Gemeinde Wachtberg

Offenes Atelier bei Michael Franke mit großem Rahmenprogramm

Michael Franke öffnete seine Atelier- und Galerieräume in Gimmersdorf für seine Ausstellung „Atufrafineha“ und bot zudem ein großes musikalisches Programm, u. a. einen „Salon Latino“. (Foto: GW) Wachtberg-Gimmersdorf – Wachtbergs dreifaltiger Fruchtbarkeitsgöttin Atufrafineha hat der international renommierte Künstler Michael Franke seine aktuelle Ausstellung gewidmet, die im Rahmen der 5. Wachtberger Kulturwochen vor zahlreichen Gästen von Hans-Jürgen Döring, dem Vorsitzenden des Vereins Kunst und Kultur in Wachtberg, am 2. Juli 2011 in der Galerie des Künstlers in Gimmersdorf eröffnet wurde.

5. Wachtberger Kulturwochen vom 1. bis 17. Juli 2011 (Logo)
 

 

Atufrafineha war ein Heiligtum in Berkum gewidmet. Inspiriert durch diesen Matronenkult der Römerzeit, am Fuße des Wachtbergs, zeigte Franke einen Gemälde-Zyklus, der Wachstum, Vegetation und den Kreislauf des Daseins zum Thema hatte. Die nähere Region um seine Hofanlage in Gimmersdorf mit ihren Feldern, Wiesen und alten Bäumen habe ihn, erklärte Franke, der seit drei Jahren in Wachtberg wohnt, bei dieser Arbeit stark beeinflusst.

Michael Franke (li.) und Kukiwa-Vorsitzender Hans-Jürgen Döring (re.) bei der Ausstellungseröffnung, die Daniel Noll auf der Harfe musikalisch begleitete. (Foto: GW)


So präsentierte Franke seine neuesten Bilder in Grüntönen, deren Intensität oder Grünkraft die aufstrebende Kraft, die Energie und das Blühen und auch Verblühen widerspiegeln.
Wie in einem Jahreszyklus geht lichtes, frühlingshaft aufkeimendes Grün in kraftvolles, Fruchtbarkeit symbolisierendes Grün über, um dann mit gelbbräunlichem, das Vergängliche ausdrückende Grün den Kreislauf der Fruchtbarkeit zu beenden.
Naturheiligtümer ständen auch immer an besonderen Stellen in der Natur, erläuterte Michael Franke.

Michael Franke mit dem Überraschungsgast der Vernissage – sein ehemaliger Deutschlehrer Konrad Hombach. (Foto: GW)
Mit dem Bilderzyklus „Atufrafineha“ versuche er, die Göttin als Inbild der dreigestaltigen Fruchtbarkeit in ihrer Beziehung zum Kreislauf der Natur zu versinnbildlichen und aufzuzeigen, dass das Heiligtum um uns ist.

Die Vernissage begleitete musikalisch der erst 16-jährige Daniel Noll auf der Harfe.

Überraschungsgast am Eröffnungsabend war zudem der ehemalige Deutschlehrer von Michael Franke, Konrad Hombach, der von dessen künstlerischen Anfängen berichtete. Während seiner Unterrichtsstunden sei ihm der Schüler Franke schon früh durch seine Zeichnungen in die Schulhefte aufgefallen, so Hombach.

 

Rahmenprogramm

In der beeindruckend restaurierten und zu Atelier und Galerie umgebauten Hofanlage von Michael Franke wurde den Besuchern während der 5. Wachtberger Kulturwochen nicht nur Kunst sondern auch ein interessantes musikalisches Rahmenprogramm geboten.

Vor über hundert Gästen beeindruckte am ersten Sonntagvormittag das Wittbrodt Streichquartett in kleiner Besetzung mit Elisa Wittbrodt (Geige), Robert Wittbrodt (Gitarre) und Cruz Marin Rosas (Cuatro) und der Sopranistin Barbara Felicitas Marin sowie dem Gast-Trompeter Dominique Röhl mit „Salon Latino“, einer Mischung aus Tango, Bossa Nova und klassischer südamerikanischer Musik.


Über 130 Zuhörern boten die Mitglieder des international bekannten Ensembles Sarband unter der Leitung von Dr. Vladimir Ivanoff im Rahmen des Projektes „Tonfolgen – Töne öffnen Türen“ am zweiten Sonntagmorgen ein Konzert der besonderen Art.

Tonfolgen – Töne öffnen Türen: Das Ensemble Sarband trat im Rahmen eines regionalen Kulturprojektes in der Kathedralscheune des Malers Michael Franke in Gimmersdorf auf. (Foto: GW)
Die Musiker Dr. Ivanoff, Miriam Andersén und Fadia el-Hage entführten zu einer Seelenreise „Vox Feminae“ mit mittelalterlicher Musik aus Orient & Okzident, Liedern aus dem frühchristlichen orientalischen Repertoire, Chorälen von Hildegard von Bingen und Birgitta von Schweden, geistlichen Lieder aus dem ländlichen Schweden und mit früher Mehrstimmigkeit aus dem spanischen Codex Las Huelgas. (Mehr über das Konzert des Ensemble Sarband im Rahmen des überregionalen Projektes „Tonfolgen – Töne öffnen Türen“ siehe ... hier.)

 

Weitere Infos zu Michael Franke im Internet unter www.michaelfranke.eu. (GW)