Gemeinde Wachtberg

Kunst im Paradiesgarten mit Siebengebirgsblick - Ton, Wurzelholz und Saatperlen

Kulturwochen 2009: Paradiesgarten mit Siebengebirgsblick: (v.l.n.r.) Dr. Sabine Lippert, Elvira Paul, und Dr. Heinz Schlesinger. (Foto: GW) Wachtberg-Niederbachem – Objekte aus Ton, Wurzelholz und aus kleinen Saatperlen waren im schönen Garten der Eheleute Elvira und Johannes Paul am 1. und 2. August zu sehen. Anlässlich der 3. Wachtberger Kulturwoche(n) hatten Elvira Paul, Dr. Heinz Schlesinger und Dr. Sabine Lippert gemeinsam zum Kunsterlebnis mit Siebengebirgsblick eingeladen.

 
3. Wachtberger Kulturwoche(n)

 


 


Kulturwochen 2009: Paradiesgarten Siebengebirgsblick Toepfereien. (Foto: GW)Elvira Paul
, die Gastgeberin, modelliert schon seit vielen Jahren Plastiken aus Adendorfer Ton. Verschiedenste Figuren zieren ihren großen Garten – im Beet stehend, auf der Gartenbank sitzend oder hoch oben in den Bäumen angebracht. In mehreren Schulungen hat Paul dieses Kunsthandwerk erlernt und gibt ihr Wissen inzwischen in regelmäßigen Kursen an Interessierte weiter.


Kulturwochen 2009: Paradiesgarten Siebengebirgsblick Wurzelholzschwein. (Foto: GW)

Dr. Heinz Schlesinger
ist mit seiner Kunst weniger auf die gestalterischen Fähigkeiten seiner Hände angewiesen als vielmehr auf sein waches Auge. Alte, vermoderte Eichenwurzeln haben es ihm angetan. Aus ihnen gestaltet er, nachdem er das Holz gereinigt und getrocknet hat, skurrile Plastiken. Oft genügt ein Teilstück, das ihn zu einer Figur inspiriert. Was unvollständig ist, wird aus mehreren Wurzeln zusammengesetzt, wie das Wildschein, das im Wurzelwerk zwar schnell assoziiert werden konnte, aber die typischen Zähne hatte das Altholz nicht. Auch Schlesinger versteht sich als jemand, der anderen seine Kunst gerne näher bringt und andere animiert, selbst auf die Suche nach interessantem Wurzelwerk zu gehen.


Kulturwochen 2009: Paradiesgarten Siebengebirgsblick Schmuck. (Foto: GW)
Dr. Sabine Lippert
präsentierte Schmuck aus Saatperlen, kleinen Glasperlen ähnlich den Roccailles-Perlen. Das Fertigen von Perlenschmuck sei für sie, so Lippert, ein willkommener Ausgleich zu ihrer Arbeit als Ärztin. Die Schmuckstücke, Colliers, Armbänder, Ohrringe …, die Lippert fertigt, entstehen in stundenlanger Arbeit aus unzähligen kleinen Perlen und sind zum Teil mit Swarowski- oder anderen Steinen wie Türkisen und Labradorit versetzt. Ihre Stücke sind kleine Kunstwerke; jedes ein Unikat.


Die drei Künstler zeigten sich zufrieden mit der Ausstellung. Über 200 Besucher haben sich im Paradiesgarten mit Siebengebirgsblick umgeschaut. Sie haben Töpferideen und -tipps bei Elvira Paul gesammelt, sie haben interessiert gerätselt, welches Tier oder doch vielleicht etwas ganz anderes Dr. Schlesinger aus den verschiedenen Wurzeln herausgearbeitet hat, und sie haben von Sabine Lippert das ein oder andere Schmuckteil mit nach Hause genommen. (GW)