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Gerubbelt, gespachtelt, gepinselt

Malworkshop bei Rebecca Althausen … u. a. mit Schmuck von MaraLu. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Adendorf (mm) – Sie rubbelt mit dem Finger übers Bild, immer und immer wieder. Darf man fragen, was sie da macht? Ja, man darf. Die junge Frau probiert zum ersten Mal die Fototransfertechnik aus.

12. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 

 

 


Zwei Abbildungen habe sie aus einer Zeitung ausgeschnitten, eines von einer Brücke und eines, das eine Landschaft zeigt. Von beidem ist aber nur noch ein Hauch zu erkennen. Gut so, denn das ist Sinn und Zweck der Transfertechnik.

 

Verschiedene Techniken im Malworkshop bei Rebecca Althausen

Malworkshop bei Rebecca Althausen … u. a. mit Arbeiten in Fototransfertechnik. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Die Probandin ist eine von drei Teilnehmerinnen eines Malworkshops, den Rebecca Althausen im Rahmen der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen erneut im KünstlerAtelier „Halle 19“ in Adendorf angeboten hat. Und was hat es nun mit dieser Technik auf sich? Althausen erklärt: Das Zeitungsfoto wird mit einem speziellen Kleber auf das Bild geklebt und dann immer wieder nass gemacht, vorsichtig abgerubbelt, getrocknet, wieder nass gemacht … so lange, bis vom Foto keine Ränder mehr auf dem Bild auszumachen sind und das Motiv nur noch durch die übrig gebliebene Druckerschwärze zu erkennen ist. Anschließend wird es dann künstlerische farblich be- und überarbeitet. Was es werden soll? Die junge Frau hat keine feste Vorgabe, alleine die Technik habe sie gereizt. „Mal sehen, was daraus wird“, antwortet sie ganz entspannt … und bringt schon wieder ihren Finger in Position.

 

Malworkshop bei Rebecca Althausen … u. a. mit Arbeiten in Spachteltechnik. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)Ähnlich entspannt konzentriert geht es am Nachbartisch zu. Die Teilnehmerin hat schon ein interessantes grafisches Farbspiel in Acryl auf die Leinwand gebracht. Nun füllt sie mit einem Spachtel die Freiräume aus, die die Farbquader voneinander trennen sollen. „Das ist wie Meditation!“ beschreibt sie ihr Tun. Auch die dritte im Bunde ist geschäftig bei der Sache. Sie hat gleich mehrere kleine Bilder in Arbeit. Während sie eine kleine Leinwand nach der anderen mit einem großen Pinsel flächig farbig anstreicht, trocknen die ersten schon.

 

Bei aller künstlerischen Aktivität, ob mit Finger, Spachtel oder Pinsel, die Damen sind allesamt vertieft in ihre Arbeit. Althausen gibt nur hier und da den einen oder anderen Tipp, eine Anregung, eine Hilfestellung. Wie war das mit der Meditation?!

 

Malworkshop bei Rebecca Althausen … u. a. mit Schmuck von MaraLu. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

 

Eine ganz andere Form von Entrückt-sein erleben wohl Antonia Richards Gäste, vorzugsweise die Damen unter ihnen, beim Anblick von deren Schmuckkreationen. Richard zeigte eine Auswahl ihrer Kollektion MaraLu in Althausens KünstlerAtelier. In ihren Arbeiten verwendet sie u. a. Lavastein, Aquamarin, Labradorit, Lapis, Achat und verschiedene Edelsteine. Interessant waren auch Ketten, in denen Richard alte, so genannte Handelsperlen, eingefädelt hatte. In Afrika, wo diese Perlen früher als Zahlungsmittel dienten, erzählte sie, beziehe sie diese Perlen bei einem Fair-Trade-Händler. Überhaupt sei ihr Fair-Trade beim Einkauf ihrer Schmuckperlen sehr wichtig.