Gemeinde Wachtberg

Kulturelle Leckerbissen in der Pecher Café und Weinbar

Kunst-Lese in der Pecher Café und Weinbar. (Foto: GW) Wachtberg-Pech – Die erst kürzlich von Silvia und Michael Suhrcke eröffnete Pecher Café und Weinbar war am ersten Wochenende der diesjährigen 7. Wachtberger Kulturwochen der Geheimtipp unter den Kulturinteressierten. Dicht gedrängt und bei bester Laune saßen sie in dem kleinen, gemütlichen Lokal und bekamen ein vielseitiges Programm geboten.

 

2013 Kulturwochen (Banner)

 

 

Mit Kunst-Lese hatten die Künstlerinnen und Künstler ihre gemeinschaftliche Ausstellung bzw. ihr Veranstaltungsprogramm betitelt.

Kunst und Kunsthandwerk

Kunst-Lese mit Manfred Niche. (Foto: GW)
Um Kunst ging es bei Manfred Niche aus Villiprott. Er zeigte eine Auswahl seiner Aquarelle, besonders schön die Abbildung einer Rose in drei, auch farblich unterschiedlichen Varianten. Daneben stellte er verschiedene Einrahmungsmöglichkeiten vor, wobei seine Über-Eck-Rahmen immer wieder für Erstaunen und Begeisterung sorgen. Neu waren seine kleinen Inneckrahmen für den Tisch – eine witzige Art, zwei Fotos in Szene zu setzen. (Internet: www.aquarelle-rahmen.com)

 

Kunst-Lese mit Gerti Tannert. (Foto: GW)Gerti Tannert demonstrierte ihre Kreativität mit ungewöhnlichen Schmuckobjekten. Die Goldschmiedin stellte u.a. nach oben halb geöffnete Ringe aus, die durch jeweils zwei schmuckvolle Aufsätze am Finger halten, wovon sich die eine oder andere Besucherin gerne überzeugen ließ. Eine Version bot Tannert zudem mit verschieden farbigen Filz-Inlets zum Auswechseln an – dann passt der Ring immer zum Outfit. Beliebte Materialien sind bei Tannert Holz und Stein. So verwendet sie Kieselsteine sowie Ebenholz und Ilex in ihren Kreationen.

 

Engel und Polizisten

Kunst-Lese mit (v.l.n.r.) Gerti Tannert, Manfred Niche, Silvia Korth und Conny Hartmann, Elke Dutschun sowie den Gastgebern Silvia und Michael Suhrcke. (Foto: GW) Um Kunst-Lese ging es in zwei Lesungen. Am Samstag stand eine Begegnung mit Elke Dutschun aus Pech auf dem Programm. Sie las, im vollbesetzten Café, nachmittags aus ihrem Buch „Die Erbin der Träume“ und ging dabei der Frage nach, welche Bedeutung Engeln in der heutigen Zeit noch zukommt, ob es sie überhaupt gibt und ob wir sie sehen. Fazit der Autorin: Wer offen durch die Welt geht und in sich hinein hört, kann Engeln begegnen und das Glück finden. Ihre Worte verzauberten die „engelsstill“ lauschenden Zuhörer, und so mancher mag sich nach der Lesung für eine Zeit befreit gefühlt haben von bedrückenden Gedanken.

Kunst-Lese mit Janine Binder. (Foto: GW)
Ein ebenfalls volles Haus empfing auch die junge Polizeibeamtin Janine Binder aus Villip zu ihrer Lesung am Sonntag. Mit kurzen, immer auf den Punkt gebrachten Geschichten aus dem realen Polizeialltag faszinierte die Autorin ihr Publikum. In ihrem 2011 erschienenen Buch „Seine Toten kann man sich nicht aussuchen“ beschreibt Binder u.a. äußerst humorvoll die Rettung einer Schafherde auf der A1, schildert aber andererseits sehr einfühlsam und traurig ihr vergebliches Bemühen um einen jugendlichen Selbstmörder. In einer Art Tagebuch hatte Janine Binder vor Jahren begonnen, ihr auch immer wieder belastendes Berufsleben als Polizistin zu verarbeiten. Eine literarische Plattform fand sie inzwischen auf der von einem hessischen Kollegen eingerichteten Internetseite „Die Polizei-Poeten“.

Kunst-Lese mit dem Duo "Vis-à-vis". (Foto: GW)

 

Musikalische Leckerbissen servierte das bekannte Wachtberger Duo Vis-à-vis um Silvia Korth (Saxophon) und Conny Hartmann (Gitarre). Mit ihrem zweistimmigen Gesang und Liedern aus Rock, Pop und Oldies bereicherten die beiden Musikerinnen auf beschwingte Art und Weise den Samstagabend dieser ganz besonderen Kunst-Lese in der Pecher Café und Weinbar.

 

Die Pecher Café und Weinbar, Pecher Hauptstraße 88 in Wachtberg-Pech hat mittwochs bis sonntags jeweils von 14.30 bis 22.00 Uhr geöffnet, Telefon (0228) 90299642. (GW)