Gemeinde Wachtberg

Gruselgeschichten, Gänsehaut und Gewitterwolken - Studiobühne mit Grusel-Lesung an der Fritzdorfer Mühle

Studiobühne Wachtberg: Die Akteure der Grusel-Lesung an der Fritzdorfer Mühle. (Foto: GW) Wachtberg-Fritzdorf – Das Fürchten lehrten Mitglieder der Studiobühne Wachtberg in einer Grusel-Lesung an der Fritzdorfer Mühle, zu der sie im Rahmen der 3. Wachtberger Kulturwoche(n) eingeladen hatten.


 

3. Wachtberger Kulturwoche(n)



 

 

 

 

Studiobühne Wachtberg: Gebannte Zuhörer während der Grusel-Lesung an der Fritzdorfer Mühle. (Foto: GW)

 

 

Zu später Dämmerstunde fanden sich rund hundert Unerschrockene an dem einsam und verlassen außerhalb Fritzdorfs in den Obstplantagen gelegenen Mühlenturm ein.
Sie erlebten eine Lesung der besonderen Art – passend begleitet vom Heulen des Windes, der ein heraufnahendes Gewitter befürchten ließ, welches dann aber doch einen Bogen um die Anhöhe machte.



Den Gästen boten die Akteure auch ohne Blitz und Donner genügend Grund sich zu gruseln.
Studiobühne Wachtberg: Akteure während der Grusel-Lesung an der Fritzdorfer Mühle. (Foto: GW)
Akzentuiert führte Achim Rosenberg in das Thema ein und stellte zu Beginn mit seinem „Monolog des Bösen“ erst einmal die kleine Schwester des Bösen, die Boshaftigkeit, vor. In den folgenden Geschichten, vorgelesen von Margret Wille, Nico Heinrich, Sabine Hofmann, Gabi Sörgel, Andreas Felden und Doris Ehlert wurde es zunehmend böser. Neben skurrilen Todesfällen und Rachegedanken ging es darin auch um tödlich endende Begegnungen mit Spinnen und Schlangen sowie um eine Verabredung mit dem Liebsten, der sich schließlich als der Tod entpuppte.


Nach der Pause, in der die Studiobühne die Gäste mit Getränken und einem kleinen Imbiss erfreute, gestaltete sich die Lesung durch die nun vollständig hereingebrochene Dunkelheit und die sphärische Beleuchtung umso gruseliger.
Dass ein Anzug, der nur sonntags getragen werden darf, heimlich angezogen ein Stück Freiheit bedeuten aber auch den Tod bringen kann, davon handelte die von Petra Karrenbauer vorgetragene Geschichte. Morbid und bizarr mutete die anschließende Beschreibung eines Stuhles an, der, wie sich zum Ende zeigen sollte, aus Knochenteilen bestand. Was Teddys mit der Selbstbestimmung von Frauen zu tun haben, gab Sabine Hoffmann mit ihrer Darstellung eines Mordes zum Besten. Das Tubby-Ding stellte Robert Fürst vor. Ein Ausflug in wissenschaftliche Errungenschaften verbreitete eine ganz andere Art von Gänsehaut. Den Abschluss dieser ersten Grusel-Lesung der Studiobühne bildete der Klassiker „Advent“ von Vicco von Bülow alias Loriot, der zwar weniger zur Jahreszeit aber um so mehr zum Grusel-Abend passte.

Die Zuhörer dankten den Akteuren diesen besonderen Abend mit begeistertem Applaus und warten schon gespannt auf die nächste Lesung der Studiobühne Wachtberg. (GW)