Gemeinde Wachtberg

Schmuck aus Wachtberg von Marcel Kirsten

Goldschmied Marcel Kirstens Wachtberg-Ließem - Am 23. Juli, dem letzten Tag der Tour de France, lud der Goldschmied Marcel Kirsten aus Ließem zu einer Hausausstellung ein. Bei ihm kann man Trauringe selber schmieden - was für eine tolle Idee: Paare, Verlobte und Ehepaare können so gemeinsam etwas ganz Individuelles schaffen.

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Aber es werden auch Freundschaftsringe gefertigt. Der seit 27 Jahren aktive und seit 2013 selbständigeGoldschmied erzählt, meistens schmieden die Paare die Ringe gegenseitig, d.h. er für sie und sie für ihn. In Marcel Kirstens Werkstatt stehen somit auch drei Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Ringe werden durch ihn vorgefertigt und die„Schmiedelehrlinge“ kümmern sich dann - natürlich unter seiner Anleitung - um das klassische Trauringfinish: Das Schmieden, Feilen, auf Maß anfertigen und ggf. die Schriftsetzung.

Goldschmied Marcel Kirsten: Ringe in japanischer Mokume Gane Technik. (Foto: Nadine Spenke)

 

Herr Kirsten hebt sich aber noch durch ein ganz anderes Fachgebiet vom Gros der Goldschmiede ab: Er hat sich auf die japanische Goldschmiedetechnik Mokume Gane spezialisiert. Dabei werden unterschiedliche, verschiedenfarbige Metallarten kombiniert, so dass eine Art Holzmaserung im Metall entsteht. Es ist eine exotische und handwerklich sehr aufwendige Methode der Schmuckherstellung, die einzigartige Ergebnisse liefert: Betrachtet man die Stücke, hat man fast das Gefühl, es würde sich um organische Substanz handeln. Wunderschön zieht sich die Maserung durch das Metall. Natürlich können auch Mokume Gane Trauringe geschmiedet werden.

Goldschmied Marcel Kirstens "Wachtberg-Schmuck". (Foto: Nadine Spenke)

 


Herr Kirsten entwickelte auch eine Kollektion mit Bezug zu Wachtberg: Auf Ringen und Anhängern finden sich typische Bauwerke, wie die Burg Gudenau oder die Fritzdorfer Mühle. Auch die weithin sichtbare„Wachtberger Kugel“ darf nicht fehlen. Fragt man den Goldschmied nach seinen Ideen, erfährt man von dem passionierten Radfahrer, dass er früher beim Radeln sehr nach dem Tacho und dem Puls geschaut hat. Seit einiger Zeit lässt er es aber etwas ruhiger angehen und macht etwas kleinere Touren in der Umgebung. Dabei öffnete sich sein Blick immer mehr für die schöne Wachtberger Gegend und seine vielen interessanten Bauwerke. Wie gut,dass Herr Kirsten es radtechnisch etwas langsamer angehen lässt, sonst wäre dieser besondere Schmuck so nie entstanden.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass beim Heimkommen gerade die letzten Meter der Tour de France im Fernsehen gesendet werden. (Nadine Spenke)