Gemeinde Wachtberg

Komm (zur) Art … ARTKOMM

ARTKOMM mit (v.l.n.r.) Manfred Niche, Sabine Heinen, Claudia Christ und Lisa Schroeder-Lüttgen. (Foto: GW) Wachtberg-Villip – Ob nun die Art kommt oder man zur Art kommt, Gedankenspiele, was sich hinter dem Begriff ARTKOMM verbirgt, dürfte es einige gegeben haben. Dabei war die Namensgebung der Gemeinschaftsausstellung von Claudia Christ, Sabine Heinen, Manfred Niche und Lisa Schroeder-Lüttgen einzig in der Vielfalt der ausgestellten Kunstwerke begründet.

Kulturwochen 2013 (Banner)

 

 

Mit A – Acryl, R – Rahmen, T – Technik, K – Keramik, O – Objekte, M – Malen in Aquarell und M – Monotypie zeigten die vier Akteure im Rahmen der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen ein breites Spektrum ihres künstlerischen Schaffens. In dieser Zusammensetzung und an diesem Ort, die Ausstellung fand im Garten und Haus der Familie Heinen in Villip statt, präsentierte sich die Gruppe das erste Mal ... und das Konzept ging auf. Bei bestem Sommerwetter erwartete die Besucher eine durchweg gut gelaunte Künstlertruppe, die die eine oder andere kreative Überraschung bereithielt.

Von A – Acryl bis M – Monotypie
ARTKOMM: Claudia Christs Finger-Painting eines Stilllebens mit Tonkrug. (Foto: GW)

Für Claudia Christ war die Ausstellung eine Premiere. Sie zeigte Finger-Painting mit Pastellkreide. Eine Technik, mit der sie sich erst seit kurzem beschäftige, erläuterte die vielen Besuchern durch die Kindergartenzeit ihrer Kinder in der Villiper Kita gut bekannte Erzieherin. Dabei werde Kreide mit dem Finger verrieben, was sich einfach anhöre, aber bei kleineren Darstellungen viel Übung erfordere. Sehr schön hatte sie so ein Stillleben von Äpfeln gestaltet. Wie schwierig Detailabbildungen sind, demonstrierte sie anhand einer noch nicht fertig gestellten Arbeit – die Darstellung einer Meeresgrotte mit bizarrer Felsstruktur.ARTKOMM: Sabine Heinens Installation mit Rahmen. (Foto: GW)


Gastgeberin Sabine Heinen, die in den letzten Jahren mehrfach in unterschiedlichen Ausstellungen ihre Kreativität unter Beweis gestellt hat, zeigte dieses Mal, in heimischer Umgebung, beinahe so etwas wie eine kleine Retrospektive.
ARTKOMM: Sabine Heinens „Käfer“. (Foto: GW)Die Möglichkeit, sich nicht auf wenige Ausstellungsstücke reduzieren zu müssen, bot ihren vielfältigen Ideen und Arbeiten Raum. Von Aquarellen, über Acrylmalereien und Mischtechniken bis hin zu ihren äußerst lustig anzusehen gestalteten Natur-Objekten war alles dabei, womit sie bereits, erneut oder neu begeisterte.
Letztere fanden sich auch versteckt im Garten. Vom prunkvollen Goldrahmen optisch „eingefasst“ entstand so aus einem gerundeten Stein, einem kargen Zweig oder einer krustigen Rinde ein „Bild“ mit ganz eigenem Reiz. Reizvoll auch ihre kleinen an Käfer erinnernden Naturinstallationen, die es überall in den Beeten zu entdecken galt.


ARTKOMM: Manfred Niches Aquarell „Unser Dorf“. (Foto: GW)Rahmen sind auch das Thema von Manfred Niche, der seine Aquarellzeichnungen in neuen, das jeweilige Bild dadurch auf interessante Art und Weise betonenden Einfassungen präsentierte.
Einem Sujet hat er sich dabei besonders gewidmet, der dörflichen Architektur. Alle perspektivischen und geometrischen Gesetze ausgehebelt, erkennt man so auf „Unser Dorf“ eine muntere Ansammlung von Häusern und bunten Dächern – ohne Fluchtlinien, aber gerade dieses „Unrealistische“ in der Abbildung vermittelt umso mehr die liebevolle Sichtweise des Künstlers aufs heimische Dorfleben.

ARTKOMM: Lisa Schroeder-Lüttgen stellte Tonarbeiten aus. (Foto: GW)ARTKOMM: Detail eines Tongefäßes von Lisa Schroeder-Lüttgen. (Foto: GW)
Sehr real, handfest und äußerst kreativ, nämlich mit Keramikobjekten, stellte sich Lisa Schroeder-Lüttgen vor. Schon fast ein „alter Hase“ unter den Ausstellern der Wachtberger Kulturwochen überzeugte sie in diesem Jahr u. a. mit kunstvoll gestalteten Tongefäßen, in deren Ränder oder Innenwölbungen sie kleine Glassteinchen eingearbeitet hatte.
Und natürlich durften auch ihre schönen Monotypiearbeiten wieder nicht fehlen.


Wie auch immer über die Bezeichnung der Gruppe spekuliert worden sein mag, die Art kam und man kam zur Art. Schön, wenn sie auch im nächsten Jahr wiederkommt, die ARTKOMM. (GW)