Gemeinde Wachtberg

Überzeugendes Chor-Konzert der Deutschen Welle

Wachtberger Kulturwochen: Der Chor der Deutschen Welle. (Foto: GW) Wachtberg-Berkum - Fröhlichkeit und bunte Vielfalt übermalten an diesem Benefiz-Abend die nüchterne Schulaula in Berkum. Die Zuschauer strömten trotz sommerlichen Wetters zahlreich in luftiger, farbenfroher Kleidung in den Saal.

 

3. Wachtberger Kulturwoche(n)

 

 


Bis hin zur Blumendekoration auf der Bühne mit Wiesen- und Feldblumen überwog die Farbenpracht. Dann zog der Chor mit fröhlichem Swahili-Gesang in die Aula ein, alle 45 Sängerinnen und Sänger in ihrer jeweiligen Nationaltracht, ein prächtiges Bild. Da 21 Nationen in diesem multinationalen Deutsche Welle-Chor aktiv sind, ist es nicht schwer, sich diese Farbenfreudigkeit vorzustellen.

Unter der Leitung von Maja Braun wurde jedes Lied im landesüblichen Rhythmus und in der Original-Sprache vorgetragen, ob englisch, japanisch, russisch, spanisch, griechisch o. a., der Chor war perfekt. Auch darin bewies er seine Vielfältigkeit und gestaltete das Programm sehr abwechslungsreich.
Die eigene Freude am musikalischen Vortrag übertrug sich blitzschnell auf die Zuhörer. Die Moderation übernahm Marjory Lindardy, am Piano saß Hubert Arnold, und an der Tombak-Trommel schlug begeisternd der blinde Dr. Eskandar Abadi den heißen Rhythmus.
Bei mehreren Liedern hielt es einige im Saal nicht mehr auf den Sitzen, und es erklangen „Bravo“-Rufe. Vor allem das Duett von „Heidenröslein“ (Sopran- und Altstimme) eines weniger bekannten Komponisten überraschte durch einen ausdrucksvollen, gekonnten Vortrag.
Natürlich verließen die Sängerinnen und Sänger nicht ohne mehrere Zugaben, auch unter Einbeziehung der gesanglichen „Fähigkeiten“ des Publikums, die Bühne.

Dieses Konzert fand im Rahmen der Kulturwochen zum 40jährigen Bestehen Wachtbergs statt. Bürgermeister Theo Hüffel beschrieb in seiner Begrüßungsrede kurz den Werdegang der Gemeinde.

Wachtberger Kulturwochen: Medikamentenhilfe des Deutsche Welle Chor. (Foto: GW)
Der Erlös dieses Abends kommt dem gemeinnützigen Verein „Medikamentenhilfe für die III. Welt e.V.“ zugute, der im Moment vor allem ein Krankenhaus in Goma/ Ostkongo unterstützt.
Dr. Bernd Otte, der als deutscher Arzt dieses Krankenhaus ehrenamtlich und mit vielen Arbeitswochen unterstützt, berichtete den Zuhören eindrucksvoll über die katastrophale Lage in diesem Krisengebiet. Das Krankenhaus wurde 2002 durch ein Erdbeben völlig zerstört. Er und Dr. Stefan Wachtler haben als deutsche Ärzte mit dem Krankenhausarzt vor Ort in mühevoller Arbeit durch deutsche Spenden ein neues Krankenhaus aufbauen können.
Die ersten dort ausgegebenen Medikamente stammten vom Verein „Medikamentenhilfe für die III. Welt“, der über die Action Medeor die Arzneien nach Goma schickt.
 

Aber immer noch leben Hunderttausende durch Krieg und Aufruhr vertriebene Menschen in Zeltlagern unter den miserabelsten hygienischen Bedingungen.

In der Pause und nach dem Konzert hatten alle Zuhörer die Gelegenheit, sich sowohl bei den Ärzten als auch bei den Vertretern der Medikamentenhilfe zu informieren.

Der Verein dankt dem Chor der Deutschen Welle, denn er hat durch seinen wunderbaren, kostenlosen Vortrag dazu beigetragen, dass dem Krankenhaus weiterhin mit Medikamenten geholfen werden kann. Gespendet wurde an diesem Abend eine unglaubliche Summe: 2.008 Euro. (C. v. Düsterlho)