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Summ, summ, summ … großes insektenfreundliches Blühfeld am Wachtberg eingesät

Blühfeld (Blumen-Logo) Wachtberg-Berkum (mm) – Morgens halb 10 in Deutschland… genau genommen: Montagmorgen halb 10 in Wachtberg! Dabei ging es aber nicht um Pause-Machen und süße Schokoriegel, sondern um „Gärtner-Arbeit“ und leckeren Blütennektar für Insekten...

... als 45 Mädchen und Jungen der Klasse 1c und 2a der Berkumer Grundschule am 06. Mai auf einem Feld am Wachtbergring zu Hacke und Rechen griffen und anschließend Blumensamen aussäten.

 

Im vergangenen Jahr war am Wachtberger Runden Tisch „Geschützter Anbau in der Landwirtschaft“, an dem Akteure aus Politik, Verwaltung, Landwirtschaft und Umweltverbänden mitwirken, die Idee entwickelt worden, ein auf 20.000 Quadratmeter angelegtes Blühfeld zu verwirklichen. Ein einzigartiges Projekt, das Natur- und Landschaftsschutz erlebbar machen und zugleich ein Anziehungspunkt für Menschen und Insekten sein soll.

Blühfeld am Wachtberg: Landwirt Stefan Schneider erklärt den Kindern die Bedeutung von insektenfreundlichen Flächen. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Die Feldfläche für dieses insektenfreundliche Blühfeld entlang der K 58 im Berkumer Abschnitt zwischen Oberdorfstraße und Schneiders Marktscheune hat Mitinitiator Stefan Schneider zur Verfügung gestellt. In Kooperation sind neben der Gemeinde Wachtberg der Naturpark Rheinland, die NABU Kreisgruppe Bonn, die Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis und die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft fachlich beratend mit dabei.

 


Bedeutung insektenfreundlicher Flächen im Fokus  

Und so fanden sich zum „Halb-10-in Wachtberg-Termin“ neben Bürgermeisterin Renate Offergeld, dem Beigeordneten Swen Christian und Vertretern aus Politik und Landwirtschaft zahlreiche Aktive der einzelnen Organisationen ein. Christian dankte allen Mitwirkenden für dieses tolle Projekt. Ziel sei es, öffentlichkeitswirksam Jung und Alt an das Thema heranzuführen und für die Bedeutung insektenfreundlicher Flächen zu werben. Vor Ort soll es Fachinformationen geben, bei Interesse sollen auch Führungen angeboten werden. Bürgerinnen und Bürger, Kinder aller Altersklassen, seien eingeladen, sich - sobald die Blumen blühen - das summende Treiben auf dem Blühfeld anzusehen. Schon im Kleinen, zuhause im eigenen Garten, könne jeder etwas zur Erhaltung der Insektenvielfalt beitragen. In diesem Zusammenhang verwies der Beigeordnete auch auf den Naturnahen Schaugarten am Rathaus, der viele Anregungen hierzu liefere.

Blühfeld am Wachtberg: Vor der Aussaat lockerten die Mädchen und Jungen nochmals den Boden. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Blühfeld am Wachtberg: So wird’s richtig gemacht - aussäen unter fachmännischer Anleitung. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

 

 

 

 

 

 


Die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, vertreten durch Vorstandsvorsitzenden Friedhelm Decker, hat das eigens an den hiesigen Standort angepasste und ausgerichtete Saatgut gespendet. „Das ist die halbe Miete, die richtige Mischung zu finden“, freute sich Jan Freese von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) / Team „Deutsche Vernetzungsstelle für ländliche Räume“, zudem Moderator des Runden Tisches. Bis Oktober sollen auf dem Blühfeld im Wechsel immer wieder Blumen in Blüte stehen. Bekanntes wie Ringelblumen, Kerbel, Gartenkresse, Sommerwicken und Sonnenblumen sind darunter, aber auch Rauhafer, Leindotter, Öl-Rauken, Öllein, Phazelien, Rotklee und Weißer Senf. Unter Freeses Anleitung sowie der von Klaus Weddeling von der Biologischen Station lockerten die Kinder die von Landwirt Schneider extra für die Schüler exemplarisch vorbereiteten kleinen Bodenfelder mit Hacke und Rechen auf. Anschließend galt es, mit lockerer Hand die verschiedenen Samenkörner fachmännisch auszustreuen. Danach blieb nur zu hoffen, dass es genug Regen und viel Sonnenschein geben wird, damit die Saat aufgeht und es schon bald am Wachtbergring blüht und noch viel mehr summt. Mit einem Frühlingslied hatten die Kinder bereits im Vorfeld alle Anwesenden auf diese schöne Jahreszeit eingestimmt.


Patenschaften: Ein Euro pro Quadratmeter

Der Aktion beiwohnten auch einige Spender, denn das ist neben dem ökologischen Aspekt der andere Clou des Projektes. Für einen Euro pro Quadratmeter können Interessierte eine Patenschaft für das Blühfeld übernehmen. Gemeinsam können die Wachtbergerinnen und Wachtberg damit zeigen, wie schön und wichtig Insektenschutz und blühende Vielfalt sind.
Blühfeld (Blumen-Logo)Alle, die das Projekt unterstützen möchten, erhalten - auf Wunsch - einen Platz auf der Spendenliste, diese wird laufend aktualisiert und ist auf www.wachtberg.de einsehbar. Spenden bis zehn Euro können ganz einfach im Rathaus an der Information abgegeben werden, für größere Beträge steht das Spendenkonto der Gemeinde Wachtberg zur Verfügung (IBAN: DE80 3705 0299 0056 0001 77). Ein Plus aus dieser Spendensammlung wird für weitere Blühstreifen an Feld- und Waldrändern verwendet.

Ansprechpartnerin im Rathaus ist Frau Kamradt (Rathausstr. 34, Wachtberg-Berkum, Zi. 111, Tel. 0228 / 9544-153, E-Mail: bluehfeld@wachtberg.de ).