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Rat beschließt Integriertes Handlungskonzept für Niederbachem

Integriertes Handlungskonzept Niederbachem (Logo) Wachtberg - Der Rat der Gemeinde hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause das Integrierte Handlungskonzept Wachtberg-Niederbachem und die dort formulierten Maßnahmen und Projekte für die zukünftige Entwicklung des Wachtberger Ortsteils Niederbachem beschlossen. Die Beantragung von Städtebaufördermitteln zur Umsetzung erster Maßnahmen kann so in den kommenden Monaten durchgeführt werden.

Nachdem der Rat der Gemeinde sich Ende 2012 für die Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzepts Wachtberg-Niederbachem ausgesprochen hatte, wurde Anfang 2013 das Dortmunder Planungsbüro plan-lokal mit der Bearbeitung des Konzepts beauftragt. Dieses beinhaltete das Ziel, langfristige Zukunftsperspektiven zu definieren und Handlungsspielräume für die Weiterentwicklung und Qualifizierung des Ortsteils auszuweisen. Handlungsbedarfe hierzu sind gegeben: Niederbachem stellt einen der drei Siedlungsschwerpunkte und neben Berkum das einzige weitere Nahversorgungszentrum der Gemeinde Wachtberg dar. Somit kommt dem Ortsteil eine hohe Bedeutung zu. Die aus dem Integrierten Handlungskonzept gewonnenen Erkenntnisse und abgeleiteten Maßnahmen sollen eine frühzeitige Steuerung insbesondere städtebaulicher, freiraumplanerischer und verkehrlicher Entwicklungen ermöglichen.

Eine breit angelegte Beteiligung und Kommunikation mit den Bewohnern Niederbachems stellte einen großen Teil des Planungsprozesses dar. Durch diverse Veranstaltungen, wie Planungswerkstätten, Spaziergänge und Einzelinterviews konnten die Meinungen und Ansprüche von verschiedenen Nutzergruppen und Akteuren identifiziert und in die Planung mit eingebracht werden. Die hohe Teilnahme bei den Veranstaltungen spiegelte das rege Interesse der Bevölkerung an ihrem Ortsteil wider.

In einer themenübergreifenden Analyse Niederbachems wurden neben Schwächen, wie dem fehlenden Ortsmittelpunkt, unzureichenden Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche, Maßstabssprüngen in der Baustruktur sowie die Barrierewirkung der Landesstraße L123 für den Ortsteil auch vielfältige Stärken und Potenziale herausgearbeitet. Aus den Stärken, wie dem dörflichen Charakter, der topographischen Lage und dem umgebenden Naherholungspotenzial entstand das Leitbild „Unser Niederbachem ¬- Modernes Dorf mit Weitblick für alle Generationen“. Aus dem Leitbild wurden im weiteren Verlauf sechs Entwicklungsziele abgeleitet. Diese beinhalten die Gestaltung des Ortsteils, die Wohnraumqualifizierung, die Freiraumaufwertung, die Mobilität und Versorgung sowie die Förderung des Bürgerengagements.

Das Handlungskonzept umfasst letztendlich 31 konkrete Maßnahmen. Diese reichen von einfachen Begrünungsmaßnahmen und Sitzbankinstallationen bis zur Vorplanung der Umgestaltung des Vorplatzes am Henseler Hof. Weitere Maßnahmen sind die Umgestaltung der Konrad-Adenauer-Straße und Mehlemer Straße, die Errichtung eines Aufenthaltsortes für Jugendliche und die Erstellung eines Serviceführers zur Schaffung einer Plattform von heimischen Akteuren und Institutionen. Mit der Einrichtung eines Verfügungsfonds können auch private Initiativen unterstützt und die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren gestärkt werden. Die Einbeziehung des Mehlemer Baches sowie die Entwicklung eines Auenbereichs soll dem Bach eine sichtbarere Bedeutung für die Bewohner geben.

Mit Hilfe eines detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan wird die Basis für zukünftige Anträge zur Städtebauförderung gelegt, so dass die Gemeinde noch in diesem Jahr Fördermittel für erste Maßnahmen im Jahr 2014 beantragen kann. Die vorgeschlagenen 31 Maßnahmen sind kurz-, mittel- und langfristig angelegt und können unabhängig voneinander umgesetzt werden. Wichtig sind hier die weitere Diskussion und der Austausch zur weiteren Entwicklung des Ortsteils Niederbachem.

Das Integrierte Handlungskonzept Wachtberg-Niederbachem kann in digitaler Form (pdf-Dokument) auf der Internetseite der Gemeinde Wachtberg www.wachtberg.de unter „Wirtschaft und Gemeindeentwicklung“ (hier unter „Entwicklungskonzepte“) eingesehen werden. Für Anmerkungen und Rückfragen stehen das Büro plan-lokal (Ansprechpartenr: Marco Eissing, Tel. 0231-952083-26, E-Mail: Marco.Eissing@plan-lokal.de) und die Gemeindeverwaltung Wachtberg (Ansprechpartnerin: Tanja Gohrbandt, Tel. 0228-9544-164; E-Mail: tanja.gohrbandt@wachtberg.de) zur Verfügung. (GW)