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Naturpark Rheinland Feuerroute

Feuerroute (Flyer-Titel)Im Beisein von NRW-Umweltminister Johannes Remmel haben Vertreter des Naturpark Rheinland gemeinsam mit Bürgermeisterin Renate Offergeld am 18. April 2015 in Wachtberg die neue „Naturpark Rheinland Feuerroute“ (Details und Faltblatt siehe unten) eröffnet. Der über 30 Kilometer lange Wanderweg zwischen Rheinbach und dem Rodderberg wurde unter Beteiligung von Naturschutzvereinen, Experten und ortskundigen Bürgern konzipiert und umgesetzt. Ziel war es, unter Berücksichtigung von Aspekten der Umweltbildung und des Naturschutzes, ein attraktives Ausflugsziel zu schaffen, das die Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaft im südlichen Naturpark Rheinland hervorhebt.
Möglich wurde die Realisierung der Route durch den Fördermittelwettbewerb „Naturpark.2015.NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen, den - nach 2009 - der Naturpark Rheinland 2015 zum zweiten Mal gewinnen konnte. „Entdecke die Elemente“ ist das Motto des Naturparkjahres 2015.

Die sechs Stationen der Feuerroute, die nach dem Vorbild der „Prädikats“- und „Premium“-Wege ausgeschildert wurde, sind das Glasmuseum in Rheinbach, die Tomburg, der Töpferort Adendorf sowie die Vulkane Wachtberg, Dächelsberg und Rodderberg. An jeder Station stehen zur Wiedererkennung circa zwei Meter hohe Stelen mit Informationstafeln, die auf die Besonderheiten des jeweiligen Standorts und der Gesamtroute hinweisen. Die Stationen der Feuerroute sind gleichzeitig Einstiegsorte für Besichtigungen und kurze familienfreundliche Rundwege, wie den Töpferpfad in Adendorf oder die Tomburg-Runde. Vor allem die neuen Rundwege an Dächels- und Wachtberg laden an insgesamt zwölf Infostationen dazu ein, die geologischen und kulturhistorischen Besonderheiten im Drachenfelser Ländchen zu entdecken. Herausragend ist hier der neue sechs Meter hohe Aussichtsturm am Dächelsberg, der erstmals einen Einblick in den Vulkankrater ermöglicht. Der ehemalige Steinbruch ist heute ein überregional bedeutendes Naturschutzgebiet für seltene Pflanzen- und Tierarten.

Alle Infos zur Feuerroute unter www.naturpark-rheinland.de/feuerroute .

Wanderkarten

Wanderer können sich freuen. Im Sommer 2016 hat der Naturpark Rheinland zwei neue Wanderkarten herausgegeben und damit besonders die Feuerroute und das Wachtberger Gemeindegebiet in den Fokus genommen.

  • Die erste Karte, „Drachenfelser Ländchen“, enthält eine aktuelle Darstellung der örtlichen und überörtlichen Wanderwege im Gebiet der Gemeinde Wachtberg.
  • Die zweite Karte ist eine begleitende Information zur „Naturpark Feuerroute“ ... (weitere Infos zu beiden Karten)

Allgemeines zur "Feuerroute": Mit Feuer-Eifer auf Entdeckungstour

Zwischen Rhein und Eifel, im Süden des Naturpark Rheinland erleben Sie ein heißes Stück Vulkanlandschaft. Hier im Drachenfelser Ländchen leben Mensch und Natur schon lange mit dem Feuer. Vulkankuppen, Krater und alte Steinbrüche erzählen von der Entstehung und langsamen Abtragung der glühenden Berge. Und mittendrin die Spuren der Steinhauer und Steinmetze, Kirchen, Herrenhäuser und Höfe aus vulkanischem Gestein, Töpfer und Glasbläser mit ihrem feurigen Handwerk und die köstlichen Obstbrände der Streuobstwiesen.

Flamme weist den Weg
Feuerroute: FlammeDas Symbol mit der Flamme weist den Weg auf der "Feuerroute". Die Route verbindet auf einer Strecke von 33,6 Kilometern sechs Stationen von Wachtberg bis Rheinbach, die Ausgangspunkte für spannende Entdeckungstouren sind. Sie sind durch Infostelen gekennzeichnet. Jede Stele ist mit sechs Materialien gefüllt. Jedes Material ist typisch für eine der sechs Stationen. Auf der Dächelsberg- und der Hümerich-Runde bieten Infotafeln Wissenswertes zum Thema Feuer sowie spannende Aufgaben für Groß und Klein. Die Einstiegsorte sind mit dem ÖPNV sowie mit dem Pkw zu erreichen.

Sammelfieber
Feuerroute: SammelboxAn jeder Einstiegsstele erwartet Sie eine für die Station typische Gesteinsart zum Mitnehmen. Die "Sammlerstücke" bestehen aus Tuff, Basalt, Trachyt, Keramik, Eisenerz und Quarz. Um die unterschiedlichen Materialproben besser betrachten und miteinander vergleichen zu können, gibt es den passenden Sammelkasten im Naturparkzentrum Himmeroder Hof. Dort können Sie sich auch melden, falls der Spender einmal leer sein sollte.

Feuerroute per APP
Wandern Sie die Naturpark Feuerroute mit der neuen Naturpark Rheinland App. Einfach kostenlos in den App-Stores herunterladen.

Die Feuerroute
Länge der gesamten Route: 33,6 Kilometer.

Details zur "Feuerroute": Die sechs Stationen und ihre Rundwege

  1. Naturparkzentrum Himmeroder Hof (Rheinbach)

    Natur und Glas im Fokus
    Die Stadt Rheinbach ist für die Glasherstellung bekannt. Im Glasmuseum kann man eine bunte Palette von gläsernen Objekten bestaunen, die nur durch den gezielten Einsatz von Feuer entstehen konnten.
    Übrigens: Auf www.naturpark-rheinland.de können Sie sich einen kleinen Film über die Glasherstellung anschauen.

    Der Himmeroder Hof beherbergt neben dem Glasmuseum auch eines der vier Naturparkzentren des Naturpark Rheinland. Dort erhalten Sie touristische Informationen, können die interaktive Dauerausstellung besuchen und weitere umweltpädagogische Angebote nutzen.

    Vom Himmeroder Hof aus starten zwei interessante Rundgänge
    Die 11,8 Kilometer lange "Rheinbacher-Wald-Runde" verläuft entlang der Klosterruine Waldkapelle und den Pilgerweihern.
    Näheres zur Runde (Route zum Ausdrucken, GPX-Download und Infos zur Umgebung) finden Sie hier.

    Die "Rheinbachrallye" führt Sie durch die mittelalterliche Innenstadt. Mit passendem Fragebogen aus dem Naturparkzentrum Himmeroder Hof macht die Runde durch die Stadt besonders viel Spaß. Der Turm der Rheinbacher Burg ist schon von hier aus zu sehen. Wenn er umrundet ist, geht es weiter durch die Bachstraße mit ihren hübschen Fachwerkhäusern zur Martinskirche. Nach einem Schlenker durch die nördliche Innenstadt ist an der Pützstraße ein Stück der berühmten römischen Wasserleitung zu finden, die einst Köln mit frischem Eifelwasser versorgte. Wasemer Turm und Neutor erinnern an Rheinbachs mittelalterliche Stadtbefestigung. Hochmodern zeigt sich dagegen der Glaspavillion am heutigen Südrand der Stadt. Die Rallye ist nicht (!) ausgeschildert. Ein Faltblatt dazu gibt es im Naturparkzentrum oder hier zum Herunterladen.
     
  2. Tomburg (Rheinbach)

    Burg, Basalt und Eisenerz
    Hoch auf dem Vulkankegel des Tombergs baute um das Jahr 900 Pfalzgraf Hermann seinen Herrensitz. Dabei lieferte der Berg selbst das Basaltgestein als Baumaterial. Nach wechselvoller Geschichte lebten im 14. Jahrhundert Raubritter auf der Tomburg, die von hier aus Handelstransporte auf der Aachen-Frankfurter Heerstraße überfielen. 1473 wurde die Burg durch den Herzog von Jülich belagert und weitgehend zerstört. Danach dienten Berg und Burgreste lange Zeit als Basaltsteinbruch. Rund um den Tomberg galt das Interesse einem anderen Bodenschatz: Der weithin sichtbare Berg von 316 Metern Höhe markierte um 1860 die Grenze zwischen zwei Grubenfeldern zur Eisenerzgewinnung.

    Die Tomburg-Runde
    Die "Tomburg-Runde" ist 9,8 Kilometer lang und verläuft größtenteils durch die artenreichen Wälder der Naturschutzgebiete "Rheinbacher Wald" und "Tomberg". Hier wurden einst Basalt und Eisenerz abgebaut. Auf dem Rundweg lassen sich wegen des besonderen Kleinklimas seltene, wärmeliebende Pflanzen wie Schwarznessel und Speierling entdecken. Ein paar mittlere Anstiege unterwegs werden stets mit schönen Ausblicken belohnt. Das Highlight der Wanderung ist die Burgruine mit dem Gipfelblick vom Tomberg über das Drachenfelser Ländchen und den Kottenforst bis hin zum fernen Siebengebirge.
    Näheres zur Runde (Route zum Drucken, GPX-Download und Infos zur Umgebung) finden Sie hier.
     
  3. Töpferort Adendorf - Feuriges Handwerk mit alter Tradition (Wachtberg)

    Feuer und Flamme für die Töpferkunst
    Die ersten Töpfer kamen 1743 aus dem Westerwald nach Adendorf und fanden hier hochwertigen Ton in geringer Tiefe und reichlich Holz zum Brennen vor. So wurde das rheinische salzglasierte Steinzeug zur Adendorfer Spezialität. Noch bis in die 1960er Jahre hieß es "Adendorf brennt", wenn die Flammen weithin sichtbar aus den Salzlöchern der Langöfen schlugen und Rauchschwaden über das Dorf zogen. Dieser spektakuläre Brennvorgang, bei dem durch Zugabe von Salz die typische Glasur auf den Töpferwaren entsteht, ist seit 2006 wieder hier auf dem Dorfplatz zu erleben.
    Übrigens: Auf www.naturpark-rheinland.de können Sie sich einen kleinen Film übers Töpfern anschauen.

    Rundgang durch Adendorf
    Eine Runde auf dem "Töpferpfad" durch Adendorf zeigt Ihnen Ton und Töpferkunst in allen Formen! Gleich am Kasseler Langofen beginnt der 2,7 Kilometer lange "Töpferpfad", auf dem Sie Adendorf und seine Töpfereigeschichte kennenlernen. Von der Aussichtsplattform an der nächsten Station bietet sich ein imposanter Blick in die "Grube Erhard", deren Tonvorräte noch für Jahrzehnte reichen. Weitere Stationen des Pfades zeigen, wie hier in den letzten Jahrhunderten Ton abgebaut wurde. Unterwegs freuen sich die Töpfereien auf Ihren Besuch. Tonfliesen im Boden vor manchen Häusern weisen auf frühere Töpferwerkstätten hin.
    Näheres zur Runde (Route zum Drucken, GPX-Download und Infos zur Umgebung) finden Sie hier.
     
  4. Wachtberg - Rund um den Hümerich (Wachtberg)

    Auf drei Vulkanen unterwegs
    Der Wachtberg war mal ein feuerspeiender Berg. Er ist wie die benachbarten Vulkane Stumpeberg, Hohenberg und Dächelsberg vor etwa 25 Millionen Jahren entstanden. Bis heute ist nur der "harte Kern" dieser Vulkane aus den Gesteinen Trachyt oder Basalt als sogenannte Härtlingskuppe erhalten geblieben. Beide Gesteinsarten wurden hier auch in Steinbrüchen abgebaut. Der 258 Meter hohe Wachtberg ist als zentraler Punkt seit 1969 Namensgeber der Gemeinde Wachtberg mit ihren 16 Dörfern. Sein Wasserhochbehälter versorgt das Umland mit Trinkwasser. Für Sie ist der Wachtberg bei einem Ausflug der Ausgangspunkt eines Spaziergangs über drei Vulkane rund um Berkum!

    Die Hümerich-Runde
    Der 6,2 Kilometer lange Rundweg führt Sie zunächst hinauf zum Ehrenmal am Wachtberg mit seinem fantastischen Fernblick. Durch Wald und Feld geht es an der geheimnisvollen "Kugel" vorbei, die auf dem Hümerich sicheren Halt gefunden hat. Und dann zum Hohenberg mit dem berühmten Domsteinbruch, der einst den Weiterbau des Kölner Doms ermöglichte. Der Stumpeberg gewährt schließlich Einblick in seinen Vulkanschlot und einen herrlichen Ausblick über die rheinische Vulkanlandschaft. Unterwegs durch Berkum zeigt sich das heimische Vulkangestein in vielen Formen - vom Grabkreuz über die Wegeinfassung im Schaugarten bis hin zur gut erhaltenen Wasserburg Odenhausen.
    Näheres zur Runde (Route zum Drucken, GPX-Download und Infos zur Umgebung) finden Sie hier.
     
  5. Dächelsberg - Vulkan und Naturschutzgebiet (Wachtberg)

    Rund um die sonnig-warme Felswand
    Der Dächelsberg schaut als Vulkankuppe auf eine feurige Vergangenheit zurück. Hier am Steinbruch wurde rund 100 Jahre lang sein Basaltkern abgebaut. Oben vom Aussichtsturm haben Sie einen wunderbaren Blick auf die ehemalige Abbauwand. Eine Panoramatafel verrät interessante Details über Gesteine, Lebensräume und Bewohner des alten Steinbruchs.
    Das Gelände ist heute Naturschutzgebiet und darf nur für den notwendigen Baum- und Wiesenschnitt betreten werden. So bleibt für Sie die freie Sicht erhalten und die wärmeliebenden Pflanzen und Tiere bekommen genügend Sonne.
    Übrigens: Auf www.naturpark-rheinland.de können Sie sich einen kleinen Film über den Dächelsberg anschauen.

    Die Dächelsberg-Runde
    Viel Sonne verspricht auch die hier beginnende "Dächelsberg-Runde" um das Dörfchen Oberbachem. Die 7,3 Kilometer lange Rund bietet viel Abwechslung und historisch Spannendes. Fünf Standorte berichten über eine feurige Vergangenheit und vielfältige Nutzung der Vulkangesteine. Der Aussichtsturm am Startpunkt Dächelsberg ermöglicht den Blick in das Naturschutzgebiet und den ehemaligen Steinbruch, wo einst Basalt für den Straßenbau abgebaut wurde. Auf der Dächelsberg-Runde erfahren Sie, was der "Eselsweg" mit dem Kölner Dom und die Grube Jette mit feuerfester Keramik zu tun hat. Vorbei an herrlichen Wiesen und Obstbäumen führt der Weg zu der mit Trachyt geschmückten Kirche Heilige Drei Könige. In der ehemaligen Grube Laura wurden Zink-, Blei- und Kupfererze unter Tage abgebaut.
    Näheres zur Runde (Route zum Drucken, GPX-Download und Infos zur Umgebung) finden Sie hier.
     
  6. Rodderberg - Wärmeinsel mit Rheinblick (Wachtberg)

    Unterwegs auf der Naturpark Rheinland Feuerroute
    Der Rodderberg ist der jüngste Vulkan im Drachenfelser Ländchen. Die Nachbar-Vulkane sind vor 25 Millionen Jahren entstanden und schon stark abgetragen. Mit seinen etwa 330.000 bis 400.000 Jahren ist der Rodderberg dagegen noch "gut in Form". Ein Ring aus Tuffgestein und Schlacke umschließt den kreisrunden Krater von 800 Metern Durchmesser. Da die Tuffböden die Sonnenwärme sehr gut speichern, bildet der Rodderberg eine sogenannte Wärme-Insel. Vor allem am Kraterrand leben wärmeliebende seltene Tier und Pflanzenarten, die sonst eher in Südeuropa vorkommen. Als der zunehmende Tuffabbau dieses Naturparadies gefährdete, wurde das Gebiet 1927 unter Naturschutz gestellt.
    Übrigens: Auf www.naturpark-rheinland.de können Sie sich einen kleinen Film über den Rodderberg anschauen.

    Natur erleben rund um den Krater
    Auf dem 3,2 Kilometer langen leicht begehbaren "Rundweg am Kraterrand des Rodderbergs" erwarten Sie wunderschöne Landschaftseindrücke. Vielleicht entdecken Sie auch eine besondere Pflanze oder einen hübschen Schmetterling! Im Mai und Juni fällt besonders der leuchtend gelb blühende Flügelginster ins Auge, der die Trockenrasen auf den sonnig warmen Hängen besiedelt. Um die Flächen offen zu halten, werden sie in traditioneller Weise mit Schafen und Ziegen beweidet. Am östlichen Kraterrand zeugen die bizarren Baumgestalten der Kopfbuchen von einer alten Form der Waldnutzung. Im Norden bietet der Heinrichsblick eine großartige Aussicht auf Rheintal und Siebengebirge.
    Der Rundweg ist nicht ausgeschildert, aber einfach zu finden. Der Rhein-Sieg-Kreis hat hierzu ein informatives Faltblatt herausgegeben, das Sie hier herunterladen können.
    Näheres zur Runde (Route zum Drucken, GPX-Download und Infos zur Umgebung) finden Sie hier

Alle Infos zur Feuerroute unter www.naturpark-rheinland.de/feuerroute .

Infos zu den Naturschutzgebieten Rodderberg und Dächelsberg finden Sie auch in der Rubrik "Wirtschaft und Gemeindeentwicklung" / Naturschutzgebiete .

Allgemeines zum Naturpark Rheinland

Naturpark Rheinland (Logo)Der Naturpark Rheinland bietet vielfältige Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, ausgedehnte Ausflüge in die Natur zu unternehmen oder um die Spuren der Vergangenheit zu entdecken. Ganz besonders zu empfehlen ist der interaktive Freizeitplaner, eine innovative Internet-Technologie, die zu allen Aktivitäten, Freizeitangeboten und Sehenswürdigkeiten ausführliche Informationen gibt. Weitere Informationen zum Naturpark Rheinland auf www.naturpark-rheinland.de .