Gemeinde Wachtberg

Körper, Geist und Seele in weißem Torstahl

Zauberwald: Alfredo Kirchner neben einer seiner Lichtobjekte. (Foto: GW) Wachtberg-Pech – Aus weißem oder schwarzem Torstahl, aus Mörtel, gedreht, ineinander verwoben oder emporstrebend, mit Stoff und Acrylfarbe bearbeitet und mit LED-Licht in leuchtende Farbe getaucht – derart gestaltet zeigte Alfredo Kirchner Lichtobjekte in seiner diesjährigen „Zauberwald-Ausstellung“, eingebettet in die 7. Wachtberger Kulturwochen.

Kulturwochen 2013 (Banner)

 

 

 

Zauberwald: Aus Torstahl gefertigte Skulptur von Alfredo Kirchner. (Foto: GW)
 

„Körper, Geist und Seele“, „Entfaltung“, „Mittelpunkt der Erde“ oder „Durchblick“ hat der Pecher Künstler einige seiner Skulpturen betitelt, aber auch ohne Namen regen seine Objekte die Phantasie an, beleuchtet kommen scheinbar neue Dimensionen noch hinzu. Neben den großräumigen Plastiken finden sich auch kleinere, aus Bronze gegossene Figuren. Ihre meist undefinierte Gestalt gibt Raum frei für eigene Betrachtungsansätze.


Drei Gast-Künstler

Zauberwald: Gudrun Hillmans „… und Karl ist noch in Paris“. (Foto: GW)Gudrun Hillmann punktete mit Malerei, u. a. mit dem Bild „… und Karl ist noch in Paris“, das ein Rudel Rehe im Wald darstellt, ein jedes mit einem Namensschild um den Hals. Darauf stehen, was schon im Titel Anspielung findet, die Namen berühmter Modemacher wie „Coco“, „Gucci“ und „Jil“ … der Rehbock, passend als Leittier, heißt natürlich „Hugo – der Boss“. Amüsiertes Schmunzeln bei den Besuchern war hier garantiert. Aber nicht nur hier, auch mit ihren kleinen Lyrics begeisterte die Künstlerin. Einfache kleine Weisheiten, zum Teil auf Küchenkrepp gekritzelt wie „Wenn der Mond tagt, hat er den Sonntag verschlafen“ sorgten für das eine oder andere Lächeln bei den Ausstellungsbesuchern.

Zauberwald: Hetty Liebelts Akte. (Foto: GW)
Hetty Liebelt
stellte großformatige Malereien aus, wie die Akte zweier rothaariger Mädchen, die in ihrer klaren Aussage an die Reinheit einer Venus erinnerten. Daneben zeigte sie jedoch auch an einem abstrakten Doppelbild, dass sie es versteht, mit nur wenigen ausgesuchten Farben ausdrucksvoll zu arbeiten, in diesem Fall nur mit Grün- und Brauntönen. Zauberwald: Holzskulptur von Detlef Schlaak. (Foto: GW)

Im Außengelände präsentierte Detlef Schlaak seine Skulpturen, besonders beeindruckend eine Formation aus Holz, die ineinander gedreht besonders schön anzusehen war. Mit weiteren kleineren Holzobjekten verdeutlichte er seinen derzeitigen künstlerischen Ansatz. Auch sie zeichneten sich durch eine besonders kreative Formgebung aus.

Zauberwald: Blick in den Ausstellungsraum. (Foto: GW)

 

 

 

Finissage mit Lesung und Musik

Zum Abschluss der Zauberwald-Ausstellung erfreute Gudrun Hillmann die Gäste noch mit einer Lyrik-Lesung. Mit einem Konzert von ELPI, Lothar Prünte, ging Alfredo Kirchners diesjähriger Zauberwald zu Ende. Der Musiker unterhielt die Gäste noch lange mit Guter-Laune-Musik. (GW)