Gemeinde Wachtberg

Kapellenstraße wurde zur Kunststraße

Kapellenstraße wird Kunststraße: (v.l.n.r.) Stephan Groger, Gundula Scholz, Heidrun Sonntag und Stephanie Pagels, die Gastgeberin Barbara Sonntag, Henrik Hahn und Ursula Schöpf. (Foto: GW) Wachtberg-Werthhoven – Anlässlich der 3. Wachtberger Kulturwoche(n) hatten sich mehrere Kulturinteressierte zusammengetan und in zwei Nachbarhäusern auf der Kapellenstraße in Werthhoven verschiedene Ausstellungen und Lesungen organisiert. So wurde die ruhige Wohnstraße ein Wochenende lang eine bunte Kunststraße.

3. Wachtberger Kulturwoche(n)

 

 

 

Barbara Sonntag hatte ihren schönen Garten einer Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern für deren Präsentationen zur Verfügung gestellt:

Stephanie Pagels
zeigte Modeschmuck, zum Teil aus Gold und Silber, mit Natursteinen wie Rosenquarz, Achat, Lava oder Koralle, und mit Perlen oder Swarowski-Steinen versetzt. Ihre Ideen sammelt die Hobby-Schmuckdesignerin, die seit den 60er Jahren und verstärkt in den letzten sechs Jahren Schmuck entwirft, zumeist auf Reisen.

Stephan Groger
, Goldschmied seit 1976, hatte eine Auswahl exklusiver Schmuckstücke mitgebracht. Sowohl klassisch als auch modern erweisen sich seine, alle als Unikat gearbeiteten Kunstwerke als solche mit bleibender Attraktivität. Keines seiner Stücke sei jemals von einem Käufer mit der Bitte um Um- oder Neugestaltung wieder zurückgebracht worden, sagt Groger voller Stolz.

Gundula Scholz
, den meisten Wachtbergern durch das Kellertheater Chateau Pech bekannt, stellte Aquarelle aus. Die Frage, wann sie denn für diese Art der Kunst neben dem Theater noch Zeit finde, wird nicht selten gestellt. Ihre Antwort: „Ich male auf meinen Reisen“, verwunderte wenig, zeigten ihre ausgestellten Bilder anmutige und beschauliche Reiseimpressionen in warmen, leuchtenden Farben.

Henrik Hahn
widmet sich in seiner Freizeit der Fotografie und der Dichtkunst. Auf seinen ausgestellten, vorwiegend in schwarz-weiß gehaltenen Fotos waren Landschaften und Urlaubsimpressionen, oft in nebeliger oder verschwommener Manier, zu sehen. Für diese besonderen Effekte hat er eigene Techniken entwickelt. Dass er nicht nur mit Fotos sondern auch mit Worten zu verzaubern weiß, stellte Henrik Hahn im Rahmen der Ausstellung mit einer Lesung aus seinem Gedichtband „Dämmerung der Gefühle“ unter Beweis. Moderne, neue Lyrik, so nennen Kenner seine Gedichte – geprägt von einer großen Begeisterung für den Dichter Heinrich Heine.

Kapellenstraße wird Kunststraße: (v.l.n.r.) Henrik Hahn und Ursula Schöpf. (Foto: GW)

 

Ursula Schöpf schloss sich der Lesung Hahns an und rezitierte aus ihrem Gedichtband „Haltestellen“ und aus ihrem neuen, in Kürze erscheinenden Buch „Tag für Tag – Abenteuer, Gedichte und Erzählungen“, in dem sie sich wieder sehr einfühlsam mit dem menschlichen Mit- und Nebeneinander auseinandersetzt und Momenten in verschiedenen Lebenssituationen nachspürt.

 

Kapellenstraße wird Kunststraße: Beatrix Mursch. (Foto: GW)

 

 

Neben Barbara Sonntag hatte auch Beatrix Mursch ihr Haus für die Kunst geöffnet.

Die Künstlerin gab in einem Workshop Einblick in ihre Arbeit als Kunsttherapeutin, und zeigte eine Auswahl ihrer persönlichen Werke – zumeist in Acryl, mit Struktur und Pastellkreide nachträglich bearbeitet.

Kapellenstraße wird Kunststraße: Kunstwerke von Beatrix Mursch. (Foto: GW)
 

Interessant waren auch ihre in sehr dunklen Farben gehaltenen Bildern, in denen erst auf den zweiten Blick die dargestellten Akte erkennbar sind. (GW)