zur Twitterseite der Gemeinde Wachtberg

Elysion - Glück in Bildern und mit Musik zum Ausdruck gebracht

Michael Franke vor Bildern seiner Elysion-Ausstellung. (Foto: GW) Wachtberg-Gimmersdorf – Dem im Altgriechischen als „Ort der Ankunft“ und in der Mythologie als „Insel der Seeligen“ bezeichneten Elysion widmete sich der international bekannte und seit einigen Jahren in Gimmersdorf lebende Künstler Michael Franke in seiner jüngsten Ausstellung. Im Rahmen der diesjährigen 6. Wachtberger Kulturwochen hatte er zur Eröffnung in seine Atelier- und Ausstellungsräume eingeladen – mit zwei exzellenten Konzerten im Rahmenprogramm.

 

2012 - 6. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 

Der Ausstellungstitel „Elysion“ beinhaltete eine durch das Thema der Freude als treibende Weltkraft inspirierte Vision. Gemälde des Künstlers, die bewusst die kontemplative Schau der Natur thematisierten, waren Gegenstand der Werkschau.

Michael Frankes Triptychon „Aphrogenneia“. (Foto: GW)
Anlässlich der Vernissage, die Hans-Jürgen Döring vom Verein Kunst und Kultur in Wachtberg offiziell eröffnete, erläuterte Franke das Gefühl des Glücks, das der Mensch angesichts der Schönheit der Natur erlebe.

Deren Leuchtkraft sowie die Harmonie mit dieser lassen den Menschen die Kreisläufe des Lebens, das Entstehen und wieder Vergehen, verstehen und erzeugten so ein Gefühl großer Freude. Eine Freude, in der Franke die treibende Kraft des Universums sieht.


In seinen neuesten Arbeiten hat er diese Kraft thematisiert und den Dialog zwischen Himmel und Erde, zwischen Vegetation und Wasser, eingefangen. Großformatige, zum Teil als Triptychon gestaltete Ölbilder, auf denen Franke u. a. Meeresszenen in leuchtenden Blautönen oder Baumimpressionen in Grüntönen abbildet, beeindruckten durch die für ihn so typische, kraftvolle Farbgestaltung … da wurden die unterschiedlichen Naturkräfte förmlich spürbar.

Musikalisches Begleitprogramm:
Neben seinen imposanten Bildern hatte Michael Franke auch ein interessantes musikalisches Begleitprogramm arrangiert.

Matinee mit dem Borea Barockensemble
Am Sonntagvormittag nach der Ausstellungseröffnung stand eine Matinee mit dem Borea Barockensemble auf dem Programm.

Michael Franke: Das Borea Barockensemble mit Daniel Lauwers an der Oboe. (Foto: GW)Auch das Ensemble um die Violine spielenden Maria Conzen, Julia Kalbfleisch und Elisa Wittbrodt sowie Eleni Wittbrodt (Viola), Clara Klein (Querflöte), Daniel Lauwers (Oboe) und Jonas Baumann (Horn) unter der Leitung von Robert Wittbrodt widmete sich der Freude und begann mit dem „Konzert für Oboe und Streicher“ von Mozarts Zeitgenossen Cimarosa. Bei dem vom Dirigenten als nach Oper und Tanz klingend bezeichneten Stück begeisterte der erst siebzehnjährige Daniel Lauwers auf der Oboe. Ein Stück von Tosti, leicht und zart, folgte.Michael Franke: Salon Latino mit Sopranistin Barbara Felicitas Marin. (Foto: GW)


Südamerikanisches gesellte sich dazu mit dem Salon Latino um Elisa und Robert Wittbrod an der Violine bzw. der Gitarre sowie der Sopranistin Barbara Felicitas Marin und Cruz Marin Rosas am Cuatro, einer viersaitigen südamerikanischen Gitarre. Letztere brachten als Duo mit Calises „Na voce, na chitarra …“ pure Freude an der Musik in die Frank’sche Sakralscheune.

Michael Franke: Das Borea Barockensemble mit Elisa Wittbrodt als Solistin. (Foto: GW)


Mozarts Violinkonzert in A-Dur bildete dann das Hauptstück des Konzerts. „Sicher haben Sie Mozarts Violinkonzert noch nie in so kleiner Besetzung gehört“, leitete Robert Wittbrodt diesen Programmpunkt ein. Was dann folgte, war alles andere als „klein“, überzeugte doch schon nach den ersten Takten das achtköpfige Borea Barockensemble die zahlreichen Gäste mit einem überaus virtuosen Spiel.

Besonders Elisa Wittbrodt als Solistin zeigte ihr großes Talent auf der Violine. Mit Leichtigkeit meisterte sie leise und schnelle Passagen. Das Publikum belohnte es mit langem Applaus.

Mit drei Stücken von Piazzolla, südamerikanischen Rhythmen in unterschiedlichen Besetzungen und sehr gefühlvoll zum Teil mit Gesang vorgetragen, endete dieses wunderbare Matinee-Konzert. Als Zugabe durften sich die Zuhörer über einen Tango freuen.

Benefiz-Klavierabend mit der Pianistin Susanne Kessel
Zu einem weiteren Konzert, einem Klavierabend mit der Pianistin Susanne Kessel, hatte Michael Franke am letzten Wochenende der Kulturwochen eingeladen. In dem ausverkauften und als Benefiz für das Beethoven-Festspielhaus Bonn veranstalteten Konzert „Ile de feu“ standen neben Beethovens großer Klaviersonate "Pathétique c-moll" und Debussys „Clair de lune“ verschiedene Klavierwerke des französischen Komponisten Olivier Messiaen auf dem Programm. Soundscapes des amerikanisch-französischen Komponisten Leon Milo, die sich auf Leben und Werk Messiaens beziehen, ergänzten das Programm.

Atelier Michael Franke, Ließemer Straße 3, Wachtberg-Gimmersdorf, www.frankemichael.de . (GW)