Gemeinde Wachtberg

Kräftige Farben und kleine Geister

Atelier MOJA: „Jardin“ von Monique Jacquemin. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Niederbachem (mm) – Das Atelier MOJA der Künstlerin Monique Jacquemin in der alten Korn- und Ölmühle in Niederbachem zählt seit vielen Jahren schon zu den regelmäßigen Teilnehmern der Wachtberger Kulturwochen… so auch in diesem Jahr.

14. Wachtberger Kulturwochen - Banner

 

 

 

Gastgeberin Jacquemin überrascht dabei immer mit jeweils wechselnden Gastkünstlerinnen und -künstlern, zur diesjährigen 14. Ausgabe des Kulturevents im Ländchen mit der Künstlergruppe „Azzurri“.

Atelier MOJA: (v.r.) Monique Jacquemin mit Marcela Beran, Kirsten Abersfelder, Thomas Focken, Claudia Marx. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Lust auf Farbe und Lustiges im Atelier MOJA

In der großen Scheune zeigten drei Künstlerinnen der Azzurri-Gruppe ihre Arbeiten.

Atelier MOJA: „Menschen“ von Gabi Boesl-Didion. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)
Gabi Boesl-Didion zeigte ein in leuchtenden Blau- und Rottönen gehaltenes Werk, „Menschen“.

Atelier MOJA: Marcela Beran vor ihrem Bild nach einem 60er-Jahre Kinderfoto. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Marcela Beran überzeugte mit ihren großformatigen Acrylbildern, wie einer „Herbstlandschaft“ und „Las Salinas de San Miguel“. In dem Werk „Die Ernte“, bei dem Beran ein altes Kinderfoto als Vorlage gedient hat, ging die moderne künstlerische Interpretation einen interessanten Austausch mit dem 60er-Jahre-Stil des alten Fotos ein.
 

Atelier MOJA: Claudia Marx vor „Im Hochofen“ (li.) und „In der Tiefe“. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

Claudia Marx, die Dritte in der Scheune, begeisterte ebenfalls mit Großformatigem. Sie hatte sowohl abstrakte Bilder, „Aus der Tiefe empor“ und „In der Tiefe“, wie auch eines, „Im Hochofen“, das eine Industrieszene zeigte, mitgebracht. Und Lustiges. Draußen, auf Staffeleien, präsentierte sie kleine witzige Arbeiten, bei denen sie selbst die Passepartouts kreativ mit dem Bild verwoben hatte.
 

 

Atelier MOJA: Kirsten Abersfelder vor „Catwlk“ (li.) und „Moulin Rouge“. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)
Im schönen Fachwerkhaus
stellte Kirsten Abersfelder (Azzurri) ihre Werke aus. Einerseits zeigte die Künstlerin Arbeiten, die mit ihrer Farbigkeit in u.a. Gelb-, Lila- und Pink-Tönen sofort ins Auge fielen, wie „Catwalk“ und „Moulin Rouge“, andererseits überraschte sie aber auch mit einem großen „Kunst-Wimmelbild“ in Schwarz-Weiß, das sie „Geisterwelten“ betitelt hatte.

Atelier MOJA: „Geisterwelten“ (Ausschnitt) von Kirsten Abersfelder. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

Auf einem eineinhalb mal eineinhalb Meter großen weißen Papier hat sie mit einem schwarzen Fine-Liner unzählige lineare Figuren gezeichnet und diese derart ineinander verschachtelt, dass ein überdimensionales „Such“-Bild entstanden ist, auf dem sicherlich jeder Betrachter immer wieder Neues entdecken wird.

Atelier MOJA: Thomas Focken vor seinem Bild nach einem Foto von ihm als Kind mit seinem Großvater. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 


Thomas Focken (Azzurri) zeigte interessante Ansichten eines Hafens und verschiedener Industrieanlagen. Aber auch er hatte, wie Beran, Persönliches künstlerisch verarbeitet. Ihm habe als Vorlage eine alte Kinderfotografie gedient, die ihn mit seinem Opa zeige, erzählte er. Auf dem nun entstandenen Bild habe er den Großvater verschwommener als auf dem Foto gemalt, um so seine schwache Erinnerung an damals zum Ausdruck zu bringen.


Atelier MOJA: „Am Fluss“ von Monique Jacquemin. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)
Monique Jacquemin selbst präsentierte Bilder, die allesamt durch ihre kräftigen Farben überzeugten, teils mit ihrer schier überbordenden Farbfülle zu Hinguckern wurden. Ihre Motive sind gewohnt vielfältig, oftmals Alltagsszenen. In „Die Brücke“ verbindet ein Reiher im Vordergrund den ansonsten technischen Bau mit der Natur. „Am Fluss“ zeigt in leuchtenden Rot- und Gelbtönen ein Boot und mehrere Personen im Wasser. Die Ränder sind dabei unscharf, was wie ein Weichzeichner wirkt und so die Stimmung umso intensiver einfängt. Auch einige abstrakte Arbeiten hatte Jacquemin dabei, sehr schön ein wahrer Farbenrausch in ihrem „Jardin“, ihrem  Garten.