Gemeinde Wachtberg

Wenn der Revisor kommt

Kellertheater Chateau Pech: Regieanweisung von Gundula Schroeder (li.). (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Pech (mm) – Es raschelt, die meisten Akteure halten ihre Textvorlagen in der Hand, immer wieder schauen sie darauf… die Proben stehen noch ganz am Anfang. Interessant zu sehen, wie ein neues Theaterstück eingeübt wird.

12. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 


Das dachte sich auch Gundula Schroeder, Regisseurin des Kellertheaters Chateau Pech. Im Rahmen der 12. Wachtberger Kulturwochen hatte sie so noch kurzfristig zu einer Offenen Probe eingeladen.

„Der Revisorvon Nicolai Gogol steht als nächstes Stück auf dem Spielplan des kleinen ambitionierten Theaters.

Kellertheater Chateau Pech: Regieanweisung von Gundula Schroeder (li.). (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

Das Ensemble hätte gerade mit den Proben begonnen, das Stück müssten sich alle noch erarbeiten, und ihre Texte könnten die Spieler zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, erklärte Schroeder das „unperfekte“ Geschehen auf der Bühne. Da muss als Weinflasche schon mal die Sprudelflasche herhalten oder ein Schauspieler den Part eines an diesem Probenabend ausgefallenen Mitspielers übernehmen. Die Stimme kommt in diesem Fall aus dem Off, gelesen von der Souffleuse.

 

Langsam finden sich die Akteure in ihren Rollen ein. Wer hat wo wie lange zu stehen? Die Regieanweisungen sind klar und deutlich. Mit erfahrenem Blick leitet Gundula Schroeder ihre Schauspieler an, gibt hier eine Anregung, demonstriert an anderer Stelle persönlich, wie sie sich die Haltung des einen oder anderen in der speziellen Szene vorstellt. Es ist ein konzentriertes, dabei aber auch lustiges Miteinander. Man spürt, dass das Team nicht das erste Mal zusammenspielt.Kellertheater Chateau Pech: Dass sich ein Revisor angekündigt hat, sorgt für Aufregung bei den Dorfbewohnern. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

„Wir hoffen“, zeigte sich Schroeder zuversichtlich, „dass aus dem jetzt Gezeigten noch etwas werden wird.“

Das Stück von Gogol, erläuterte die Kellertheater-Leiterin in ihrer Begrüßung, behandle ein Thema, das auch in der heutigen Zeit aktuell sei: Es geht um Korruption und Vetternwirtschaft. Man darf also gespannt sein.

 

Geplanter Premierentermin ist der 26. Oktober 2018.