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Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Gabriele Trull

Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Gabriele Trull, im Bild mit Vizelandrat Rolf Bausch (re.) und Bürgermeister Theo Hüffel (li.). (Foto: GW) Wachtberg – Der Bundespräsident hat Gabriele Trull aus Wachtberg mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Rolf Bausch, stellvertretender Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, überreichte ihr am 22. Januar 2014 im Rathaus der Gemeinde Wachtberg die Ordensinsignien.

Bereits am 7. März 2000 war Gabriele Trull für ihre Verdienste im sozialen Bereich das Verdienstkreuz am Bande verliehen worden. Seitdem hat sie ihr Engagement weiter intensiviert und ausgeweitet, so dass sie jetzt in Anerkennung ihres Lebenswerkes im Wege der Höherstufung das Verdienstkreuz 1. Klasse erhielt.

Mitmenschlichkeit prägt ihr Wirken
„Frau Trull zeichnet sich durch Mitmenschlichkeit, Verbindlichkeit und Beharrlichkeit aus. Ihr erfolgreiches Engagement ist geprägt von Energie und Klugheit sowie Wärme und christlicher Nächstenliebe… Sie genießt dank ihres zeitintensiven, uneigennützigen persönlichen Einsatzes auf allen Ebenen hohen Respekt“, heißt es in der amtlichen Ordensbegründung.
Bereits 1979 begann Gabriele Trull ihr Engagement als „Grüne Dame“ bei der „Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus-Hilfe e.V.“ (eKH) in der Klinik Sankt Augustin, schon bald wurde sie Einsatzleiterin. 1996 trat sie die Nachfolge der Gründerin Brigitte Schröder als Bundesvorsitzende an. Die Mitgliedschaft in zahlreichen Bundes- und Landesgremien, in der Diakonischen Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland, im Verwaltungsrat und Präsidium der Diakonie, im Vorstand anderer bundesweiter Seniorenverbände und der stellvertretende Vorsitz des Diakonischen Rates der Evangelischen Kirche im Rheinland schlossen sich an. Satzungsgemäß schied die Wachtbergerin im September 2013 als Bundesvorsitzende aus - inzwischen ist sie Ehrenvorsitzende und Mitglied im Erweiterten Vorstand.

Die Grünen Damen der Evangelischen Krankenhaus-Hilfe
Ziel der eKH ist es, durch mitmenschliche Nähe auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten einzugehen und damit die ärztlichen, pflegerischen, therapeutischen und seelsorgerischen Maßnahmen zu unterstützen, zu ergänzen und zum Wohlbefinden und zur Genesung der Betroffenen beizutragen. Unter der Leitung der neuen Ordensträgerin wurde die eKH nach intensiver Vorbereitung in einen gemeinnützig anerkannten eingetragenen Verein überführt, der Förderkreis aufgelöst und die „Brigitte Schröder-Stiftung“ gegründet. Gabrielle Trull ist seitdem Stiftungsmitglied. Sie setzt sich unermüdlich für die positive Entwicklung der eKH ein: Die Arbeit auf Leitungsebene wurde zunehmend professionalisiert, die Qualifizierungsmaßnahmen weiter entwickelt und neue Partnerschaften im diakonischen Bereich eingegangen. Und auch die Mitgliederzahl steigert sich kontinuierlich um rund 1.000 Grüne Damen und Herren pro Jahr.

Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Gabriele Trull: Vizelandrat Rolf Bausch heftet ihr das Verdienstkreuz ans Revers. (Foto: GW)Dankesworte
Vize-Landrat Rolf Bausch würdigte das Engagement der neuen Ordensträgerin: „Seit mehr als 30 Jahren liegen Ihnen die Bedürfnisse alter und kranker Menschen am Herzen. Diejenigen, die nicht von ihren Angehörigen betreut werden, verdanken den ‚Grünen Damen und Herren’ Sicherheit und Zuwendung. Sie machen ihnen das Leben etwas leichter, bereiten Freude und bauen vertrauensvolle Beziehungen auf. Es ist Ihrem unermüdlichen Einsatz zu verdanken, dass die ‚Grünen Damen und Herren’ heute ein Qualitätsmerkmal für stationäre Einrichtungen darstellen und viele Gruppen die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus-Hilfe suchen“,
Bürgermeister Theo Hüffel gratulierte ihr im Namen der Gemeinde Wachtberg. Mit Blick auf den demografischen Wandel und die damit einhergehenden künftigen Herausforderungen lobte er Trull: „Sie haben sich damit bereits ein Leben lang beschäftigt. Danke!“.

Gabriele Trull griff in ihrer Dankesrede, in die sie ihre Wegbegleiter mit einschloss, dieses Kompliment auf: „Ich stehe gerne mit Rat zur Verfügung.“ Seit 17 Jahren lebe sie in Wachtberg, gerne werde sie ihre Erfahrungen auch in dieser Gemeinde einbringen. Ehrenamtlich Tätigen sei es ein Bedürfnis, etwas in die Gesellschaft hinein zu tragen, so Trull, „Das möchte ich auch weiterhin tun.“ (GW)