Gemeinde Wachtberg

21. Anton Raaff-Konzert - Überraschungen

Anton-Raaff-Konzert: Annette Briechle ließ ihre beeindruckende Stimme erklingen. (Foto: Nadine Spenke) Wachtberg-Berkum - Als Wolfgang Amadeus Mozart 1777 Anton Raaff das erste Mal in Mannheim hörte, trennte sie ein gewaltiger Altersunterschied. Raaff, damals der berühmteste Tenor seiner Zeit, war 63 Jahre alt, der junge Komponist 21.Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zwischen dem Österreicher und dem Sänger von der Burg Gudenau.

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200 Jahre später trafen beim 21. Anton Raaff-Konzert im Schulzentrum in Wachtberg-Berkum vor rund 400 Zuhörern wieder Jung und Alt aufeinander. Zwei Orchester standen gemeinsam auf der Bühne: Das Wachtberger Jugendorchester und das Wachtberger Kammerorchester. Zusammen waren es 70 Musiker - der jüngste neun und der älteste 81 Jahre alt.

Anton-Raaff-Konzert mit dem Wachtberger Jugend- und Kammerorchester … sowie Sängerin Annette Briechle. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

Es ist diese Begegung der Generationen, von der die Vorsitzende des Kammerorchesters, Nicole Wagner, so fasziniert ist: "Die Jungen lernen von der Erfahrung der Älteren, und diese wiederum können an der Spontaneität der Jugend teilhaben." Das tut auch Wagner selbst: Denn sie spielt als Klarinettistin mit. Das hat nach ihren Worten auch Einfluss auf das Programm: Viele Ältere blieben lieber bei der Klassik, während die Jungen Moderneres mögen.​

Anton-Raaff-Konzert: Beide Orchester stehen unter der Leitung von Hans Werner Meurer. (Foto: Nadine Spenke)Und wenn dann Jung und Alt zusammen spielen, gibt es natürlich einige Überraschungen: So wurde der Nachmittag mit einem Barockstück von Johann Sebastian Bach "Konzert in d-moll" eröffnet. Doch dann folgten der Queen-Klassiker "Who wants to live forever" und das legendäre "Music" von John Miles. Das Repertoire vervollständigten Robert Schumann und Robert W. Smith. Beeindruckend war, wie das Orchester mühelos zwischen den Musikrichtungen wechselte. Und die eingängigen Melodien machten einfach nur Spaß.

Anton-Raaff-Konzert: Renate Offergeld war bei allen 21 Raaff-Konzerten Zuhörerin und verpasste auch dieses nicht. (Foto: Nadine Spenke)

21 Jahre ist es her, als anlässlich des 200sten Todestages von Anton Raaff die Konzertreihe startete. Es war auch eine Hommage an die tiefe Freundschaft, die Raaff und Mozart miteinander verband. So war es keine Überraschung, dass auch in diesem Jahr ein Stück von Mozart (Sinfonie g-moll KV 550) gespielt wurde. (Nadine Spenke)