Gemeinde Wachtberg

Zu sechst - Pas de deux im Atelier Moja

Atelier Moja: ‚Pas de deux‘ (vorne) und ‚Fallende Tücher‘ (an d. Wand li.) von Martha Barduhn sowie Installationen von Michael Ansorge (an d. Wand re.). (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Niederbachem (mm) – Jedes Jahr gibt es etwas Neues zu entdecken im Niederbachemer Atelier Moja von Monique Jacquemin und Michael Ansorge.

12. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 


Im Rahmen der 12. Wachtberger Kulturwochen hatten die beiden auch dieses Mal wieder interessante Gastkünstlerinnen und -künstler zu sich eingeladen.


Kunst im Fachwerk-Atelier
So präsentierten im kleinen Fachwerkhaus, das als Atelier und Galerie fungiert, neben Gastgeberin Jacquemin drei weitere Kreative ihre Werke.

Atelier Moja: ‚Die Arme aufgestützt‘ von Gitta Büsch. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)
Gitta Büsch
, einigen Besuchern durch ihre in früheren Wachtberger Kulturwochen gezeigten Tonarbeiten vielleicht noch in Erinnerung, stellte jetzt Malereien und Druckgrafiken aus. Besonders schön das Bildnis „Die Arme aufgestützt“. Auf rotem Ingres-Papier hat sie mit Acrylfarben eine Person mit leuchtend roten Haaren abgebildet. Aktzeichnungen, Aquatinta-Radierungen und eine Installation aus drei jeweils acht Bilder umfassenden Senkrechten, die sie „Kopflos“ genannt hat und die unterschiedliche menschliche Stimmungen zeigen, rundeten die Auswahl ihrer Werke ab.


Marlene und Hans Jochim Peters waren im letzten Jahr schon mit von der Partie.
Ihre Landschaftsmalereien der Bretagne und der Normandie beeindruckten auch dieses Mal auf Neue.
Atelier Moja: ‚Roscoff‘ von Marlene Peters. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Atelier Moja: Steilküste bei Etrtat, Normandie‘ von Hans Joachim Peters. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)
Während seine Frau sich der Aquarellmalerei widmet, berührend von ihr eingefangen die Stimmung des durch Ebbe und Flut stark wechselnden Erscheinungsbildes des Hafen von Roscoff, verwendet ihr Mann für seine Zeichnungen Pastellkreide.


Seine Abbildungen der oftmals gleichen Landschaften, wie die Steilküste bei Etretat, sind zwar ähnlich im Sujet, wirken dabei aber doch anders.

Atelier Moja: ‚Swimming Pool II‘ von Monique Jacquemin. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

Monique Jacquemin scheint sich dem nassen Element verschrieben zu haben. Zahlreiche ihrer Bilder hatten Schwimmbad-Szenen zum Thema, bei einem ist sie sogar ‚eingetaucht‘ ins Nass, zeigt es doch ein junges Mädchen unter Wasser. Daneben stellte sie kleine Tonfiguren aus, teils lustig anzusehen in ihren prallen Körperlichkeiten. Neu waren auch Jacquemins kleinformatige Pastellzeichnungen.

Atelier Moja: ‚Frauenspagat im Spiegel der Zeit‘, Bronze von Martha Barduhn. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)



Installationen in der alten Scheune
In der zur Ausstellungshalle umgebauten ehemaligen Scheune beeindruckte Martha Barduhn, der dritte Gast, mit ihren Skulpturen. Im Haus schon war sie mit ihrer Bronzeskulptur „Frauenspagat im Spiegel der Zeit“ aufgefallen. In der Halle amüsierte sie die Besucher mit einem Torso ab der Taille abwärts. Mit Rock bekleidet auf den ersten Blick als Frauenkörper auszumachen, entdeckte man auf den zweiten Blick dann Irritierendes – zwei unterschiedliche, sowohl männliche wie weibliche Beinkleider, zudem ein Bein nach hinten verdreht. „Pas de deux“ hat Barduhn diese Montage aus Roteiche betitelt. An der Wand hing aus Pappelholz eine weitere Skulptur, „Fallende Tücher“, wunderschön glatt geformt und mit starkem haptischem Reiz.


Hausherr Michael Ansorge hat sich in diesem Jahr ausstellungsmäßig zurückgehalten. Er war, wie er erzählte, anders kreativ. In Berlin habe er alte Türen entdeckt und diese so aufgearbeitet und angepasst, dass sie nun als Tor zur Halle dienen.

Atelier Moja: ‚Pas de deux‘ (vorne) und ‚Fallende Tücher‘ (an d. Wand li.) von Martha Barduhn sowie Installationen von Michael Ansorge (an d. Wand re.). (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Das Atelier Moja, Mehlemer Straße 18c in Wachtberg-Niederbachem hat nochmals am Samstag/Sonntag, 21./22.07.2018, jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr, geöffnet.