Gemeinde Wachtberg

Die Perlen des Glaubens

Perlen des Glaubens: Die goldene Kugel bildet Anfang und Ende des Perlenbands. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mf) Wachtberg-Pech (mf) – „Wie fühle ich mich gerade? Was brauche ich? Wie kann ich gelassener sein?“ – mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der pensionierte Bischof Martin Lönnebo aus Schweden. Er hatte 1995 die Idee zu einem Perlenband des Glaubens.

12. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 

Es geht dabei um die Vermittlung der Botschaft des christlichen Glaubens, die in der modernen Welt leider viel zu oft verloren geht. Mit dem Perlenband will er den Menschen etwas Greifbares in die Hand legen, von dem sie berührt werden. Der „Frälsarkransen“ (deutsch: Rettungsring/Erlöserkranz) ist für ihn ein „Trainingsgerät für die Seele“, das hilft sich zu konzentrieren, sich nach innen zu richten und auf Gott.

In der sonnendurchfluteten Evangelischen Gnadenkirche in Pech zog Bettina Oehm mit ihrer ruhigen Stimme die gespannt lauschenden Zuhörer in ihren Bann oder besser in den Bann der „Perlen des Glaubens“.

Perlen des Glaubens: Die goldene Kugel bildet Anfang und Ende des Perlenbands. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mf)


Anfang und Ende ist die Gottesperle, die größte, goldene Perle, die symbolisch für den Dank für alles, was Gott den Menschen gibt, steht. „Sei kostbarer für uns als das wahre Gold“, rezitierte Bettina Oehm. An diese goldene Perle reihen sich die weiße ICH-Perle, die schwarze, die die Nacht symbolisiert, die grüne Perle der Geheimnisse, zwei rote Perlen für die Liebe, die blaue Perlen für mehr Gelassenheit, die beigefarbene für die Wüste sowie zwei helle Kugel, eine große für die Taufe, die kleine für das Ich. Und zwischendrin immer wieder die Perlen der Stille, die einladen, sich auf sich zu besinnen, den eigenen Atem und Empfindungen bewusst wahrzunehmen. Mit dem nachhallenden Ton der Klangschale erzeugte Bettina Oehm eine spürbare, fast atemlose Stille in der Pecher Kirche und bei den anwesenden Gästen. Eine Stille, die so wichtig für das Wohlbefinden und die seelische und geistige Zufriedenheit der Menschen ist, so Oehm.


Harmonisch untermalt wurden die Erläuterungen zu den Bedeutungen der einzelnen Perlen durch das einfühlsame Spiel von Wolfgang Oehm (Kontrabass) und Peter Trier-Hesse (Saxophon). Die beiden Musiker ließen sich von der Rezitation zu spontanem Komponieren verleiten.

Mit dem gesprochenen und von Kontrabassklängen begleiteten „Vater unser“ entließ das Trio ein beseeltes Publikum in die wundervolle Stimmung der lauen Sommernacht.