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Mit Captain Kirk und Spock unterwegs - Synthesizer-Klänge in der Porsche-Werkstatt

Synthesizer-Musik mit Christian Gritzner (re.) und Cliff Verhoest zwischen den Sportwagen von „9und11“. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm) Wachtberg-Villip (mm) – Wer hat sich das eigentlich ausgedacht, dass wir beim Gedanken ans Weltall musikalisch direkt sanfte, lang gezogene Synthesizer-Klänge im Ohr haben? Hollywood und die Erfinder von Kinoklassikern wie „Raumschiff Enterprise“ und „Star Trek“?

Wachtberger Kulturwochen 2017 (Banner)

Denn eigentlich ... ist es da oben ganz, ganz, ganz still.

Egal! Ob nun Captain Kirk und Spock auf ihren Reisen zwischen den Galaxien von Cyber-Musik umgeben waren oder nicht, schön ist’s trotzdem. Weil man sich dabei so wunderbar ganz, ganz, ganz weit weg denken kann.

Das wollten an dem heißen Sommerabend, als der Niederbachemer Christian Gritzner und Cliff Verhoest im Rahmen der 11. Wachtberger Kulturwochen zu Synthesizer-Klängen in die Sportwagen-Werkstatt „9und11“ nach Villip eingeladen hatten, anscheinend nur wenige. Schade, denn das, was das Duo als „Starfield Voyagers“ an ihren Hightech-Mischpulten kreierte, versetzte einen für kurze Zeit in eine Art sorgenfreien Schwebezustand.

Augen zu … so schön schweben

Synthesizer-Musik mit Christian Gritzner. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)

Synthesizer-Musik mit Cliff Verhoest. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Anfänglich war sie noch etwas ungewohnt, diese ganz eigene Form eines Konzertauftritts, versuchte man doch - nach alter Konzertbesucher-Manier – herauszufinden, von welchem der beiden Akteure nun dieser oder jener Sound fabriziert wurde. Zumeist ein vergebliches Unterfangen, standen die Zwei doch jeder für sich fast reglos, dafür umso konzentrierter an ihren Mischpulten und drehten mal an diesem, mal an jenem der unzähligen Knöpfe und Schalter. Musiker, die mit ihren Gitarren auf der Bühne herumspringen – Fehlanzeige!

Hatte man sich von diesen hergebrachten Seh- und Hörgewohnheiten aber erst einmal befreit, war nur noch Zuhören und das schöne Gefühl des sich treiben Lassens angesagt … und schon schien einen die Musik hinweg zu heben, hinauf, ins große weite All.

Synthesizer-Musik … nur eines der vielen Mischpulte von „Starfield Voyagers“. (Foto: Gemeinde Wachtberg/mm)


Gritzner und Verhoest ließen eine ganze Klang-Palette entstehen. Angefangen von Meeresrauschen, Windgeflüster und Waldgeräuschen über Hall, Echo, Vogelgezwitscher, Töne wie von singenden Frauen bis hin zu Geräuschen wie Donnergrollen, Blitz und Regenschauer. Und alles begleitet von einer sphärisch  anmutenden Hintergrunduntermalung - in einer Komplexität, die man als Zuhörer nur erahnen konnte.


Augen auf … so viele KnöpfeSynthesizer-Musik: „Starfield Voyagers – Across the Universe“ (CD-Cover)

​Jean Michel Jarre und Tangerine Dream, das seien ihre Vorbilder, an die sie sich bei ihren Eigenkompositionen anlehnen, erzählten die Musiker. Am Ende des Konzerts tummelten sich die Gäste noch eine Weile um die „Instrumente“. Gerne erklärten Gritzner und Verhoest dabei mit dem einen oder anderen Griff auf die Tasten die vielfältigen Möglichkeiten dieser Musikform. Eine erste CD, „Starfield Voyagers – Across the Universe“, gibt es schon, die nächste ist gerade in Vorbereitung.
 

Ein besonderer Dank gilt M. Kalandrik, Geschäftsführer von „9und11“, der extra für dieses Konzert seine „Porsche-Halle“ frei geräumt und zur Verfügung gestellt hatte.