Gemeinde Wachtberg

So schön, dass er singen durfte

Kleine Auszeit - Tenorsänger Nico Heinrich (re.) und Pianist Hedayet Djeddikar bescherten den Gästen einen wundervollen, romantischen Liederabend. (Foto: Gemeinde Wachtberg/vo) Wachtberg-Ließem (vo/mm) – „… dass ich singen darf“ hatte der Wachtberger Tenorsänger Nico Heinrich seinen romantischen Liederabend im Rahmen der 10. Wachtberger Kulturwochen betitelt. Und zahlreiche Gäste freuten sich sichtlich, dass er „singen durfte“.

10. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Konzerts im Köllenhof waren schon die meisten Plätze besetzt, so dass weitere Stühle nachgestellt werden mussten. Das Konzert bot wahre Schätze des romantischen Liedrepertoires. Den Schwerpunkt bildeten Stücke von Johannes Brahms, umrahmt von Werken von Richard Strauss, Franz Schubert, Hugo Wolf, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Edvard Grieg u.a. Das Programm spannte damit einen weiten Bogen von der Liebe, der Sehnsucht und dem Streben nach Unendlichem, dem Unbekannten und Ungewissen bis hin zu fröhlichen, heiteren und märchenhaften Vertonungen. Am Klavier begleitet wurde Heinrich von dem Pianisten Hedayet Djeddikar.

Mit Hugo Wolfs Lied „Auf einer Wanderung“ und dem Text von Eduard Mörike begann der Abend, gefolgt von Johannes Brahms‘ „Von waldbekränzter Höhe“ und Franz Schuberts‘ „Sehnsucht“. Darin wird von der Sehnsucht eines Liederschreibers und Sängers nach seiner Geliebten erzählt. Da heißt es dann in der letzten Strophe: „Dann fühl ich, dass ich singen darf“. Da war er wieder, der Konzerttitel, gut gewählt, beschreibt er doch, worum es im Konzert ging … um romantische Lieder und die Lust am Singen. Weitere Highlights des Programms waren Johannes Brahms „In stiller Nacht“ mit zum Teil sehr ruhigen anrührenden Momenten und Franz Liszts „Der Fischerknabe“, das aufmunternde, fröhliche Klänge mit sich brachte. Den passenden Abschluss bildete Brahms‘ Lied „Mondnacht“ mit dem Text von Joseph von Eichendorff.

Nach dem Konzert gab es regen Applaus für die Darbietung von Tenor Nico Heinrich, wie auch für das perfekt darauf abgestimmte, exzellente Spiel am Klavier von Hedayet Djeddikar. Eine Zugabe bekamen die Gäste auch - eine Wiederholung des Liedes „Von waldbekränzter Höhe“. Heinrich begründete dies damit, dass ihn dieses Lied  sehr an den Wachtbergring erinnere, von dem aus man einen wunderschönen Überblick über das Drachenfelser Ländchen habe. Unter diesem Gesichtspunkt erhielt Brahms‘ Stück nochmals einen ganz eigenen Reiz.