Gemeinde Wachtberg

Hollywood auf Burg Gudenau - Show-Konzert bildet spektakulären Abschluss der Kulturwochen

Anton-Raaff-Konzert: Mit einem Show-Konzert des Wachtberger Jugend- und Kammerorchesters gingen die diesjährigen 5. Wachtberger Kulturwochen glamourös zu Ende. (Foto: GW) Wachtberg-Villip – Schon die Bühne sah anders aus – in großen Stufen stieg sie nach hinten an. Auch das Orchester war anders gesetzt als sonst – rechts und links, mittig blieb eine breite Treppe frei. Spätestens als Orchesterleiter Hans Werner Meurer im weißen Dinner-Jackett diese Stufen hinunter schritt und die Gäste auf Englisch begrüßte, ganz im Stil amerikanischer Show-Stars, war klar, dass dieses Anton-Raaff-Konzert etwas Besonderes bieten würde.

5. Wachtberger Kulturwochen vom 1. bis 17. Juli 2011 (Logo)



Unter dem Titel „Broadway meets Hollywood“ präsentierten das Wachtberger Jugend- und Kammerorchester in der vollbesetzten Remise der Burg Gudenau ein Programm, das den Großen des amerikanischen Show-Business gewidmet war … allen voran natürlich Frank Sinatra.

Anton-Raaff-Konzert: Nico Heinrich sang Frank Sinatra Klassiker wie „New York, New York“. (Foto: GW)
 

So führte der musikalische Ausflug, nach begrüßenden Worten von Bürgermeister Theo Hüffel und Hausherrin Henriette Gräfin Strasoldo, zuerst an den Broadway nach New York – unverkennbar interpretiert mit dem Lied „New York, New York“.

Der junge Wachtberger Tenorsänger Nico Heinrich intonierte den Klassiker mit ebenso großer Ausdruckskraft und klarer Stimme wie wenig später „My Way“.


„Ich dachte, da kommt wirklich Frank Sinatra“, werden nach dem Konzert einige Besucher sagen. Es folgte ein Medley verschiedener Sinatra-Melodien wie „That’s Life“, „The Lady is a Tramp“, „Strangers in the Night“ und „I’ve got you under my skin“.

Hintergrund-Projektionen von Fotos u. a. der New Yorker Skyline, von Frank Sinatra oder von zur jeweiligen Musik passenden Theaterplakaten begleiteten die Show, die auch Licht und Ton mäßig perfekt choreografiert war. Nach Hits aus den Musicals „Cabaret“, „Mame“ und „Annie get your gun“ folgte „Moon River“ aus „Frühstück für Tiffany“, brillant gespielt … vor einem hell leuchtenden Mond auf der Bühnenwand.

Anton-Raaff-Konzert: Kim Fugenzi begeisterte u. a. mit „When I fall in Love“. (Foto: GW)

 

Mit Kim Fugenzi betrat der zweite Solo-Gast die Show-Bühne. „When I fall in Love“, nur am Klavier begleitet von Kammerorchester-Mitglied Sebastian Engels, interpretierte die erst siebzehnjährige Sopransängerin aus Villip stilsicher mit viel Gefühl.

Das Sinfonieorchester bewies anschließend sein ganzes Können. Mit den Symphonic Dances aus „Fiddler on the Roof“, in Deutschland besser als Musical „Anatevka“ bekannt, zeigte es sich von seiner schnellen, spritzigen Seite und meisterte auch schwierige Passagen mit Leichtigkeit.

 

Musik aus „Evita“ läutete die zweite Konzerthälfte ein. Kim Fugenzi überzeugte auch hier – beeindruckend ihr „Don’t cry for me Argentina“.

Louis Armstrong widmeten die Musikerinnen und Musiker ein Medley so berühmter Lieder wie „When the Saints Go Marching in“, „Hello Dolly“ und „What a Wonderful World“, letzteres wieder wunderbar gesungen von Nico Heinrich.

Und schließlich war die musikalische Reise in Hollywood angekommen. Auf dem Programm standen zwei unvergessliche Titelmusiken aus „James Bond“ Filmen – „From Russia with Love“, bravourös von Nico Heinrich vorgetragen, und „Goldfinger“, schön emotional gesungen von Kim Fugenzi.

Zu guter Letzt brach das Orchester mit Musik aus „Star Treck“ Filmen in intergalaktische Höhen auf. Das Publikum, das dieses Konzert mit anhaltendem Applaus belohnte, holte das Orchester jedoch noch einmal zurück – für eine Zugabe. In einer reinen Orchesterfassung erklang „Goldfinger“ ein zweites Mal und war ebenso beeindruckend und schwungvoll wie die bereits gehörte Version mit Gesang.

Orchesterleiter Hans Werner Meurer bedankte sich beim Publikum, darunter viele Vertreter aus Verwaltung und Politik einschließlich aller Fraktionsvorsitzenden, und stellte stolz die Musiker der verschiedenen Instrumentalgruppen vor. Die Musikerinnen und Musiker hätten, wie er sagte, Großartiges geleistet. Er machte deutlich, dass sich dieses große Orchester aus Musikern aller Altersstufen zusammensetzt, das jüngste Mitglied sei erst elf Jahre alt. Besonderen Dank richtete er an Henriette Gräfin Strasoldo, die wieder die Tore der Burg Gudenau für dieses Konzert geöffnet hatte, und an alle Förderer, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.

Das diesjährige Anton-Raaff-Konzert bildete gleichzeitig den Abschluss der 5. Wachtberger Kulturwochen, die damit ein wahrlich krönendes Ende erfuhren. (GW)

Anton-Raaff-Konzert: Einmal im Jahr treten die Mitglieder des Wachtberger Kammerorchesters und Jugendorchesters gemeinsam in einem Konzert auf Burg Gudenau auf. (Foto: GW)