Gemeinde Wachtberg

Was funkelt denn da?

Jürgen Luhmer: Kette mit Goldkugel-Anhänger. (Foto: GW) Wachtberg-Niederbachem – Lautes Gebell begrüßt die Besucher, die zu Jürgen Luhmer möchten. Aufmerksam registriert der Haus- und Hütehund des Goldschmiedemeisters jeden Neuankömmling beim Betreten des Innenhofes zu dessen kleiner Werkstatt in Niederbachem … und da kamen einige, hatte Luhmer doch im Rahmen der Wachtberger Kulturwochen wieder in sein Atelier eingeladen.

Kulturwochen 2013 (Banner)

 

 


Jürgen Luhmer: Blick auf den Arbeitsplatz des Goldschmiedemeisters. (Foto: GW)

Auf den ersten Blick sieht Luhmers Werkraum nicht anders aus als viele andere auch. Da hängen Zangen in allen Größen und Varianten neben Hämmern, Feilen und diversen weiteren Kleinstwerkzeugen, allemal interessant anzuschauen. Fragen nach der Verwendung einzelner Gerätschaften liegen nahe … und werden auch oft an ihn gestellt, berichtet Luhmer.

Jürgen Luhmer: Goldschmuck. (Foto: GW)
Hoher Qualitätsanspruch, individuelle Fertigung
Auf den zweiten Blick registrieren die Besucher dann die Gegenstände in der schmalen Vitrine – ein paar Ringe, Ketten, Armbänder und Ohrringe aus Gold und Silber, mit unterschiedlichen Edelsteinen versetzt. Traditionell versteht Jürgen Luhmer seine Arbeit als Handwerk im klassischen Sinn. Individuell auf die jeweiligen Träger abgestimmt fertigt er Schmuck unterschiedlicher Stilrichtungen. Modernes geht ihm ebenso von der Hand wie klassisches Design.
Jürgen Luhmer: Kleine Tier-Anhänger in Silber. (Foto: GW)


Und auch Lustiges findet sich bei ihm, wie die vielen kleinen Mini-Anhänger – besonders Tierfigürchen scheinen es ihm angetan zu haben. Kaum eine Tierart, die er wohl noch nicht in Silber kreiert hat: Eichhörnchen, Pferde, Elche, Katzen …immer wieder eine nette Geschenkidee. Auch bei der Wahl der für seine Schmuckstücke verwendeten Edelsteine bleibt er naturverbunden.

Sein Qualitätsanspruch ist hoch, synthetische Materialien verarbeitet er nicht, nur reine natürliche Steine wie zum Beispiel Bernstein, Jade oder Aquamarin kommen bei ihm zum Einsatz. Die individuellen Ausprägungen seien hier am schönsten, kann sich Luhmer für die Vielfalt der Steine begeistern.

Goldschmiedehandwerk sehen und erleben
Jürgen Luhmer bei der Arbeit – da lodern auch schon mal Flammen. (Foto: GW)
Begeistert waren auch die Gäste, die den Weg in sein Atelier gefunden hatten. Ein Besucher, erzählt Luhmer, war sogar aus Worms angereist, ursprünglich um die Grube Laura zu besuchen, aber danach eben auch noch bei ihm vorbei gekommen. Interessiert habe dieser ihm bei der Arbeit zugesehen und sie hätten sich lange unterhalten. Das macht es sicherlich auch aus, diese familiäre Atmosphäre in Luhmers Goldschmiedewerkstatt, dass man schnell miteinander ins Gespräch kommt über dieses alte und immer wieder neue Handwerk. Und wer möchte, kann beim Meister das Goldschmieden erlernen. Luhmer bietet regelmäßig Kurse an. (GW)