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Grün - Uli Stössels Farbigkeit begeistert

Uli Stössel beim Malen über die Schultern schauen – während der Kulturwochen hatte er hierzu eingeladen. (Foto: GW) Wachtberg-Adendorf – Ihm beim Malen über die Schultern schauen – hierzu hatte der Künstler Uli Stössel im Rahmen der 6. Wachtberger Kulturwochen in sein Atelier in Adendorf eingeladen. In diesem Jahr einmal ohne Gastkünstler füllten allein die Bilder des Künstlers den großen Innenhof zu seinem Atelier. Bei bestem Sommerwetter hatte er auch die Staffelei nach draußen gestellt.

 

2012 - 6. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 

Stössels Bilder beeindrucken durch ihre großen Formate und die Farbintensität, mit der er Landschaftseindrücke und Stillleben festhält. Er sei viel in der Eifel unterwegs, berichtete Stössel, von dort bringe er viele Bildideen mit. Aquarellblock und -farben habe er immer dabei, um interessante Impressionen schnell skizzieren zu können. Zuhause im Atelier dienen ihm diese dann dazu, das Gesehene in Öl auf die Leinwand zu bringen – in der für ihn typischen, so dynamischen Farbgebung.

Uli Stössels Blumenbilder begeistern durch ihre lebendige Farbigkeit. (Foto: GW)
In den ausgestellten Werken ließen sich so auch einige Eifel-Szenen erkennen. Wald, Bäume oder auch ein Steinbruch sind angedeutet, besonders schön in ihrer Farbigkeit das Bild einer Herbstlandschaft, deren Rost- und Rottöne schon von weitem leuchten. Daneben, ebenso strahlend und vor Frische scheinbar strotzend, große Blumenbilder aus roten, gelben, orange- und lilafarbigen Punkten.

Uli Stössel: Grün – Farbe pur. (Foto: GW)

 


Ein Bild begeisterte zudem besonders die Gäste. Abstrakt zeigt es in einem übergroßen Format auf den ersten Blick nur die Farbe Grün. Bei näherer Betrachtung entdeckt man jedoch vielfältige Farbnuancen von Blau über Grüngelb mit Türkisanklängen bis hin zu dunklem, fast schwarzem Grün. Das ist satte Farbe, die in ihrer Farbintensität eigenes Leben auszustrahlen scheint. Stössel verriet, dass er an diesem erst jüngst fertig gewordenen Bild auch persönlich noch besonders hängt.


Das vielleicht nächste Bild stand auf der Staffelei. Morgens hatte er es begonnen. Meist drei bis vier Bilder male er gleichzeitig, sagte Stössel, zuweilen lege er auch längere Pausen ein und nehme ein Bild erst später wieder zur Hand, bis es endlich so sei, dass es ihm gefalle. Bei einem solchen Entstehungsprozess konnten die Besucher ihn nun im Rahmen seines offenen Ateliers eine Weile beobachten. (GW)