Gemeinde Wachtberg

Ist das Kunst oder kann das weg

Rosenberg: Ein Blick in Gudrun Rosenbergs Kulturgarten. (Foto: GW) Wachtberg-Gimmersdorf - Die 5. Wachtberger Kulturwochen - Gudrun Rosenberg und ihre Künstlergruppe waren am 9./10.Juli 2011 mit Rosenbergs Kulturgarten wieder dabei.

 

5. Wachtberger Kulturwochen vom 1. bis 17. Juli 2011 (Logo)

 

Wie immer präsentierten sie ein abwechslungsreiches Kunst- und Kulturprogramm … dieses Mal mit einem besonderen Überraschungsgast.

 

Hans-Jürgen Döring, Vorsitzender des Kulturfördervereins „Kunst und Kultur in Wachtberg“, eröffnete die Ausstellung, an der in diesem Jahr neun Künstlerinnen und Künstler teilnahmen:

Kirsten Arians stellte ihre schönen Tierporträts in Pastellkreide aus.
Hildegard Auen-Kühlwetter zeigte vor allem Acrylmalereien in warmen Erdtönen wie Gelb, Ocker, Olivdie – vorwiegend Landschaften, die sie leicht verfremdet hatte.
 

Rosenberg: Ulrike Brücken (li.) zog mit ihrem Perlenschmuck wieder viele Besucherinnen an. (Foto: GW)Ulrike Brücken begeisterte in diesem Jahr wieder mit ihren Schmuckkreationen aus kleinen Glasperlen. Neu waren Ketten aus Filzperlen kombiniert mit Perlen und Anhänger aus großen matten Polaris-Kugeln, eingefasst von kleinen glitzernden Swarowski-Perlen.

Anne-Rose Kontetzki präsentierte u. a. neue Tonköpfe, die sie jetzt zusätzlich mit Blattgold oder Kupfer belegt.

Rosenberg - eine Skulptur der Künstlerin. (Foto: GW)

Ortrun Lohse
zeigte in dieser Ausstellung gegenständliche statt der gewohnt abstrakten Bilder, wie das einer Treppe, deren Stufen nach oben immer flacher und der Aufstieg dadurch einfacher werden.

Jochen Müller hatte neben seinen Landschaftsbildern neue Porträts von bekannten Musikern wie Keith Richard, Udo Lindenberg und Miles Davis mitgebracht.

Heiner Pilger zeigte Aquarelle und seine bekannten heimischen Motive.

Rosenberg: Lin Weiss beeindruckte mit einem Porträt im Art-Deco-Stil. (Foto: GW)Lin Weiss überzeugte u. a. mit einem großformatigen Porträt in Acryl, einer Auftragsarbeit im Art-Deco-Stil von Tamara de Lempicka, das besonders durch ein leuchtendes Grün ins Auge fiel.

Rosenberg: Die Gastgeberin Gudrun Rosenberg präsentierte neue Plastiken. (Foto: GW)

Die Gastgeberin, Gudrun Rosenberg, stellte neue Plastiken und Skulpturen aus – interessant ihre Plastik „Und der Teufel ist immer mit im Boot“.


Als Gast war der Künstler Enrico Pellegrino, leider nicht persönlich, mit einigen seiner Werke im kleinen Gewächshaus präsent.
Besucher waren aufgefordert, die kleine Bilderschau immer von links zu beginnen. So erfuhren sie erst etwas über künstlerisches Schaffen, konnten sich über ein Bild wundern, das einzig drei auf eine weiße Leinwand geklebte Ähren zeigte und wurden schließlich mit der Frage konfrontiert: „Ist das Kunst oder kann das weg?“
Anhand von einigen Beispielen, wie „Kunstwerke“ als solche beurteilt und gehandelt wurden, sollte der Betrachter sich Gedanken über Kunst machen: „Ist es Kunst, weil der Künstler sich dabei etwas dachte, reicht es, wenn der Kunstfachmann erklärt, was wir sehen sollen oder spielt auch eine Rolle, was wir wirklich sehen und ob das für uns Kunst ist oder nicht?“

Rosenbergs Künstlergruppe: (v.l.n.r.) U. Brücken, A.-R. Kontetzki, H. Auen-Kühlwetter, O. Lohse, G. Rosenberg, L. Weiss, K. Arians u. Jochen Müller (es fehlt H. Pilger). (Foto: GW)Der Künstler outete sich schließlich und erklärte, die Texte seien Zitate aus Kunstrezensionen einer bekannten Tageszeitung und er, Enrico Pellgrino, heiße auf deutsch Heiner Pilger … was dann regelmäßig zur Erheiterung des jeweiligen Betrachters und zu weiteren Diskussionen mit anderen Enrico-Kennern führte.


Rahmenprogramm
Gudrun Rosenberg bot in ihrem Kulturgarten nicht nur Kunst sondern wieder auch ein buntes musikalisches Programm.

Am Samstag spielte der Pianist Thomas Lennartz eigene Jazz-Kompositionen und die Watchhill Stompers unterhielten in beliebter Weise, aber in kleiner Besetzung nur Christian Achenbach (Susafon) und Eugen Entre (Banjo) mit einem tollen Gast-Trompeter

Am Sonntag trat neben dem Jazz-Pianisten, Thomas Lennartz, fast schon Tradition, am Nachmittag der Tenorsänger Nico Heinrich auf. Er trug drei Schubert-Lieder vor, als Zugabe Franz Léhars gefühlvolles „Dein ist mein ganzes Herz“. Mit Sketchen erheiterten anschließend Mitglieder der Studiobühne Wachtberg die Gäste. Besonders lustig gestalteten sie den Vortrag von Goethes Gedicht „Osterspaziergang“, das sie – ganz TV-mäßig – immer wieder mit Werbebotschaften unterbrachen. (GW)