Gemeinde Wachtberg

Anspruchsvolle Musik und Gute Laune pur

Abschlusskonzert mit dem trio réminiscence. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Gimmersdorf (mm) – Der Spaß an der Musik, den die drei Musikerinnen des trio réminiscence versprühten, übertrug sich schnell aufs Publikum. Derart gut gelaunt entwickelte sich das Abschlusskonzert der diesjährigen Jubiläums-Kulturwochen im Atelier von Michael Franke zu einem ganz besonderen Höhepunkt und einem Finale, das bereits Vorfreude weckte auf die Kulturwochen 2017.

 

10. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

Nach dem als AAbschlusskonzert: (v.l.n.r.) Ingrid Wessels, Johanna Bolwin-Syré und Natalia Kazakova. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

uftakt gespielten Duett aus den Fantasiestücken von Robert Schumann bewies das Trio um Violinistin Johanna Bolwin-Syré, Cellistin Natalia Kazakova und Pianistin Ingrid Wessels schon mit dem zweiten und dritten Stück des als „Konzertanten Abschlussball“ betitelten Programms, dass alle drei Musikerinnen Könner ihres Instrumentes sind.

 

Liebe, die in Tönen springt

Keinen geringeren Komponisten als Dmitri Schostakovich und dessen anspruchsvolles Klaviertrio Nr. 1 op. 8 hatten sie ausgewählt. Schostakovich, wusste Wessels in ihrer Begrüßung zu berichten, habe dieses Stück bereits als 17-jähriger, frisch Verliebter geschrieben. Wohl seiner Schüchternheit geschuldet, scheint es ein verschlüsseltes Liebesbekenntnis zu sein. Wie von blinder Leidenschaft getrieben, wechselt er von einer Tonart in die andere, von einer Harmonie in die nächste, gerade so, als ob er damit zum Ausdruck bringen wolle, was ihm mit Worten nicht gelingen mag. Und so kommt die Komposition zuerst  sehnsuchtsvoll, dann wieder abgehackt, schnell und hektisch, beinahe wild daher. Nicht nur für die Musikerinnen, auch für die Zuhörer stellte die Komplexität von Schostakovichs Musikvorstellung eine große Herausforderung dar. Das Publikum bedachte das exquisite Spiel des Trios dann auch mit besonders langem Applaus.

 

Rhythmen, die ins Bein gehen

Mit füAbschlusskonzert: Überraschung - plötzlich war es da, das Tango-Tanzpaar. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

nf weiteren Stücken desselben Komponisten leitete das Trio über in die Welt des Tanzes. Leicht und beschwingt klangen im Vergleich zum eben Gehörten da Schostakovichs Gavotte, Walzer und Polka. Richtig ins Tanzbein ging’s mit der weiteren Musik, einem Stück von Peter Ludwig, „Cäsar“. Und spätestens als mit „La Cumparsita“ von Ger. M. Rodriguez ein Tango anstand, war die Abschlussball-Stimmung perfekt. Wer sich bis dahin gewundert hatte, weshalb das Trio sich so eng beieinander an den Rand der Bühne postiert hatte, erhielt nun die Antwort. Ein Tanzpaar eilte ohne vorherige Ankündigung auf die Freifläche und legte passend zur Musik einen Tango aufs Parkett. „Überraschung gelungen“, freute sich Wessels und dankte Tänzerin Verena Fuchs und Tänzer Tobias Laumann herzlich für den Auftritt. Mit Tangomusik von Augusto Berto, Carlos Gardel und Astor Piazzolla ging es bestens gelaunt weiter.

Abschlusskonzert: Gastgeber Michael Franke hieß die Gäste herzlich willkommen. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Musik, die einfach glücklich macht

Es war eine Freude, den drei Musikerinnen beim Musizieren nicht nur zu lauschen, sondern auch zuzusehen. Im steten Blickkontakt untereinander tauschten sie so nicht nur die richtigen Einsatzmomente aus, nein, sie lächelten sich immer wieder auch fröhlich zu. Da machte Musik gleich doppelt glücklich. Wunderbar!

 


Nachher ist vorher – Freude auf 2017

Abschlusskonzert: Bürgermeisterin Renate Offergeld dankte Familie Franke und allen teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

rgermeisterin Renate Offergeld
dankte dem trio réminiscence für dieses gelungene Konzert. Wie schon zum Eröffnungskonzert bildete das stilvolle Ambiente von Michael Frankes Ausstellungsräumen mit dessen aktuellem Bilderzyklus „tinia calusna“ auch für das Abschlusskonzert wieder einen herrlichen Rahmen. Für die Gastfreundschaft dankte Offergeld Familie Franke herzlich. Zudem lobte sie das Engagement der vielen an den Kulturwochen teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler. Ihnen sei es zu verdanken, dass die Wachtberger Kulturwochen jedes Jahr aufs Neue die Erfolgsgeschichte seien, die sie inzwischen weit über die Region hinaus geworden sind. Voller Freude schaute auch sie auf die nächsten Wachtberger Kulturwochen im kommenden Jahr. Das seien, nach den diesjährigen 10. Jubiläumswochen, dann schon die elften … und schon allein diese Zahl wäre sicher ein Garant für erneut viel Spaß.