Gemeinde Wachtberg

Kleine Künstler ganz groß - Wachtberger Kinder- und Jugendkulturtag punktete mit vielfältigem Können

Mitmach-Aktion: Das Wachtberg – Womit sie im letzten Jahr bereits überzeugen konnten, stellten Wachtbergs Kinder und Jugendliche auch auf dem diesjährigen Kinder- und Jugendkulturtag erneut unter Beweis. Im Rahmen der 7. Wachtberger Kulturwochen zeigten sie einen ganzen Tag lang, dass sie in punkto Kunst und Kreativität den erwachsenen Kulturschaffenden in nichts nachstehen.




Kindergärten und Schulen gemeinsam im Schulzentrum

Kinder- und Jugend-Kulturtag 2013 (Plakat)Wachtberg-Berkum - Nicht wie im Vorjahr in ihren jeweils eigenen Räumlichkeiten sondern gemeinschaftlich im Schulzentrum in Berkum präsentierten sich die Kindergärten und Schulen. Und was die „Kleinen“, derart gebündelt und in großer Vielfalt, künstlerisch dort boten, konnte sich sehen lassen. Von 11.00 bis 16.00 Uhr lockte ein prall gefülltes Programm … und viele große und kleine Gäste kamen.
Den Abschluss des Wachtberger Kinder- und Jugend-Kulturtages bildete am frühen Abend dann wie im Vorjahr ein Konzert junger Nachwuchsmusiker auf Burg Adendorf.

Tolles Bühnenprogramm

Bühnenprogramm: Bürgermeister Theo Hüffel eröffnete den Wachtberger Kinder- und Jugend-Kulturtag. (Foto: GW)Bürgermeister Theo Hüffel eröffnete den Wachtberger Kinder- und Jugendkulturtag. Dass es in der Ländchen-Gemeinde nicht an künstlerischem Nachwuchs mangelt, davon konnte sich das Gemeindeoberhaupt und die zahlreichen Gäste anschließend zu Genüge überzeugen. Auf der Bühne startete ein Aufführungsmarathon, bei dem ein Auftritt nach dem anderen für Überraschungen sorgte.

Bühnenprogramm mit Liedern von Astrid Lindgren und den Zweitklässlern der GGS Berkum. (Foto: GW)
Den Anfang machten Lieder aus der Welt von Astrid Lindgren, vorgetragen von Schülerinnen und Schülern der 2. Klasse der GGS Berkum. Nach einem lustig anzusehenden Fleischwurst-Lied, bekannt aus den Geschichten von Bullerbü, bei dem die Kinder mit übergroßen Würsten durch die Luft wedelten, standen mit den nächsten Liedern auch die Lausbuben Michel, Karlsson und Kalle ebenso mit auf der Bühne wie das schwedische „enfant terrible“, Pippi Langstrumpf.


Bühnenprogramm mit dem "Mahlzeit - ein Fast-Food-Musical" der Jahrgangsstufe 5 der Wachtberger Sekundarschule. (Foto: GW)Die Jahrgangsstufe 5 der Wachtberger Sekundarschule hatte eigens für diesen Tag ein Musical einstudiert. Angekündigt als „Mahlzeit – ein Fast-Food-Musical“ hatten sich die jugendlichen Tänzer und Sänger dabei das Thema „gesundes Essen“ auf die Fahnen geschrieben. Nicht auf Fahnen zwar, aber dafür mit großen bunten, um den Hals gehängten Schildern verkörperte ein Teil der Jungen und Mädchen gesunde, vitaminreiche und der andere ungesunde, fettreiche Lebensmittel, dazwischen wuselten noch einige mit Spezialauftrag … sie waren gefährliche, krank machende Salmonellen, Bandwürmer und Co. Wie sich im Laufe der Vorstellung aus der anfänglichen Antipathie zwischen den beiden unterschiedlichen Gruppen ein Wandel zu mehr Gesundheitsbewusstsein beim Essen und zu einem verträglichen Miteinander entwickelte, war schon eine tolle Darbietung. Dafür gab’s „standing ovations“, und auch Schulleiter Hans Karaszewski hielt mit seiner Begeisterung nicht hinterm Berg. Mit „einem Tag schulfrei nach freier Wahl“ belohnte er die Klasse für diesen fulminanten Auftritt, woraufhin die Akteure erwartungsgemäß in tobendes Jubelgeschrei ausbrachen.

Bühnenprogramm mit "Aroha"-Aufführung der GGS Adendorf. (Foto: GW)
Mit einer fetzigen Aroha- und Zumba-Vorführung verwandelten anschließend die Kinder der GGS Adendorf das Podium in eine Sportarena. In Teilen auf die Maori zurückgehend ist Aroha eine Mischung aus Bewegungsabläufen, die kraftvolle Kung-Fu-Elemente mit Entspannungsübungen vereint. Erste Erfahrungen zeigen, dass sich die Kinder, Bühnenprogramm mit den Kindern der Kita Oberbachem. (Foto: GW)die am Aroha-Training teilnehmen, im Unterricht besser konzentrieren können.


 

Die kleinen Strolche der Kita Oberbachem führten danach in liebevoll gebastelten Äffchenkostümen das Singspiel „Die Affen rasen durch den Wald“ und „Simama Ka“ auf.

Bühnenprogramm mit der Aufführung "Peter und der Wolf" des kath. Familienzentrums Berkum. (Foto: GW)

 

„Peter und der Wolf“ als musikalisches Märchen hatten die Regenbogenkinder des Familienzentrums St. Maria Rosenkranzkönigin einstudiert. Musikalisch begleitet von Mitgliedern des Kammerorchesters Wachtberg führten die Kinder in bezaubernden Kostümen, mit selbst gebastelten Instrumenten und einem prächtigen Bühnenbild die Geschichte vom kleinen Jungen auf, dem es gelingt, den bösen Wolf auszutricksen und einzufangen. Auch für diesen Auftritt gab es besonders lang anhaltenden Applaus.

„Eine musikalische Reise durch das Schuljahr“ präsentierte der Chor der KGS Villip und Pech. Bühenprogramm mit der Tanz AG der GGS / OGS Niederbachem. (Foto: GW)Rund 70 Kinder standen auf der Bühne und trällerten voller Elan verschiedene Lieder, darunter auch ihre Schulhymne, die sie letztes Jahr selbst verfasst haben.

Tanzeinlagen der Tanz AG der GGS und OGS Niederbachem beendeten das Bühnenprogramm. Besonders einige Showeinlagen, wie ein Flic Flac und der Moonwalk zu einem Hit von Michael Jackson, waren hier überraschende Highlights; die Mädchen der Tanz AG begeisterten abschließend mit „Irish Dance“.

Phantastische Mitmach-Aktionen

Mitmach-Aktion: Bunte Masken der Kita Oberbachem ... auch zum Selbermachen. (Foto: GW)
Während auf der Bühne Kinder und Jugendliche mit Tanz-, Schauspiel- und Gesangstalent punkteten, wurden im Foyer mehrere Kunst-Projekte vorgestellt und anhand zahlreicher Mitmach-Aktionen Groß und Klein eingeladen, ihr künstlerisches Talent wach zu kitzeln. Mitmach-Aktion: Masken selber basteln mit der Kita Oberbachem. (Foto: GW)


Bei der „Safari durch Afrika“ der Kita Oberbachem konnten die Besucher die von den kleinen Strolchen selbst gebastelten Masken, Musikinstrumente und Figuren im Afrika-Stil bewundern und, wer wollte, auch selbst eine eigene Maske anfertigen.

Mitmach-Aktion: Malen wie Hundertwasser mit der Kita Adendorf. (Foto: GW)
 

Die Fabelkinder der Kita Adendorf stellten Bilder zum Thema „Hundertwasser“ aus, die zusammengesetzt das Bild eines großen Hauses ergaben. Auch hier konnte jeder, der Lust und Laune hatte, ein persönliches Hundertwasser-Haus malen.

Mitmach-Aktion: Die Kita Oberbachem zeigte selbst gebastelte Instrumente. (Foto: GW„Musik liegt in der Luft“ war das Thema der Niederbachemer Kita. Die „Glühwürmchen“ präsentierten selbst gebastelte Musikinstrumente, darunter Trommeln und Rasseln, so genannte „chicken shake eggs“, für die sie besonders viel Bewunderung ernteten.

Eigenhändig gemalte Bilderbücher zur Geschichte „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ zeigten voller Stolz die Kinder der Werthhovener KiTa „Maulwurfshügel“. Dazu passend boten sie lustige Maulwurf-Mandalas zum Ausmalen an.

Mitmach-Aktion: Malen wie Kandinsky mit der Kita Niederbachem. (Foto: GW)„Wie ein Trickfilm entsteht“ vermittelten die Kinder der KGS Villip und Pech. Hier konnten Eltern und Kinder ihr eigenes Daumenkino und am PC einen so genannten Stop-Motion-Film erstellen.

Am Stand der GGS Niederbachem drehte sich alles ums „Malen wie Kandinsky“. Mit Wasserfarben konnte jedes Kind wie auch die Eltern konzentrische Farbringe ausmalen, diese Bilder wurden am Ende zu einem großen Gesamtbild im Kandinsky-Stil zusammengesetzt. Mitmach-Aktion: Sein eigenes Abbild einkleiden mit der Kita Villip. (Foto: GW)

Von der KiTa KinderWELT in Villip stammte die Idee, im Rahmen des Projektes „Wir Kinder aus Wachtberg“, Umrisse von Kindern auf einem großen Blatt Papier nachzuzeichnen und diese dann mit verschiedenen Papieren, Wolle und Knöpfen bekleben bzw. anziehen zu lassen. Hierbei entpuppte sich so mancher junge Kreative als möglicher Modeschöpfer in spe.
Mitmach-Aktion: Das "blaue Wunder" machte vielen Kindern Spaß. (Foto: GW)


Besonders gut kam die Station „Das blaue Wunder von Wachtberg“ bei den kleinen Besuchern an. Hier konnten sich die Kinder auf einem circa zehn Meter langen Papier, nur mit blauer Farbe, aber diversen Stempeln, Stiften, Pinseln und Filzstiften, austoben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das fertige blau bemalte Banner war fürs Familienzentrum „Drachenfelser Ländchen“ in Villip bestimmt, wo es die Wände des Aufenthaltsraumes schmücken wird. Mitmach-Aktion: Ki-Ju-Drachen gestalten mit dem Jugendförderverein Villip. (Foto: GW)

Der Jugendförderverein Villip stellte den Kinder- und Jugend-, den KiJu-Drachen vor, der mit einer großen Auswahl an Glitzerfarben durch Schablonen auf Postkarten übertragen werden konnte.

Der Partnerschaftsverein Wachtberg e.V. und die GGS „Schule am Wald“ Adendorf hatten Fotos vom Partnerschaftsschulaustausch mit Frankreich und Italien dabei und boten internationale Köstlichkeiten an.

Großer Auftritt der kleinen Virtuosen - Abschlusskonzert des Kinder- und Jugendkulturtages auf Burg Adendorf


Kinderkonzert im schönen Innenhof der Burg Adendorf. (Foto: GW)Wachtberg-Adendorf
– Fröhlich, bunt und sehr lebendig ging es im zauberhaften Innenhof von Burg Adendorf zu, als sich 26 junge Wachtberger Musiker anlässlich des Kinder- und Jugendkulturtages im Rahmen der Wachtberger Kulturwochen auf ihr Konzert einstimmten.

Kinderkonzert: Junge Bläser an der Trompete und der Posaune. (Foto: GW)

 

Doch beim ersten Auftritt unter strahlend blauem Himmel war es mucksmäuschenstill und alle lauschten Jonathan Heuer, Vincent Rau, Maximilian (alle Trompete) und Paul Schneider (Posaune), die einen Willkommensgruß spielten. Kinderkonzert: Das Vororchester des Wachtberger Jugendorchesters. (Foto: GW)


Jutta Rau
, Musiklehrerin an der Berkumer Grundschule, stellte die Bläser vor und führte anschließend einfühlsam durch das Programm. Viele der Akteure des Konzerts sind oder waren Schüler aus Berkum. Kinder vom zweiten bis zum sechsten Schuljahr präsentierten ihr musikalisches Können mit Stücken von Vivaldi bis Schumann vor begeisterten Eltern, Großeltern und zahlreichen Gästen. Der jüngste Zuhörer war gerade einmal zwei Wochen alt.


Nadja Dummer, Anna Labonte, Judith Schäfer, Charlotte Sonntag
(alle Violine) und Maia Christodaro (Cello) vom Vororchester des Wachtberger Jugendorchesters wurden bei ihrem Auftritt von Regula Sager begleitet.

Kinderkonzert: Junge Geigerinnen. (Foto: GW)
Birgitta Winnen
unterstützte anschließend den Vortrag der Geigenschülerinnen und -schüler des Wachtberger Jugendorchesters Jule Benna, Klara Weber, Sophia Schulze, Emma Neegham, Leonhard Schönefeld, Helena Jacob sowie nochmals Nadja Dummer und Helena Zieger. Kinderkonzert: Kleiner Meister am Fagottino. (Foto: GW)Als kleine Virtuosen auf dem Cornett bzw. dem Fagottino zeigten sich Sebastian Naß und Martinus Conradi, die jeweils ein Solo spielten.

 

Kinderkonzert. Duo mit Gesang und Klavier. (Foto: GW)
Fortgesetzt wurde das Konzert von den Solisten Julius Bauß (Klavier), Vincent Rau (Trompete) sowie den Schwestern Julia-Sophie und Anna-Maria Franke, die mit Gesang und am Klavier überzeugten.

Kinderkonzert: Kleine Meisterin am Cello. (Foto: GW)Wie andere Kinder auch wurde Luise Braumann (Cello) von einem Elternteil am Piano begleitet. Es wurde deutlich, dass sich die jungen Talente nur durch die familiäre Förderung und den professionellen Unterricht entfalten können.

 

Kinderkonzert: Junger Meister am Klavier. (Foto: GW)


Lina Förster, Vera Merziger
(beide Violine) sowie Marie Tollmann (Klavier) zeigten anschließend ihr großes Können.

 

Ingrid Wessels, bekannte Pianistin aus Wachtberg, hatte einige der Schülerinnen auf das Konzert vorbereitet. Zum Schluss erfreuten noch einmal die vier Bläser mit einer „Intrade“ von Johann Pezelius das Publikum.

Jutta Rau dankte den Hausherren Gabriela und Georg von Loë, die zum zweiten Mal die Burgtore für ein Konzert der kleinen „großen“ Musiker geöffnet hatten.

Kinderkonzert: Zum Schluss gab's als Dankeschön für die Nachwuchsmusiker Sonnenblumen. (Foto: GW)

Kinderkonzert: Alfred Schneider, Kukiwa-Vorsitzender, dankte allen jungen Musikern für ihren Einsatz. (Foto: GW)

 

 

 

 

 

 

 

Ein Dank ging auch an Alfred Schneider vom Verein Kunst und Kultur in Wachtberg, der das Konzert unterstützt hatte. Schneider lobte die kleinen Virtuosen, deren beherzte Auftritte, hoffte er, vielleicht auch auf andere Kinder die Faszination der Musik übertragen würden. (GW)