Gemeinde Wachtberg

Musik und Kunst … bei Kemps immer ein Fest

Kemp: Blick in den Innenhof am Vernissageabend. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Villip (mm) – Schon lange sind sie ein fester Bestandteil der Wachtberger Kulturszene … Bärbel und Josef Kemp. Nicht nur durch ihre HofArt-Ausstellungen, sondern auch mit ihrer Teilnahme an den alljährlichen Kulturwochen ist die schöne Kemp’sche Hofanlage in Villip für viele Kunstinteressierte zu einer wohl bekannten und gern besuchten Adresse geworden.

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So auch während der 9. Wachtberger Kulturwochen.

Wohlgerüche

Es roch, nein, es duftete nach Holz. In der Werkstatt von Hausherr Josef Kemp gab’s Drechselarbeiten zum Anfassen.

Kemp: Gastgeber Josef Kemp erläutert seine Drechselarbeiten. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Mit seinen eigenwilligen Holzobjekten überrascht er immer wieder aufs Neue. Kemp liebt das Material, die unterschiedlichen Färbungen und vor allem die darin abzulesenden Geschichten. Mal ist es nur das Alter des Holzstückes, das den markanten Riss gezeichnet hat, mal sind es feine Maserungen, Äderchen gleich, vom Pilz ins Holz gefressen, immer versteht es Kemp diese beinahe individuellen Charaktere der verschiedenen Hölzer in seinen Werken künstlerisch zur Geltung zu bringen.

Kemp:  u.a. mit handgemachten Naturseifen von Maria Jüde. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Gleich nebenan erwartete die Besucher ein weiteres Erlebnis für die Sinne. Hier dufteten die handgemachten Naturseifen von Maria Jüde um die Wette. Wohlgerüche von Rosen, Lavendel und allerlei Naturfeinheiten schmeichelten der Nase. Auch einige Arbeiten ihrer Tochter Jessica Buschke hatte sie mit dabei; die Goldschmiedin selbst konnte dieses Mal leider nicht anwesend sein.

… und Glänzendes

Kemp: u.a. mit Mosaikarbeiten von Regina Menzen. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Glänzendes stellte auch die Mosaik-Künstlerin Regina Menzen aus. Sie zeigte dieses Mal eine Vielzahl von Arbeiten en miniature, besonders schön auch in der Kombination mit groben Steinen. Da wirken die feinen Mosaike wie filigranes Zauberwerk. Kemp: u.a. mit Schmuck von Barbara Kickelbick. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Augen zum Glänzen, vor allem die der weiblichen Gäste, brachte Barbara Kickelbick mit ihren ausgesuchten Schmuckkreationen. Ihre Arbeiten fallen durch oft unkonventionelle Kombinationen verschiedener Materialien auf. So verziert sie eine Perlenkette zusätzlich mit einem ausgefallenen Anhänger aus durchbrochenem Gold.

Glanzlichter gar stellte Heinz Contzen aus. Wer kennt sie nicht, Contzens wunderschöne Fotografien des Drachenfelser Ländchens?! Eine Auswahl seiner letzten Bilderschau von Wachtberger Motiven zeigte der Foto-Künstler jetzt nochmals bei Kemps.

Kunstvolles

Kemp: u.a. mit Malerei von Mechtild Fiebig. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Kemp: u.a. mit Skulpturen von Annegret Goebels. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Malereien hatte Mechtild Fiebig mit dabei - abstrahierte Alltagsszenen in schönen, leicht wirkenden Farbschattierungen.

Von der Kunst der Mayas und Inkas hat sich Annegret Goebels inspirieren lassen. Mit ihren Skulpturen und Objekten begeisterte sie zahlreiche Kunstfreunde, besonders interessant einige Arbeiten, in die sie Schafswolle eingebunden hatte.

Für ganz andere Kunstfeinheiten ist Jürgen Fuchs der richtige Ansprechpartner. Der Kenner neuester HiFi-Technik hatte für den exklusiven Musikgenuss wieder Geräte in stylischem Outfit mit dabei.

… und Handwerkliches

Kemp: u.a. mit Eichenkunst von Gerry Needham und (im Hintergrund) Fotokunst von Heinz Contzen. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Aus altem Eichenholz fertigt Gerry Needham Möbelstücke und überrascht dabei mit seiner unkonventionellen Art, dieses traditionelle Holz mit ungewöhnlichen Beigaben zu kombinieren. So bekommt etwa ein Barhocker aus Eiche bei ihm Fußrasten aus bunten Billardkugeln.

Kemp: u.a. mit Kalenborn-Natursteine. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Dass auch Naturstein durchaus kunstvoll gestaltet werden kann, bewiesen die Steinmetze von Kalenborn Naturstein. Schöne Wasserbecken, edel im Material und schlicht in der Form, fanden sich im Kemp’schen Garten ebenso wie ein großer Gartentisch aus Basaltlava, in den, für Freunde des Brettspiels, auf Wunsch das Mühlespiel gleich mit eingearbeitet wird.

 

Kemp’sche Gastfreundschaft

Kemp: u.a. mit Chutneys von Shepherd's Green. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Neben einem derart großen künstlerischen Angebot wird, und das gehört bei Bärbel und Josef Kemp dazu, auch das Gesellige groß geschrieben. Erlesene Weine gehören ebenso dazu wie die leckeren Chutneys von Shepherd’s Green. Kemp: u.a. mit Musik der Band "Vintage". (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Gemütliche Sitzgelegenheiten im Innenhof und Garten laden zum Verweilen ein. Und wenn dann noch die Band „Vintage“ loslegt, das Wetter auch mitspielt, ist’s wieder mal ein Abend, der gar nicht enden möge. Erwin Ruckes am Klavier, Jürgen Dietz am Saxofon, Christian Kussmann am Bass und Georg Rehse als Sänger und an der Gitarre unterhielten mit ihrer Musik, darunter einige Stücke von Eric Clapton, gut gelaunt die große Gästeschar, die sich zur Vernissage am Freitagabend im Kemp’schen Hof tummelte.

Bürgermeisterin Renate Offergeld, die die Ausstellung offiziell eröffnete, dankte Bärbel und Josef Kemp für ihre Gastfreundschaft und ihr Engagement um die Kulturszene in Wachtberg.

Auch am anschließenden Wochenende konnten das Paar und seine Mitaussteller noch viele Freunde der Kunst begrüßen. Zu einem besonderen Highlight wurde zudem am Sonntag der Auftritt der Band „4-Dinner“ mit Swing und Bossa.