Gemeinde Wachtberg

Gar nicht klein kariert

Quilts in außergewöhnlich kunstvollen Formen präsentierten die Quiltwachteln im Limbachstift – den Senioren überreichten sie Quilt-Herzen als Geschenk. (Foto: GW) Wachtberg-Berkum – Wer bei Quilts an zusammengenähte Stoffquadrate dachte, der wurde beim Besuch der Ausstellung der „Quiltwachteln“ im Rahmen der 5. Wachtberger Kulturwochen im Limbachstift in Berkum mehr als überrascht.

5. Wachtberger Kulturwochen vom 1. bis 17. Juli 2011 (Logo)

 

 

Kunstfertig und künstlerisch, das Ergebnis oft monatlangen Fleißes, versetzten die präsentierten Quiltarbeiten die Mehrzahl der über 400 Besucher in Staunen. Nicht nur Decken mit schönen grafischen Mustern waren zu sehen, sondern auch Taschen, Kissen, Wandbehänge und Bilder in Quilttechnik.

Aus Stoffen in verschiedenen Mustern, in Streifen und zu Kreisen geschnitten, gefaltet, bestickt und appliziert hatten die Näh-Künstlerinnen Kunstwerke geschaffen, die ganze Landschaften mit Häusern und Bäumen, Gartenimpressionen mit Blumen und Teichen und vieles mehr darstellten.

Quiltwachteln: Das Ergebnis vieler Wochen – ein Quilt mit grafischen Mustern. (Foto: GW)
Von Brigitte Pfeifer stammte u. a. ein wunderschönes, fast realistisch wirkendes Bild eines Gartens. Es dauere viele Wochen und oft auch Monate solche „Quilts“ zu machen, erläuterte sie. Sieben Monate habe sie zum Beispiel an „New York Beauty“ gearbeitet, einem großen Wandbehang mit grafischen Mustern in prächtigen Farben.

Claudia Hausdorf zeigte Quilts in gedeckten Farben und mit einer rein grafischen Gestaltung. Sie wurde, wie Pfeiffer, in den USA vom „Quilt-Virus“ infiziert.


Auch Genoveva Scheuerer bevorzugt eher klassische geometrische Kompositionen. Sie zeigte in ihren ausgestellten Werken einige in schönen leuchtenden Farben.

Gertraud Ratzke experimentiert in ihren Quilts mit verschiedenen Materialen. So stellte sie eine Arbeit in Gelbtönen vor, in die sie u. a. ein Stück eines Zitronennetzes eingenäht und zusätzlich mit Perlen bestickt hatte.

Sigrid Bauer verwendet Reste von Tauf- und Brautkleidern und macht sie zu „Spitzenquilts“.

Ingrid England stellte u. a. zwei Gardinenschals „Dutch Treat“ aus, die jeweils aus 104 Quadraten zusammengesetzt waren - jedes mit einem anderen, an holländische Kacheln angelehnten Motiv.

Quilt-Gewinnspiel: Wachtbergs stellvertretende Bürgermeisterin Rita Braun spielte die Glücksfee und zog die Gewinnerlose. (Foto: GW)


Ein Gewinnspiel, bei dem es verschiedene Quilt-Sachen zu gewinnen gab, brachte den Quilt-Damen 200 verkaufte Lose ein. Den Erlös daraus in Höhe von 200 Euro sowie eine ganze Kiste voller Quilt-Herzen überreichten sie Pflegedienstleiterin Sabine Theisen als Spende für die Seniorinnen und Senioren des Limbachstiftes. Wachtbergs stellvertretende Bürgermeisterin Rita Braun spielte schließlich Glücksfee und zog die Gewinnerlose:
Der erste Preis, eine große Quilt-Decke, ging an eine Besucherin aus Rheinbach … ein schöner Beweis dafür, dass die Wachtberger Kulturwochen auch von Einwohnern der Nachbarkommunen besucht werden. (GW)