pech und den OGS-Räumen an der Grundschule Berkum sind diese Anlagen bereits verbaut worden. Die anderen Gebäude folgen schnellstmöglich.

Mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen ging es ebenfalls voran: Die Haltestelle in Adendorf ist fertiggestellt und der Baubeginn der nächsten vier Haltestellen „Seniorenpark“ in Berkum, „Kommunalweg“ und „Hermesgarten“ in Gimmersdorf und „In der Held“ in Niederbachem steht im neuen Jahr kurz bevor. Fünf weitere befinden sich in Planung.

Die Planungen für den Henseler Hof im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes Niederbachem wurden final abgestimmt und beschlossen. Der Ausbau der Mehlemer Straße und des Bachplatzes hat begonnen, die Bauarbeiten sind derzeit im Gange.

Für den Umbau des Dorfsaals Gimmersdorf sowie die Gestaltung des Platzes liegen die Förderbescheide vor. Im ersten Halbjahr 2022 rechnet die Gemeinde mit dem Baubeginn. Zu einem ähnlichen Zeitpunkt wird voraussichtlich mit der Sanierung und Erweiterung des Hallenbades in Berkum begonnen.

Ebenso befindet sich die Brücke Rodder Kirchweg im Bau. Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Holzem und Villip wird Anfang 2022 ausgebaut.

Zu den Themen Mobilität und Umwelt
Vor dem Rathaus und am Henseler Hof in Niederbachem sind zwei feste eBike-Stationen entstanden, an denen eBikes der RVK ausgeliehen werden können. Zusätzlich gibt es vier so genannte virtuelle Stationen im Gemeindegebiet. Damit die Räder auch entsprechend genutzt werden können, wurde auch der Radwegebau vorangetrieben. Derzeit werden die Radwege an der L123 und am Gut Haus Holzem sowie an der K 58 in Villip gebaut. Die finalen Planungen zur Fahrradstraße zwischen Berkum und Gimmersdorf (Berkumer Weg und Stumpebergweg) werden im neuen Jahr nochmals im Ausschuss vorgestellt.

Um den Parkdruck in den Ortschaften zumindest für Neubaumaßnahmen zu lindern, wurde jüngst eine Stellplatzsatzung beschlossen, die für Bauherren Verpflichtungen enthält, eine bestimmte Anzahl an Parkplätzen auf dem Grundstück nachzuweisen.

Öffentliche Flächen werden dahingehend bewertet, inwieweit sie naturnah und insektenfreundlich gestaltet werden können. Dazu erfolgen Kartierungen, die für einen ersten Teil bereits im zuständigen Ausschuss vorgestellt wurden. Durch eine Umstellung der Pflegearbeiten kann hier strukturiert dem Umwelt- und Insektenschutz Rechnung getragen werden.

Schule, Soziales und Kultur
Nach einer Unterbrechung in 2020 haben dieses Jahr die Wachtberger Kulturwochen wieder stattgefunden. Unterm Strich war es wieder ein voller Erfolg und die Beteiligung alter und neuer Künstler überwältigend! Der Drache auf dem Kreisverkehr am EKZ erhielt seinen Namen: „Godart von Wachtberg“. Im Austausch mit den Vereinen und Engagierten erarbeitet die Gemeinde eine Engagementstrategie, um das Ehrenamt in Wachtberg noch zielgerichteter und stärker zu unterstützen.

Im Rahmen des Förderprogramms „Extra-Zeit zum Lernen“ hat die Gemeinde gemeinsam mit einigen Anbietern ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, um durch die Corona-Maßnahmen entstandene Lernrückstände bei Schülerinnen und Schülern aufzuholen. Die Digitalisierung an den Schulen wird immer weiter forciert: Die Ausstattung mit Endgeräten und die strukturierte Gebäudeverkabelung (z.B. zur WLAN-Ausstattung) sowie deren bauliche Planung zählten zu den Schwerpunkten.

Umgang mit Corona in Wachtberg
Im Frühjahr hat die Gemeinde mit der Freiwilligen Feuerwehr für die Seniorinnen und Senioren Fahrten zum Impfzentrum angeboten und organisiert. Insgesamt wurden 166 ältere Menschen nach Sankt Augustin gefahren. Erst kürzlich fand der letzte der bislang vier Impftermine statt, die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis organisiert hat.

Vom Land werden an den Grundschulen und vom Kreis in den Kitas PCR-Lolli-Pooltestungen angeboten. Die Gemeinde sorgt dafür, dass die Tests aus Wachtberg und anderen linksrheinischen Kommunen verlässlich ins Labor nach Köln kommen. So gelingt es, Infektionen und Ausbrüche frühzeitig zu erkennen. Für die Zeit, in der die OGS wegen Corona geschlossen bleiben musste, wurden die OGS-Gebühren von der Gemeinde erstattet.

Zum Starkregen im Juli
Aufgrund vorausschauender Planung konnte beim Starkregen im Juli Schlimmeres vermieden werden: Alle Durchlässe und Abläufe wurden nochmals vom Bauhof und der AöR kontrolliert und gereinigt. Auch die langfristigen baulichen Maßnahmen haben gegriffen. In Wachtberg waren daher kaum Schäden zu verzeichnen. In der Folge haben die Gemeinde, die Freiwillige Feuerwehr und zahlreiche Ehrenamtler in den betroffenen Regionen in vielfältiger Weise unterstützt. Die Starkregenvorsorge bleibt nach wie vor prioritäre Daueraufgabe.

Haushalt und Verwaltung
Bei der Aufstellung des Haushalts 2021 konnte eine Erhöhung der Steuern vermieden werden. Gleichsam wurden erste Grundsteine für eine Konsolidierung des Haushalts gelegt und ein Haushaltssicherungskonzept ist nicht notwendig.

Für die Beschäftigten wurde neben der Möglichkeit für ein Jobticket auch ein Dienstradleasing geschaffen. Damit wird der Umstieg auf ein eBike noch attraktiver.

Bei der Digitalisierung in der Verwaltung werden mit der Umstellung auf serverbasierte Benutzerprofile wichtige Grundsteine gelegt. Für die Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen wird ein konkreter Fahrplan erarbeitet. Die Neugestaltung der Homepage wird finanziell im Haushalt 2022 eingeplant. Die Ratsarbeit wurde bereits vollständig digitalisiert. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 408 Vorlagen für die Politik erstellt (Vorjahr: 285). Davon waren 231 Beschlussvorlagen (Vorjahr: 192) und 138 Berichte / Kenntnisnahmen (Vorjahr: 80).

„Ich bin stolz darauf, was durch die Verwaltung an allen Ecken und Enden in unserer Gemeinde geleistet wird“, freut sich Bürgermeister Jörg Schmidt. „Als ich sämtliche Projekte des Jahres nochmals in einer Liste gesehen habe, konnte ich kaum glauben, dass die Themen in dieser Schlagzahl angepackt werden. Man sieht, dass die Verwaltung die Themen mit Volldampf voranbringt.“ Mit Blick auf das kommende Jahr wünscht sich der Bürgermeister „dass Rat und Verwaltung an einem Strang ziehen, um die wichtigen Projekte für Wachtberg weiterzuentwickeln. Nur so kann Wachtberg noch lebens- und liebenswerter werden!“