Gemeinde Wachtberg

Kleine Auszeit mit künstlerischem Erleben

Kulturgarten Rosenberg … immer ein Erlebnis. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Gimmersdorf (mm) – Treue Besucher des Kulturgartens Rosenberg erinnern sich sicher noch an den Sommer, als die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler aufgrund des damaligen Regens allesamt in Gummistiefeln dastanden. Ganz anders in diesem Jahr.

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10. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 


Der Himmel strahlte leuchtend blau und das Thermometer zeigte hochsommerliche Temperaturen, als Gudrun Rosenberg und ihre Künstlerfreunde im Rahmen der diesjährigen 10. Wachtberger Kulturwochen erneut zu ihrer großen Gemeinschaftsausstellung einluden.


Wieder schön

Kulturgarten Rosenberg ... eine Auszeit mit künstlerischem Dialog. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Und es war wieder eine Augenweide. Schon beim Eintreten in den Garten nahm einen die fröhliche Gute-Laune-Stimmung dort gefangen und der Aufenthalt wurde wie schon so oft zu einer kleinen Auszeit mit künstlerischem Erleben. Es ist ein nach wie vor schönes Bild, der hübsch angelegte große Garten mit seinen lauschigen Ecken und vielen kleinen Sitzplätzen, die weißen Zelte, in denen die Aussteller ihre Kunstwerke präsentieren, das entspannte Miteinander, der Austausch über die gezeigte Kunst … und mittendrin Gastgeberin Gudrun Rosenberg, die all dies mit ihrer Herzlichkeit und großem Engagement jedes Jahr aufs Neue wieder auf die Beine zu stellen versteht.


Dies schätzte auch KuKiWa-Vorsitzender Alfred Schneider, der nun schon zum wiederholten Mal die Ausstellung offiziell eröffnete und Teilnehmern sowie Gästen viel Freude beim neuerlichen kreativen Dialog wünschte.


Wieder mit dabei

Kulturgarten Rosenberg mit Werken von Hildegard Auen-Kühlwetter. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Kirsten Arians
aus Pech zeigte ihre hübschen realistischen Tierportraits in Pastellkreide und Öl, die in Gimmersdorf wohnende Künstlerin Hildegard Auen-Kühlwetter überraschte dieses Mal mit einer in sich sehr stimmigen Präsentation von größer formatigen Bildern als üblich in Öl und Acryl. Von Natureindrücken geleitet waren ihre Werke zumeist in warmen, erdigen Gelb-, Rot- und Brauntönen gehalten.

Ulrike Brücken präsentierte Schmuck. Die Kürrighovener Künstlerin ließ damit besonders das Herz der großen und kleinen weiblichen Gäste höher schlagen.

Kulturgarten Rosenberg mit neuesten Arbeiten in alten Techniken von Hans-Jürgen Döring. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

​Auch Hans-Jürgen Döring war wieder mit von der Partie. In seinen neuesten Arbeiten, „Vorsicht, die sind noch frisch – erst gestern fertig geworden“, witzelte er, widmet er sich verschiedenen Techniken. Neben der Malerei mit Öl, Acryl, Kohle oder in Mischtechnik hat er alte Techniken wie die Struktur gebende Frottage und die Dekalkomanie für sich neu entdeckt. So zeigt er Landschaften, Portraits und auch Tierdarstellungen – teils verfremdet bis zur Abstraktion.

Kulturgarten Rosenberg mit Fotos von Ellen Dornhaus. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Die Fotografin Ellen Dornhaus aus Villiprott stellte einige ihrer schönen Stillleben aus, die sie auf die für sie typische künstlerische Weise nicht nur fotografisch festhält, sondern ihnen damit auch einen Gemälde ähnlichen Ausdruck verleiht.

Enno Frandsen erfreute aufs Neue mit dem ihn auszeichnenden scheinbar leichten Strich und der fröhlichen Farbgebung in seinen Aquarell- und Pastellzeichnungen, die u. a  flandrische Landschaften zeigten, schön eingefangen das zarte, diesig neblige Licht.

Kulturgarten Rosenberg mit expressiver Farbigkeit von Ortrun Lohse-Schlößler. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Bei Ortrun Lohse-Schlößler dagegen ist die Farbgebung eine andere. Sie arbeitet abstrakt, gerne mit großen, intensiv leuchtenden Farbfeldern, nur gelegentlich zeigt sich auf ihren Bildern Gegenständliches. Pappe und Holz sind neben Papier ihre bevorzugten Untergründe. Von Anne-Rose Kontetzki waren Tonarbeiten und Radierungen zu sehen.

Kulturgarten Rosenberg mit Ländchen-Motiven von Heiner Pilger. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Er liebt das Drachenfelser Ländchen, hält es in seinen Aquarellen fest - der wie die Gastgeberin in Gimmersdorf lebende Heiner Pilger hatte wieder eine Auswahl seiner schönsten Landschaftsbilder mit dabei, in großen wie in kleinen (Postkarten)Formaten.

Jochen Müller, festes Mitglied im Rosenberg’schen Künstlerteam, ließ dieses Mal seiner Frau Petra Theiß-Müller den Vortritt. Erst seit kurzem künstlerisch tätig, stellte die Autodidaktin ihre ersten Werke aus. Vorzugsweise in Acryl und als Collage tummeln sich bei ihr Blumen neben Abstraktem. Dass sie so frei und mit derart viel Freude auf einmal ans eigene künstlerische Arbeiten herangegangen sei, habe sie beide überrascht, erzählte das Paar.

Kulturgarten Rosenberg – Malerei von Gastgeberin Gudrun Rosenberg. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Und die Gastgeberin selbst, Gudrun Rosenberg, zeigte auch eine neue Seite. Angeregt durch den Besuch eines Kurses über die Kunst von Max Ernst präsentierte die sonst überwiegend mit ihren Skulpturen auftrumpfende Künstlerin neben diesen nun einige sehr schöne, farbintensive Malereien.
Kulturgarten Rosenberg ... mit Musik des Duos´"2recover". (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

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... und wieder mit Musik

Auch das Begleitprogramm hielt einiges Interessantes vor. Am ersten Tag unterhielt das Duo „2recover“ mit Sängerin Patricia von Düsterlho-Bauß und Gitarrist Carsten Velten das Publikum, am zweiten Tag der Ausstellung spielte Thomas Lennartz am Klavier.