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Wasser, zum Anschauen, zum Trinken … und zum Angeln - Pecher Künstlerinnen stellten aus

Ausstellung Pecher Künstlerinnen: (v.l.n.r.) Günter Wagner (HV Pech) mit Marilies Wagner, Gundula Scholz, Annelie Siebert und Michael Frechen. (Foto: GW) Wachtberg-Niederbachem – Auf Initiative des Heimatvereins Pech verwandelten die Pecher Künstlerinnen Gundula Scholz, Annelie Siebert und Marilies Wagner sowie Michael Frechen während der diesjährigen 6. Wachtberger Kulturwochen den Henseler Hof in Niederbachem in eine Galerie. Unter dem Titel „Freundschaft mit der Natur“ präsentierten sie über zwei Wochen lang ihre Werke.

2012 - 6. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 

Ausstellung Pecher Künstlerinnen: Abendstimmung am Meer von Gundula Scholz. (Foto: GW)

Gundula Scholz, den Wachtbergern als Regisseurin und Schauspielerin des Kellertheaters Chateau Pech bekannt, nimmt auf Reisen immer Pinsel und Farben mit. Hauptsächlich hält sie Natureindrücke fest, wie jetzt gezeigte Szenen aus der Toscana, auf Sardinien und Sizilien. Eines ihrer Lieblingsmotive ist immer wieder das Meer, und so ist es auf vielen der Bilder präsent. Auch bei den ausgestellten Aquarellen und einigen Acrylbildern tauchte das Meer in verschiedenen Ausprägungen auf. Besonders schön drei kleinformatige Bilder, in denen Scholz den gleichen Meerblick in unterschiedlichen Farben dargestellt hat.

Ausstellung Pecher Künstlerinnen: Blumenbild von Annelie Siebert. (Foto: GW)

 

Annelie Siebert, die sich erst kurz zuvor noch der Ausstellung angeschlossen hatte, malt mit Ölfarben und gerne gegenständlich. Der Malerei widmet sie sich seit knapp zehn Jahren. Sie hatte Landschaftsbilder und Stillleben sowie Blumenbilder mit dabei. Besonders ein großes Blumenbild überzeugte mit seinen leuchtenden Farben.

Ausstellung Pecher Künstlerinnen: Sozialkritisches von Marilies Wagner. (Foto: GW)

 

 

Marilies Wagner überraschte mit Bildern auf ungewöhnlichem Untergrund. Auf einen alten hölzernen Brotschieber hatte sie mit Ölfarben Ähren und Brot gemalt – und betitelt mit „Unser täglich Brot gib uns heute“. Unter dem Aspekt der vier Elemente hat sich Wagner in der letzten Zeit auch sozialkritischen Themen zugewandt. So zeigte eines ihrer Bilder eine Szene in Afrika, in der ein Kind Wasser trinkt, das aus einem einfachen Rohr fließt. Sie greift damit die Problematik der Dritten Welt und der Wasserknappheit auf. Schön waren auch ihre Bilder von Huskies und das einer Eule.


Zu Gast war der lange in Pech und nun in Godesberg wohnende Michael Frechen. Ausstellung Pecher Künstlerinnen: See in der Rheinaue mit Angler von Gastkünstler Michael Frechen. (Foto: GW)Seine Ölbilder zeigten unter anderem Impressionen aus der Bonner Rheinaue – mal eisig und frostig im Winter, mal im Sommer mit einem Angler am Teichufer sitzend. Auch Wachtberg-Motive hatte er eingefangen, wie die Burg Gudenau oder einen Blick auf Oberbachem. Realistisch ebenfalls seine Ansicht vom Zuidhavenpoort im holländischen Zierikzee. Abstrahierter fiel dagegen sein Blick auf Paris aus. In Öl und Spachteltechnik gefertigt war es vorwiegend in hellen Tönen gehalten, einzig der Louvre im Vorder- und Sacre Coeur im Hintergrund setzten sich mit dunkleren Farben erkennbar davon ab.

 

Am zweiten Wochenende hatten die Künstlerinnen zum Gespräch eingeladen. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich mit ihnen über die ausgestellten Werke auszutauschen. (GW)