Gemeinde Wachtberg

7664 Sechsecke – Patchwork vom Feinsten

Quiltwachteln: Brigitte Pfeiffers Wachtberg-Berkum – Wer sie kennt weiß, dass sie für so manche Überraschung gut sind, die Quiltwachteln. Wer allerdings glaubte, dass die Patchwork-Damen mit ihren bisherigen Ausstellungen das Maximum ihrer Kunst bereits gezeigt hätten, wurde in der diesjährigen, wieder im Rahmen der Wachtberger Kulturwochen stattgefundenen Ausstellung von den fleißigen Näh-Künstlerinnen verblüfft.

Kulturwochen 2013 (Banner)

 

 

Wie auch in den Vorjahren im Limbachstift in Berkum zeigte die Gruppe wieder Patchwork vom Feinsten … technisch perfekt, aus wunderschönen Stoffen, künstlerisch kreativ. Da werden sich die Damen sicher wieder so manchem erstaunten Besuchergesicht gegenüber gesehen haben.

 

Quiltwachteln beeindrucken mit Kunstwerken aus Stoff

Quiltwachteln: "Omas Blumengarten" (Detail) von Ingrid England. (Foto: GW)

 

Ingrid England sorgte für den ersten Aha-Effekt. Sie präsentierte eine Decke, die aus sage und schreibe 7664 farbenfrohen Sechsecken besteht. Eineinhalb Jahre habe sie an dem 1,84 mal 2,30 Meter großen Plaid "Omas Blumengarten" (siehe auch Gruppenbild unten) gearbeitet, erzählte sie, und das alles per Hand, nur das abschließende Quilten sei mit der Nähmaschine erfolgt.

 

Quiltwachteln: "Blumenkranz" (Detail) von Monika Linden. (Foto: GW)

Quiltwachteln: "Kaleidoskop" von Monika Linden. (Foto: GW)

 

Monika Linden stellte ihr Talent u. a. mit dem Wandbild „Fächer der Provence“ aus hübschem Bordürenstoff in Bleu-, Oliv- und Beige-Tönen unter Beweis.
Dreiecke und Sechsecke hat sie in einem anderen Wandbehang, betitelt mit „Kaleidoskop“, verarbeitet, die Flic-Flac-Technik mit Quadraten findet sich in einem „Blumenkranz“.

 

Quiltwachteln: Monika Matticks "Familien"-Quilt. (Foto: GW)

Quiltwachteln: "Blaue Planeten" von Marlies Mattick. (Foto: GW)


 

Marlies Mattick hat sogar Fotos ihrer Familie in einen Quilt eingenäht, ähnlich wie eine Fotowand.
An die eigene Familie hat sie auch bei der Fertigung einer großen Tagesdecke in Lila-Tönen gedacht … die soll später einmal ihre jetzt noch kleine Enkelin erhalten.

 

 

Quiltwachteln: "Laurel Burch" (Detail) von Hedwig Schlesiger-Domin. (Foto: GW)Quiltwachteln: Hedwig Schlesiger-Domin vor ihrem Quilt aus Laurel Burch-Stoffen. (Foto: GW)
Ein Feuerwerk an Farben und Größe hatte Hedwig Schlesiger-Domin zu bieten. Mit ihrer 2,40 mal 2,50 Meter großen Decke „Laurel Burch“, nur aus Stoffen der schon verstorbenen und aufgrund der wenigen noch vorhandenen, schwer zu findenden und umso teurer gehandelten Stoffe der Designerin Laurel Burch, war ihr die Bewunderung vieler Gäste sicher.

In dieser Größe, Vielfalt und Zusammenstellung kamen die speziellen Stoffdesigns der amerikanischen Textilkünstlerin besonders ausdrucksstark zur Geltung.

Quiltwachteln: "Blick aus dem Fenster" von Brigitte Pfeiffer. (Foto: GW)Quiltwachteln: Szene aus Kanada von Brigitte Pfeiffer. (Foto: GW)
 

Auch Brigitte Pfeiffer hatte sehr farbenprächtige Stoffe für ihre neuen Quilts eingesetzt.
Sie zeigte ein Wandbild aus mehreren Quadraten, in freier Schneidetechnik gefertigt, mit typischen Gebäuden bekannter Weltstädte, alles Orte, die Pfeiffer schon persönlich besucht hat, weshalb sie dieses Werk auch „Trip around the World“ genannt hat.

Schön auch ihre Arbeiten mit Szenen aus Kanada und ihr „Blick aus dem Fenster“, bei denen man sich erst auf den zweiten Blick verdeutlichen musste, dass diese „Bilder“ ja mit Nadel und Faden „gemalt“ worden waren.

Woran mögen die Patchwork-Künstlerinnen jetzt wohl gerade arbeiten? Ob es wieder ein oder sogar zwei Jahre dauert, bis die Quilts fertig sind? Womöglich können sie erst in den Kulturwochen im übernächsten Jahr vorgestellt werden!? Es bleibt spannend. (GW)

Quiltwachteln mit (v.l.n.r.) Monika Linden, Ingrid England, Brigitte Pfeiffer, Marlies Mattick und Hedwig Schlesiger-Domin. (Foto: GW)