Gemeinde Wachtberg

Internationaler Besuch im Naturschutzgebiet Rodderberg und im Naturnahen Schaugarten in Berkum

Naturnaher Schaugarten: Neben dem Rodderberg war auch der Naturnahe Schaugarten am Berkumer Rathaus Ziel einer Exkursion im Rahmen der UN-Naturschutzkonferenz zur Biologischen Vielfalt. (Foto: Hans-Georg Levin) Wachtberg - Im Rahmen der UN-Naturschutzkonferenz zur Biologischen Vielfalt fand am 24. Mai 2008 eine Exkursion auf den Rodderberg und in den Naturnahen Schaugarten am Rathaus Berkum statt. Unter den rund 60 Teilnehmern waren auch internationale Gäste der Bonner UN-Konferenz.

Die beiden Exkursionsziele waren ausgewählt worden, weil sich dort interessante Details zum Thema „Schutz und Erhaltung der heimischen Artenvielfalt“ erläutern und erleben lassen.

Der Leiter der Biologischen Station Bonn, Dipl.-Biologe Christian Chmela, führte die Exkursionsteilnehmer über den Rodderberg, einen ehemaligen Vulkan, und erläuterte dessen geologische Besonderheiten. Aufgrund dieser speziellen Gegebenheiten existiert in dem heutigen Naturschutzgebiet eine Lebensgemeinschaft aus seltenen und Wärme liebenden Pflanzenarten und den an sie angepassten Tierarten, wie z.B. viele Arten von Wildbienen und Schmetterlingen. Einige von ihnen, wie der Mauerfuchs, konnten bei der Exkursion beobachtet werden.

Die schützenswerten Magerrasen auf dem Rodderberg basieren auf natürlichen Gegebenheiten. Anders im Naturnahen Schaugarten am Rathaus der Gemeinde Wachtberg in Berkum: Dort begann ein Arbeitskreis der Lokalen Agenda 21 vor etwa acht Jahren damit, eine monotone Rasenfläche in einen Garten mit einheimischen Gehölzen, Wildstauden und Blumenrasen umzugestalten. In kurzer Zeit hat sich auch hier eine bemerkenswerte Vielfalt an Blüten besuchenden Insektenarten, insbesondere Wildbienen, eingestellt. Eine Wildbienen-Nisthilfe lädt zur Beobachtung dieser harmlosen aber nützlichen Insekten ein.

Erläuterungen bei dem Rundgang durch den Naturnahen Schaugarten gab die Dipl.-Biologin Ulrike Aufderheide. Sie machte deutlich, dass Pflanz- und Saatgut für derartige Naturgärten am besten über den spezialisierten Fachhandel bezogen werden sollten.
Nur einheimische Pflanzenarten bieten den hiesigen Insektenarten die Lebensräume und Nahrungsquellen, an die sie sich im Laufe der Evolution angepasst haben. Und Insekten sowie verschiedenartige Früchte und Samen unserer Wildpflanzen dienen wiederum als Nahrungsgrundlage unserer vielfältigen Vogelwelt (Insekten- und Körnerfresser).

Der Naturnahe Schaugarten am Berkumer Rathaus soll Gartenbesitzer dazu anregen, ihre Gärten ebenfalls naturnah zu gestalten – als Beitrag zum Naturschutz vor der eigenen Haustür. Frau Ursula Perkams, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg, dankte dem Agenda-Arbeitskreis für die Schaugarten-Arbeit.

Die Exkursion wurde ergänzt durch Informationsstände des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und einem Infotisch der Gemeinde Wachtberg, an dem die Schaugarten-Broschüre mit Bezugsquellen und Bauanleitungen erworben werden konnte.

Wer weitere Fragen zum Naturschutzgebiet Rodderberg, dem Naturnahen Schaugarten am Berkumer Rathaus oder dem Agenda-Arbeitskreis „Naturnahe Gärten in Wachtberg“ hat, kann sich an die Umweltbeauftragte der Gemeinde Wachtberg, Frau Hannelore Vogel, unter Tel. 0228/ 9544 153 wenden. (GW)