Gemeinde Wachtberg

Projekt „VIKTOR“ sucht alleinstehende alkoholabhängige Männer

Rhein-Sieg-Kreis (Logo m. gr. Rahmen) Rhein-Sieg-Kreis (an) – Alkoholabhängigkeit findet sich in unserer Gesellschaft in allen Bildungsschichten und Altersgruppen. Oft begleitet Einsamkeit die Suchtkrankheit. Das wiederum kann zu mehr Alkoholkonsum führen und somit immer tiefer in die Suchtspirale.

Raus aus der Einsamkeit mit weniger Alkohol
Das Projekt „VIKTOR“ richtet sich an alleinstehende Männer ab 55 Jahren, die zu viel Alkohol trinken. Gemeinsame Sitzungen sollen die Teilnehmer dazu bewegen, das Trinkverhalten zu ändern, den Alkoholkonsum zu reduzieren und vielleicht komplett auf Alkohol zu verzichten. Ein weiteres Ziel ist es, die Männer zu motivieren, wieder am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Suchtkranke haben oft ihre Kontakte eingeschränkt oder abgebrochen, Freizeitaktivitäten eingestellt und sich zu Hause abgeschottet. Ein Durchbrechen dieser selbst gewählten Einsamkeit könnte ein erster Schritt in ein suchtfreies Leben sein.

  • Eine linksrheinische Gruppe soll sich ab Freitag, 10. Juni 2022, in der Caritas Suchtberatungsstelle in Bornheim, Königstraße 25, zusammenfinden.
    Kontakt und Anmeldung: Andrea Kölsch, Caritas Suchtkrankenhilfe, Pfarrgasse 6, 53359 Rheinbach, 02226 8943030, andrea.koelsch@caritas-rheinsieg.de
     
  • Rechtsrheinisch ist ab Mittwoch, 15. Juni 2022, eine Gruppe in der Suchtberatungsstelle der Diakonie An Sieg und Rhein in Troisdorf geplant.
    Kontakt und Anmeldung: Christian Weber, Suchthilfe der Diakonie An Sieg und Rhein, Poststraße 91, 53840 Troisdorf, 02241 2544426, weber@diakonie-sieg-rhein.de

Falls sich mehr Männer melden, die teilnehmen möchten, könnte sich auch eine dritte Gruppe in der Caritas Suchtberatung in Siegburg zusammenfinden.

Das Projekt ist auf zehn Wochen angelegt. Die Treffen finden einmal in der Woche statt, den Teilnehmern wird bei Bedarf ein Fahrdienst zur Verfügung gestellt.

Für „VIKTOR“ haben sich die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen und das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung zusammengeschlossen. Fördermittel kommen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW.