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Gewerbegebiet Villip punktete mit Kunst

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Jardeco: Acrylmalerei von Birgitt Simon-Krieger. (Foto: Gemeinde Wachtberg) Wachtberg-Villip (mm) – Wer dachte, dass in Gewerbegebieten an Wochenenden nichts los ist, der wurde in den 12. Wachtberger Kulturwochen eines Besseren belehrt.

12. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 

 


Gemeinschaftsausstellungen bei drei Unternehmen
 

Im Villiper Gewerbepark hatten sich drei dort ansässige Betriebe am letzten Kulturwochen-Wochenende zusammengetan und in ihren jeweiligen Räumlichkeiten zu Ausstellungen mit unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern sowie einem interessanten Begleitprogramm eingeladen.

Von Feldes & Vogt…

So präsentierten in der Werbeagentur Feldes & Vogt neben Gastgeberin Susanne Feldes noch Sonja Arvai, Dave Deighton und Marietta Vormann ihre künstlerischen Arbeiten.

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Feldes & Vogt: Dave Deighton demonstrierte, wie Enkaustik-Technik geht. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

Schon draußen begrüßte Dave Deighton die Besucher.

Er faszinierte wieder mit seinen Werken in Enkaustik. Dabei bringt er mithilfe eines einfachen Bügeleisens Farbe zum Schmelzen und verwandelt diese in schwungvollen Bewegungen in verblüffende Motive. Seine Vorführungen waren wieder ein Hingucker.

Neu, neben seinen tollen Abbildungen von Gesichtern, zeigte er dieses Mal Bilder von Bäumen in Enkaustik.
 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Feldes & Vogt: ‚Rot 1 – 4‘ von Susanne Feldes. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 




Am Eingang fiel als nächstes eines der dort aufgestellten Bilder besonders ins Auge. Vielleicht lag es auch an den hochsommerlichen Temperaturen an diesem Tag, denn das von Susanne Feldes gemalte Pastellbild eines Vulkans in „glühenden“ Rottönen passte perfekt zur gefühlten „Gluthitze“.

Ebenso leuchtend rot war ihre in den Büroräumen ausgestellte Vierer-Komposition „Rot 1 – 4“, die sich jedoch abstrakt und in Acryl der Feuerfarbe widmete.


Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Feldes & Vogt: ‚Urlaub‘ – Acrylbild von Sonja Arvai. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

Sommerfeeling pur gab‘s bei Sonja Arvai. „Urlaub“, der Blick aus dem Hotelfenster auf strahlend blaues Meer, versetzte einen spontan in Ferienfreude, besonders diejenigen, die ihren Sommerurlaub noch vor sich hatten. Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Feldes & Vogt: ‚Fluid Painting' von Sonja Arvai. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

 

Interessant auch Arvais Arbeiten in Tusche auf Aquarell oder ihre „Fluid Paintings“ mit schönen, teils golden schimmernden Farbverläufen.
 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Feldes & Vogt: Schmuck von Marietta Vormann. (Foto: Gemeinde Wachtberg)



Nicht mit Farbe, dafür mit kleinen Perlen ist Marietta Vormann kreativ.
Neben Stücken in Häkeltechnik, wie sie sie letztes Jahr gezeigt hat, waren jetzt vermehrt Ketten und Armbänder in feiner Fädelmanier dabei.

 

… über Fenstertechnik Neukirchen…

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Neukirchen: (v.l.n.r.) vorne: Katrin Könker, Doris Neukirchen, Catherin Klausch, hinten: Sabine Güster u. Manfred Pusch. (Foto: Gemeinde Wachtberg)Dass sich ein auf Fenstertechnik spezialisiertes Unternehmen prima als Ausstellungsort für moderne Kunst eignet, bewiesen Doris und Bernd Neukirchen.

Das Ehepaar hatte seine Räumlichkeiten vier Kunstschaffenden zur Verfügung gestellt.

 

 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Neukirchen: ‚Imaginäre Welten‘ von Manfred Pusch. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

 

Im lichtdurchfluteten Entree mit stilvoller Sitzgruppe kamen die Acrylbilder von Manfred Pusch toll zur Geltung.

„Imaginäre Welten“ übertitelt Pusch seine Arbeiten, immer überlässt er es dabei dem Betrachter, darin etwas für sich zu sehen.
Bei einem Bild jedoch verriet er, was es zu entdecken galt: Ein Grimm’sches Märchen. Aber welches? Ach ja, das da könnte ein Brunnen sein. „Der Froschkönig“? Richtig!

 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Neukirchen: Fotografie von Catherin Klausch. (Foto: Gemeinde Wachtberg)


 

Catherin Klausch hatte eine große Auswahl ihrer auf Klappkarten gedruckten Fotografien mitgebracht.

Besonders ihre Wachtberg- und Trauer-Karten ließen den besonderen Blick der Fotografin auf selbst ganz alltägliche Dinge erkennen.

Ruhig, reduziert, oftmals nur in Schwarz-Weiß … sehr schön.

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Neukirchen: ‚Blickfang‘ von Katrin Könker. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

 

 

Im hinteren Ausstellungsbereich hatte sich Katrin Könker auf der Treppe und der Galerie eingerichtet.

Ihre Werke in Öl oder Acryl, als Aquarell oder Zeichnung, zum Teil auch in Mischtechnik, griffen unterschiedliche Themen auf. Porträts, Gegenständliches, aber auch Abstraktes und Gesellschaftskritisches war darunter, wie Könkers großformatige Collage „Blickfang“, auf dem unter anderem ein altes Handy zu sehen war.
Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Neukirchen: Halskette von Sabine Güster. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

 

 


Sachen, deren Anspruch einfach nur der ist, die Trägerin zu schmücken, macht Sabine Güster. Ihre farbenfrohen Schmuckkreationen aus Swarovski-Steinchen sind immer wieder ein fröhlicher Blickfang, ob nur Ton-in-Ton oder in bunter Vielfalt.

… zu Jardeco

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Jardeco: (v.l.n.r.) vorne: Lea Müller-Blot u. Marina Freifrau Grote, hinten: i.V. für Agathine, Birgitt Simon-Krieger, Carla Purtschert-Voss u. Corinna Relles. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

Die Dritte im Bunde der Gemeinschaftsausstellung im Villiper Gewerbegebiet war die Firma Jardeco, in der Lea Müller-Blot französische Gartenmöbel und -Accessoires anbietet.

In der großen Ausstellungshalle hatten sich gleich fünf Künstlerinnen zusammengefunden.
 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Jardeco: Acrylmalerei von Birgitt Simon-Krieger. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

 

 

 

 

 

Birgitt Simon-Krieger zeigte unter dem Titel „Licht und Schatten“ Acrylmalerei. Neben Landschaften, Großstadt-Panoramen, Stillleben und einigen Pop-Art-Arbeiten hatte sie auch mehrere Impressionen von Meer, Wellen und Brandung mit dabei.
 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Jardeco: Fotokarten von Marina Freifrau Grote (re.). (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

 

Marina Freifrau Grote begeisterte mit Kartenkunst, unter anderem mit Wachtberger Szenen, und schönen Stillleben.

„Vanitas“ – Vergänglichkeit – hat sie ihre an barocke Malerei erinnernde Kunst überschrieben, zeigt sie doch vorrangig Zerfallendes, wie schrumpelige Äpfel, eine zerronnene Kerze, fallende Blütenblätter.

 

 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Jardeco: ‚Segelboote‘ – Acrylbild von Corinna Relles. (Foto: Gemeinde Wachtberg)


Corinna Relles hatte „summerfeeling“ mitgebracht. Wer eine Woche vorher Relles „route 66“-Präsentation im Harleybikershop gesehen hatte, konnte sich dieses Mal von der Vielfältigkeit der Künstlerin ein Bild machen. Diese war jetzt in Urlaubsstimmung, abzulesen an ihren Acrylbildern, auf denen Segelboote, Wellen und andere maritime Szenen zu erkennen waren.

 


Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Jardeco: Skulptur von Agathine. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

 

Unter Agathine firmierte eine französische Künstlerin.

Holz in Verbindung mit Ton oder auch Bronze verwandelt sie zu einem Gesamtobjekt. Oft sind es Frauenfiguren, die sie formt, als Mutter mit Kind oder als Paar. In unterschiedlichen Größen sind sie spannende Hingucker sowohl im Innenraum als auch draußen im Garten.

 

Ausstellungen im Gewerbepark Villip / Jardeco: Schmuck von Carla Purtschert-Voss. (Foto: Gemeinde Wachtberg)

 

Klein und fein war der Schmuck von Carla Purtschert-Voss.

In ihren Ketten verwendet sie mundgeblasene Murano-Perlen. Außergewöhnlich schön eine große, schwer wirkende, dabei aber ganz leichte Perle in leuchtend rotem Glas. Eine Besonderheit, wie Purtschert-Voss erklärte.

 

Mit Musik und Gedichten

Dass es im Gewerbegebiet nicht nur kunstmäßig rund ging, sondern zudem auch lyrisch und musikalisch sehr künstlerisch, zeigte ein Blick aufs Begleitprogramm bei Jardeco.

An den beiden Nachmittagen unterhielt Marina Freifrau Grote mit eigenen Gedichten zu „Stillleben“ die Besucher: „Da liegt es still und regt sich nicht…“.

Am Samstagabend gab’s schließlich noch Musik. Annette Briechle brachte mit ihrer Band „StaubFrei“ und frechen Schlagern der 20er Jahre die Halle mächtig in Schwung… und die zahlreichen Besucher in beste Wochenendlaune.