Gemeinde Wachtberg

Knutschende Kühe, blühende Blumen und trutzige Wächter

Pecher Künstler stellten aus – u. a. Holzobjekte von Doris Nath. (Foto: GW) Wachtberg-Pech/Berkum - Die Hallen des Gartencenters Bresemann am Wachtbergring in Berkum ließen viel Platz für die Ausstellung Pecher Künstler, zu der der Heimatverein Pech im Rahmen der 5. Wachtberger Kulturwochen am 2./3. Juli 2011 eingeladen hatte.

5. Wachtberger Kulturwochen vom 1. bis 17. Juli 2011 (Logo)

 

 

Zur Vernissage am Samstagvormittag begrüßte Günter Wagner, Vorsitzender des Heimatvereins Pech (HVP), zahlreiche Gäste, zu denen sich neben den Kunstfreunden auch der ein oder andere Gartencenter-Kunde gesellte. Die weitere Moderation, musikalische Begleitung und Vorstellung der einzelnen Künstler übernahm der Musiker Georg Krahe-Walsdorf.

Pecher Künstler: Marilies Wagner hat den Kontakt mit einer Kuh „hautnah“ auf die Leinwand gebracht. (Foto: GW)

 

Marilies Wagner zeigte einen Ausschnitt ihrer verschiedenartigen Bilder: imposante Ölmalereien in schwarz-weiß, Gletscher in Blautönen mit beinahe fühlbaren Eiskanten, im Flug festgehaltene Schwäne, ein lauernder Fuchs und, besonders beeindruckend da fast hautnah, das Bild einer Kuh, deren feuchte Schnauze den Betrachter im nächsten Moment zu berühren scheint.
 

 


Pecher Künstler unter sich - (v.l.) Marilies Wagner und Annelie Siebert, die u.a. Blumenbilder zeigte. (Foto: GW)

Annelie Siebert präsentierte klein- und großflächige Blumen, deren Schönheit sie präzise zum Ausdruck bringt, sowie Stillleben und Landschaften.

Eine ganz andere Kunstart stellte Doris Nath aus. Ihre schweren modernen Plastiken aus Holz standen nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Anfassen da. Deren schöne Formgebungen und glatten Oberflächen verleiteten fast zum Streicheln. Bronze-Plastiken zeugten ebenso von der Fertigkeit der Künstlerin wie auch einige in Öl gemalte Landschaftsbilder.

Ernst Jörg Kruttschnitt mischt seine Malereien mit Elementen aus der Fotografie. Er zeigte ein großformatiges Bild in Schwarz und Rot, das die trutzigen Wächter von San Malo darstellt. Diese Wächter, mächtige Stämme, sind ein zuverlässiger Schutz der Stadt vor den Atlantikwellen.

Pecher Künstler stellten auf Initiative von Günter Wagner (li.) und Christa von Düsterlho (3.v.r.) vom Pecher Heimatverein ihre Werke in einer Gemeinschaftsausstellung aus. (Foto: GW)


 

Michael Frechen bevorzugt als Stilrichtung den Impressionismus. Seine Vorlagen sind überwiegend Landschaften, die er in Öl- und Aquarellfarben festhält. Bei dieser Ausstellung zeigte er seine Liebe zu Bonn mit Bonner Motiven, die er leicht und ausdrucksstark auf die Leinwand setzte.


Der Hobby-Fotograf und Mitbegründer des Bad Godesberger Fotoclubs Heinz Schmidt belebte die Ausstellung mit außergewöhnlichen Fotos einer Reise durch die syrische Wüste.

Die Ausstellung brachte nicht nur viele interessante Gesprächen zwischen Künstlern und Besuchern, sondern war auch eine neue, gelungene Erfahrung für den Heimatverein Pech, der diese Veranstaltung initiiert hatte. (CvD / GW)