Gemeinde Wachtberg

Förderprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ war ein voller Erfolg

Förderprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ - begeisterte Judoka (Foto: privat) Wachtberg - Die Coronapandemie hat Eltern, aber vor allem Kinder vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Lernen auf Distanz, im Wechselunterricht, das Fehlen der Freunde und ein neuer Schulalltag haben Spuren bei jedem Einzelnen hinterlassen.

Das im Rahmen vom Ministerium für Schule und Bildung zusammengestellte Förderprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ zielt genau auf das Begleichen der Defizite ab.

Nachdem der Gemeinderat im Sommer 2021 die Haushaltsmittel für 20 Maßnahmetage zur Verfügung gestellt hatte, fand in Wachtberg im Zeitraum von Oktober bis in den Dezember 2021 hinein die Umsetzung des Förderprogramms statt. Zielgruppe waren vor allem die Grundschulkinder, der Klassen 2 bis 4. Aber auch die Schüler und Schülerinnen der Hans-Dietrich-Genscher-Schule konnten an Angeboten teilnehmen.

Das Angebot war vielseitig und erstreckte sich im schulischen Bereich hauptsächlich auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Hier saß man jedoch nicht den ganzen Tag vor den Büchern, sondern lernte spielerisch das Einmaleins. Im sportlichen Bereich wurde ein Judo-Training angeboten. Judo fördert nicht nur die Fitness und Gesundheit, nein es fördert auch das Selbstbewusstsein. Und wer dachte, beim Judotraining habe man nichts mit den schulischen Fächern am Hut, hatte falsch gedacht, denn auch hier wurde durch Spiele das logische Denken gefördert. Wer lieber in den Bereich Technik hineinschnuppern wollte, konnte beim Programmieren mit Scratch Figuren zum Leben erwecken und Geschichten programmieren. Wer sein Zimmer vor Geschwistern und Eltern schützen möchte, der war beim Thema Calliope richtig angemeldet. Aber auch beim Programmieren lernte man etwas für andere Fächer, etwa Deutsch, Mathematik und Englisch.

So vielseitig das Programm war, so vielseitig waren auch die elf Anbieter. Neben aktiven Lehrern, OGS-Betreuern, Bundesfreiwilligendienstlern sowie ehrenamtlich Tätigen hatten sogar pensionierte Lehrer/innen noch einmal richtig Spaß, den Kindern etwas beizubringen.

Losgelöst vom Schulalltag gestalteten die Anbieter ein abwechslungsreiches Programm an Ferien- und Wochenendtagen.

Die Bereitschaft, sich zu den Angeboten anzumelden war riesig, so dass fast alle 300 zur Verfügung stehenden Plätze ausgebucht waren. Teilweise gab es sogar lange Wartelisten. Durchweg positives Feedback wurde nicht nur von Kindern und Eltern geäußert, sondern auch von den Anbietern selbst. Es war ein voller Erfolg für alle und eine absolute „Win-win“-Situation für beide Seiten. Denn nicht nur die Kinder lernten Neues bzw. vertieften ihr Wissen, sondern auch die Anbieter lernten Neues von den Kindern. Spaß und Freude am Lernen, aber vor allem das Miteinander hat in dieser Zeit allen besonders gut gefallen.

Förderprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ - begeisterte Judoka (Foto: privat)Manche Kinder waren sogar so begeistert, dass Dinge zum Programmieren oder ein neuer Judoanzug auf dem Wunschzettel an das Christkind landeten. Ob das Christkind alle Wünsche erfüllen konnte, das bleibt wohl ein Geheimnis.

Aber nach dem Programm ist sprichwörtlich vor dem Programm, so dass eine zweite Auflage des Programms für das Frühjahr 2022 geplant ist. Auch hier sind wieder 20 Maßnahmetage geplant. Sobald das Programm feststeht ist, werden die Eltern weitere Informationen über die Schulen erhalten. Zusätzlich wird das Programm nebst Anmeldebogen auf der gemeindlichen Homepage www.wachtberg.de abrufbar sein.

Als Ansprechpartner stehen seitens des Fachbereiches 3 Bildung, Jugend und Sport, Sandra Schmitz (Tel. 0228/9544189 und per E-Mail: sandra.schmitz@wachtberg.de) und Veronika  Flaspöhler (Tel. 0228/9544191 und per E-Mail: veronika.flaspoehler@wachtberg.de) zur Verfügung.  (FB3, Sandra Schmitz)