Gemeinde Wachtberg

Fotos und Haikus für die Seele

Zeitentiefe: „Die Sommerwiese ein Vorhof zum Paradies, nein, schon der Himmel“ (Foto: Heinz Contzen) Wachtberg-Adendorf (mm/vo) – Mit wunderschönen Lichtbildern und thematisch dazu passenden Haikus überzeugten Ursula und Heinz Contzen im Rahmen der 10. Wachtberger Kulturwochen aufs Neue mit ihrer „Zeitentiefe“ betitelten Veranstaltung.

 

10. Wachtberger Kulturwochen (Banner)


 

 

In Zeitentiefe reichen die Wurzeln – Haiku treibt Blüten wie jeZeitentiefe: "Ihr alten Bäume mit den wissenden Augen, was habt ihr gesehen?“ (Foto: Heinz Contzen)

Wer kennt sie nicht, Heinz Contzens schöne Fotos vom Drachenfelser Ländchen? In mehreren Bilderschauen schon hat er diese „Wachtberger Lichtblicke“ einer größeren Öffentlichkeit präsentiert. Für „Zeitentiefe“ hat der Niederbachemer Fotograf seine schönsten Naturaufnahmen zusammengestellt – Bäume, Blumen, Landschaften, Felsformationen, allesamt mit ihrer Farben- und Formenpracht wunderschön anzusehen. Hiervon inspiriert hat Ursula Contzen zu jedem Foto ein passendes Haiku geschrieben, eine ganz besondere, kurze japanische Gedichtform. „Die Sommerwiese ein Vorhof zum Paradies, nein, schon der Himmel“, heißt es einmal, ein anderes Mal: „Ihr alten Bäume mit den wissenden Augen, was habt ihr gesehen?“

 

 Zeitentiefe – verdichtete Sprache – gesammeltes Licht

So lautet der vollständige Titel des Buches, in dem Heinz Contzen seine Fotos und Ursula Contzen ihre Haikus festgehalten hat. Im letzten Sommer hat das Paar diese Präsentation erstmals gezeigt, auf vielfachen Wunsch gab es zum diesjährigen Kulturwochen-Jubiläum eine Wiederholung. Und so war die Vorstellung, dieses Mal im Drehwerk 17/19 in Adendorf, auch gut besucht. Das Publikum lauschte der ruhigen Stimme von Ursula Contzen, während ihr  Mann das dazugehörige Foto auf die große Leinwand projizierte. Im Anschluss daran wurde der Text eingeblendet, und Heinz Contzen trug das Haiku ein weiteres Mal vor.Zeitentiefe: „Vergoldet vom Herbst, wird mein schlichter Laubengang zur Schlossauffahrt.“ (Foto: Heinz Contzen)

„Wie lange dauert es, bis so ein Haiku entsteht?“ wollten einige Gäste in der abschließenden Fragerunde wissen. Von Fall zu Fall unterschiedlich sei dies, meistens gehe es ganz schnell, sagte Ursula Contzen. Und was inspiriert die Dichterin?“ Zumeist sei es die Natur, auf Wanderungen und Reisen, die in ihr die Ideen zu Haikus wecke, verriet Contzen weiter.

 

Und, mit Blick auf den kommenden Herbst, noch ein Haiku zum Schluss: „Vergoldet vom Herbst, wird mein schlichter Laubengang zur Schlossauffahrt.“